Ein Baum im Hirschpark. Hoffentlich bleibt er uns noch lange erhalten.
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Links Hamburg, rechts die Nordsee, vorn Finkenwerder und hinten bald Dänemark. Um uns Blankenese. Über uns der Himmel. Unter uns die Elbe. Und wir: Mitten drin! Wolfgang Borchert

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Weihnachtliche Geschichten

Weihnachten 1947
Einige Tommys in Uniform schlendern durch die Blankeneser Hauptstraße. Wir Blankeneser Buttjes laufen hinterher und rufen: "Schokoläd, Mister. Schokoläd, Mister". Na ja, die haben ein Einsehen und werfen Schokolade eingewickelt in „Silberpapier“ auf die Straße und wir stürzen mit alle Mann darauf. Gerade so, wie es die Touristen in Afrika gegenüber schwarzafrikanische Buttjes heutzutage auch machen.
68 Jahre später
Meine Frau und ich sind bei den Kindern und Enkeln in Bad Homburg eingeladen. Es ist kurz vor Weihnachten. Man hat sich was Besonderes ausgedacht und man will Schokoladenfondue machen. Alles fein zubereitet. Die Schokolade ist vorsichtig erwärmt worden. Jeder ist gespannt, zum ersten Male Schokoladenfondue. Auf den Fonduegabeln werden Weißbrot oder Bananenstückchen gespießt und in die warme Schokolade getaucht. Heißa. Das wird wohl gut schmecken Leider, leider ist den Herrschaften alles zu süß. Das mögen die Kinder und Kindeskinder nicht. Letztendlich marschiert man zu Mac Donalds und isst gemeinsam herrliche Burger und trinkt dazu Cola. Die Stimmung ist gut. Das Leben ist schön.
Frohe Weihnachtszeit

Heiner Fosseck
14.12.16 10:28


OSZE Tagung in Hamburg Eindrücke des normalen Bürgers

Eine Armee von Polizisten. 13 000 Mann stark. Absperrung ganzer Stadtteile.Weihnachtsmärkte in der Innenstadt von Sicherheitskräften umzingelt. Das waren die Schlagzeilen.
Ich sitze zu Haus in Hamburg - Blankenese und bekomme von alldem nichts mit. Wenn man bedenkt, daß vor Jahrzehnten Kennedy und Konrad Adenauer im offenen Wagen durch Berlin gefahren sind. Was hat sich die Welt verändert. Hamburger Bürger, die vorne an der Front des Geschehen wohnen haben aufgeschrieben, was sie erlebt haben.
Heiner Fosseck

Christel Steiner schrieb:
Ich habe noch nie so intensiv wie die letzten Tagen meine Stadt wahrgenommen, darum hier ein kleiner Bericht völlig wertfrei jeglicher politischer Beurteilung.

Zum Verständnis; ich wohne „auf dem Kiez“, Endetage,rundum Panoramablick, vorne das lebendige Geschehen, „um die Ecke“ große Laubbäume, deren Wipfel bis ans Fenster reichen, (Morgensonne))

Alle wissen, dass wir die OSZE zu Gast hatten; da ich nach wie vor Autofahrerin aus Leidenschaft bin, alle meine Touren mit meinem „Laufschuh“ SMART (12 Monate Rollator und Gehhilfen – Vergangenheit!!! - ) unternehme, hatte ich einen besonderen Eindruck der letzten Tage, denn meine Wege führten mich Richtung Eppendorf über die Schanze/Eimsbüttel, Farmsen durch die Stadt. Ehrlich gesagt, wenn man ein wenig stadtkundig ist, dann hatte man keinerlei Behinderungen. Die Querverbindungen und das direkte Messegelände habe ich mir gleich geschenkt, kein Problem bei den Möglichkeiten, die wir haben.

Da war ich wesentlicher betroffener, als ich zu meiner Wassergym. nach Schnelsen fuhr. Den Mittwoch war ich direkt betroffen am Beginn der Kieler Str., alle 3 Spuren wurden stadtauswärts gerade von Polizeiautos gesperrt, warum? Keine Information. Im Radio erfuhren wir Betroffenen, dass in Stellingen ein Wasserrohrbruch der Verursacher ist. Ich mache es kurz, die Abblegmöglichkeiten waren entweder in Windeseile verstopft oder weiter Richtung Stellingen schon gesperrt. Also zunächst kein Entrinnen. Dank meiner Ortskenntnisse fand ich ein Schlupfloch und war nur „45“ Minuten auf der Kieler Straße. Um dem Chaos weiträumig zu entgehen, mußte ich weit hinter der Frohmestraße (Ausfahrtstraße in Schnelsen) meinen Weg suchen.

Diese Tagungstage waren dagegen richtig entspannt. Meinen Zahnarzttermin in Eimsbüttel am Mittwoch habe ich problemlos eingehalten. Einzige Störung; 2 Hubschrauber kreisten stehend in der Luft laut knatternd, das war schon recht laut. Wie ich gehört habe, will man daran arbeiten bis zum nächsten Jahr.

Mittwochabend gegen 20.30 plötzlich Blaulicht bis in meine Wohnung und Sirenengeheul nicht endend. Blick aus dem Fenster: Die Helgoländer Allee von unten bis oben eine Wagenkolonne Mannschaftswagen der Polizei Kurs Schanze. Da hatte ich richtig ein mulmiges Gefühl und kontaktierte meinen Patenoffizier, der als Sicherheitsoffizier Dienst hatte in den Messehallen. Antwort: wir wissen nur, alles ruhig, Demo statt erwarteter 200 jetzt ca. 1500. Gott sei Dank ist es ja auch so geblieben.

Und nun der Knüller!!! Mein Adapter vom Laptop gab seinen Geist auf und ich dachte, fahr `mal zu Saturn in die Stadt, 5 Autominuten mit Glück!

Nicht zu fassen – freie Straßen, Parkplätze im Parkhaus reichlich vorhanden, entspanntes Personal, und einen Adapter zum Sonderpreis! Da sind die Straßen hier beim Heimspiel von St. Pauli und Hamburger Dom wesentlich gestopfter.

Da sag noch einer, wir Hamburger können nicht mit Herausforderungen umgehen! Dank an meine Mit-Hanseaten, und ein Tipp an die Schwarzseher: abwarten und Tee trinken.

Ingke Tjebbes schrieb:
Aber schön, dass es im Großen und Ganzen ruhig blieb. Ich bin am Donnerstag mit dem Rad an der Alster lang zu einem Arzt gefahren , genau gegenüber dem Elysee an der Moorweidenstraße. Eine Freundin meinte `´bloß nicht, alles abgesperrt, Räder werden kontrolliert wegen versteckter Bomben.`´ Natürlich alles Unsinn, nur Polizeiboote kontrollierten das Gewässer und sprachen mit einem Obdachlosen, der mit seinem gesamten Hab und Gut auf einer Bank saß. Es waren kaum Autos zu sehen, sie wurden alle umgeleitet. Der Mittelweg war ziemlich zu.
Viele Grüße
Ingke
11.12.16 12:45


Weihnachtsfeier des Blankeneser Bürger-Vereins 2016

Jetzt ist es schon fast Tradition. Hoch oben auf dem Süllberg feiert der Blankeneser Bürger-Verein seine Weihnachtsfeier. Sonst war das Event immer bei Sagebiels Fährhaus gewesen, aber da wurde der Bürger-Verein nicht mehr gern gesehen. Das ist nun einige Jahre her und das Sagebiel hat erstmal dicht gemacht. Schade drum. Das war auch wesentlich bequemer zu erreichen gewesen als diese schicke Gastwirtsburg hoch oben auf dem Süllberg. Da soll man erst mal raufkommen. Immerhin teilte unsere Schatzmeisterin Marion Spiegelberg während der Weihnachtsfeier mit, dass das Durchschnittsalter der ca 450 Mitglieder des Blankeneser Bürger-Vereins erstaunliche 74,6 Jahre beträgt. Ich gehöre also schon zu den Mitgliedern, die den Altersdurchschnitt nach oben treiben. Aber was bedeutet das schon , biologisch fühlen wir uns alle noch jünger.
Kurz, 81 Mitglieder mit Freunden und Bekannten waren im repräsentativen Festsaal des Süllberg- Restaurants anwesend. Die Organisation hatte Herr Helmut Wichmann innegehabt, der es wieder geschafft hatte, mit Herrn Hauser, der Sternekoch und Leiter des Süllbergs Restaurants ist, eine für jeden der Teilnehmer erschwingliche Dotation für Saalmiete, Kaffee, Wasser, Punsch und Kuchen auszuhandeln. Das wird von Jahr zu Jahr wohl schwieriger. Nach der Begrüßung durch Helmut Wichmann übernahm Herr Professor Dr. Jürgen Weber, langjähriger Vorstandsvorsitzender des BBV, das Wort und teilte anschaulich mit, was denn nun im Jahre 2016 vom BBV in die Wege geleitet oder durchgeführt wurde. Es tut sich endlich was in Blankenese. Die Parkraumbewirtschaftung des Blankeneser Stadtkerns, eine Entscheidung über das neue Markthäuschen steht kurz bevor, Umgestaltung des Martiniblockplatzes. Eine verlässliche Fährverbindung wir ja angestrebt und der BBV teilt mit, dass ein Betreiber der Fähre gefunden ist und es nun über die Anlegestellen für die Blankeneser Fähre mit den Ämtern noch zu verhandeln sei. 2017 soll alles in trockenen Tücher sein. Man will das Wahljahr nutzen, um zu einem positiven Ergebnis zu kommen. Erfreut wurde mitgeteilt, dass auch im nächstem Jahr zum Hafengeburtstag eine Fähre vom BBV angemietet werden konnte. Eine Reise in das Elsass wird von Herrn Heiner Krause geplant und Frau Schmersahl wird einen interessanten Vortrag über Al Andalus „700 Jahre arabische Kultur in Spanien“ halten und auch Herr von Boddin wird über den Fortgang des Baugeschehen des Berliner Schlosses berichten. Ein Neumitgliedertreffen im Frühjahr ist angedacht und die Blankeneser Schuljugend wird Blankenese nach Ostern wieder aufklaren und den Unrat der Erwachsenen wegräumen.
Helmut Wichmann gab eine weihnachtliche Geschichte zu Gehör. Es wurde von einem manischen Fotografen der mit Hindernissen zu kämpfen hatte launig erzählt.
Unser guter Franz Vollmer gab einen kurzen Bericht über seine Spendenarbeit für unsere Benachteiligten Blankeneser Bürgerinnen und Bürger ab und erzählte dann eine lustige Geschichte über die Weihnachtsmaus. Die beiden Töchter unserer Redakteurin Frau Möller-Pannwitz übernahmen mit Eifer das Fotografieren während der Weihnachtsfeier.Der Blankeneser Stubenchor animierte das Publikum zum Mitsingen der altbekannten Weihnachtslieder. Zwischendurch wurde sich lautstark unterhalten über dit un dat. Wir schnabulierten den reichlichen Kuchen und Kaffee und dann gab es ein Becher Punsch. Die Schmalzbrothäppchen sahen etwas zugeteilt aus. Die gab es wohl auf Marken. Im weihnachtlich geschmückten Festsaal war aber eine fröhliche Stimmung und auch einen blutroten Sonnenuntergang konnte man genießen. Um 19 Uhr herum löste sich die Gesellschaft auf. Eine gelungene Veranstaltung. Heiner Fosseck
Heiner Fosseck
6.12.16 19:59


Hochkamp? Ein Stadtteil, den es gar nicht gibt





Hochkamp? Ein Stadtteil, den es gar nicht gibt
Zwischen Rissen und Bahrenfeld liegt das größte Villengebiet Hamburgs, nein, von ganz Deutschland. Mitten durch führt eine Stadtbahnstrecke.
Wer hat da wohl Ende des 19. Jahrhunderts die Festlegung der einzelnen Bahnstationen angeordnet.? Für die Station – Haltepunkt Hochkamp war der Schwiegersohn des bekannten Kaufmanns R. M. Sloman jr, Friedrich Leopold Loesener der Spiritus Rector. Ende der 1890er-Jahre wurden von Loesener rund 100 ha bis dahin landwirtschaftlich genutzte Ländereien in Nienstedten (ca. 31 ha), Osdorf (ca. 42 ha) und Dockenhuden (ca. 26 ha)erworben.
Dieses zusammenhängende Gebiet wurde von Loesener in Villengrundstücke aufgeteilt, auf eigene Kosten ein Straßennetz angelegt und ein gemauertes Straßensiel gebaut, das bis zur Elbe führte. Dann wurden die erschlossenen Baugrundstücke an interessierte Bauherren verkauft. Beispielsweise wurde am 20. Januar 1898 ein Grundstück mit einer Größe von 4.000 m² für 12.450,- Mark, d.h. 3 Mark/m² verkauft. Bis März 1898 waren es bereits 23 Baustellen. Der Name der so entstandenen Villenkolonie war zunächst umstritten. Im Gespräch war der Name „Hohenfelde“ in Anlehnung an die Flurnamen „Hochfeld“ und „Hogenfelde“, die auf der Osdorfer und Dockenhudener Feldmark urkundlich belegt sind. Der Name „Hohenfelde“ wurde verworfen, um Verwechslungen mit dem Stadtteil Hamburg-Hohenfelde auszuschließen. Nienstedten hätte sich angeboten, aber ein dörfliche Namen war den hohen Herren nicht genehm. Man einigte sich schließlich auf den Fantasienamen „Hochkamp“ unter der Voraussetzung, dass auch der geplanten Haltestelle dieser Name gegeben werde. Notwendig wurde die Namensgebung nämlich durch die für den 2. März 1898 vorgesehene Eröffnung der Bahnstation auf der Strecke Altona–Blankenese. Finanziert wurde die Bahnstation, einschließlich notwendiger Überbrückungen und Bahnhofsgebäude, nicht von der Eisenbahnverwaltung, sondern von dem Investor.
Nachdem der Finanzier des Projektes Friedrich Leopold Loesener im Jahre 1903 verstorben war, brachten die Erben die noch nicht veräußerten Grundstücke in die neu gegründete Terraingesellschaft Hochkamp m.b.H. ein. Bis zu deren Liquidation Anfang der Dreißiger Jahre setzte diese den Verkauf von Hochkamper Grundstücken fort. Hochkamp bewahrte sein städtebauliches Bild, geprägt durch großzügige Villen mit parkartigen Grundstücken, bis zum heutigen Tage. Grund dafür ist die später so genannte „Hochkampklausel“, die nahezu alle Grundstückskaufverträge gleichlautend enthielten. Darin sind die Grundstücksgrößen und weitere Details wie Art der Bebauung und Grenzabstände festgelegt.[Danach verpflichteten sich der Käufer und seine Rechtsnachfolger, auf dem Kaufgrundstück nur ein Einfamilienhaus im Villenstil unter Einhaltung der vorgegebenen Abstände zu errichten, in welchem keinerlei gewerblicher Betrieb geführt werden darf.
Die Einhaltung der Hochkampklausel wird durch den im Jahre 1918 gegründeten Verein Hochkamp e.V. gewahrt. Angesichts der Lage und der attraktiven Grundstückspreise ist so mancher Besitzer versucht, Teile seines Grundstücks zu verkaufen. Zuletzt hat das im Jahre 1981 einer versucht und eine 2. Villa auf dem Grundstück errichten lassen. Er musste sie abreißen!!

So ist geklärt, dass bis heute ein paar Großvillen eine eigene Bahnstation bekamen. Rechts in Richtung Altona wurde ein Restaurantgebäude gebaut, das heute noch besteht, aber nur zur Vermietung für Wohnungsinhaber genutzt wird. Linkerhand in Richtung Altona ist das rote Verwaltungsgebäude früher für die Bahnmitarbeiter. Vor einigen Jahren war die Station noch mit großen Rasenflächen bedeckt. Eine Bahngaststätte veranlasste etliche Reisende der S-Bahn zum Verlassen der S-Bahn, um sich einen willkommenden Trunk von Alkoholika zu genehmigen. Alles vorbei.
Heiner Fosseck
27.11.16 09:42


"Dörch dat Johr" von Freddy Schnoor

Dörch dat Johr
Bet`n wat in Mecklnbörger Platt

ln'n Januor, denn dohn wi still

Noch hinnern Aben sitten,*1

Denn buten is noch nich veel los,

Blot freeren deiht't bi lütten.

In`n Februor, denn geiht dat meist

Mit ls un Snei tohopen,*2

Denn hebbt wi ok keen Lust un Tied,

Opn Acker rümtolopen.

Doch kümmt in`n März de Sünn herrut,

Dann möt wi uns fix rögen,*3

Denn heit dat, för de Sommersoot

To ackern un to plögen.

Un ín'n April ward't höchste Tied,

De Saaten uttoseien,

Wennt twüschendörch man regen deiht,

Denn lot den Wind man weihen.

Un denn, denn geiht dat Hoffen an

Den Mai, den Juni öwer;

leew Herrgott, pleg uns unse Saat*4

Un hal se glücklich röwer!

Wenn denn in`n Juli un August

Wi willn uns` Kurn inführen,

Denn schenk, leev Gott, schön Weder uns,

Wi willn uns denn woll röhren.

September un Oktober, na -

Denn sünd wi all bin`n Döschen,*5

Un bi de Austköst dohn wi uns*6

Ja denn ok en'n verlöschen.*7

Un denn, denn heit bi lütten dat,

De Wintersaat bestellen,

Un kuum gescheihn, denn deiht sick all

De Winter wedder mellen.

In`n Handümdreihen is he dor

Mit siene Wiehnachtsfreuden! -

Nu kummt dat ne'e Johr heran

Un bringt ok manchmol Leiden.

Leew Herrgott, wenn Du dat so künnst,

Mehr Freud uns jetzt to geben,

Denn dankt wi Di ut Hartensgrund

Un lot dat Neejohr leben!

Friedrich Schnoor 1908



*hinnern Aben sitten-hinter dem Ofen sitzen

*2 tohopen-zusammen(sitzen)

*3 fix rögen-schnell,möglichst viel machen(arbeiten)

*4 pleg-pflegen (z.B. die Gemütlichkeit)

*5 Döschen-Dreschen

*6 Austkost-Feier nach der Ernte(Erntedank)

*7 verlöschen (etwas mehr als normal "trinken"



***********************************************

Durch das Jahr

(Wörtlich übersetzt)

Im Januar, dann tun wir still

Noch hinter`m Ofen sitzen,

Denn draußen ist noch nicht viel los,

Bloß frieren tut es bei kleinem.

(Bloß frieren tut es ein bißchen)

Im Februar, dann geht es meist`

Mit Eis und Schnee zusammen,

Dann haben wir auch keine Lust und Zeit,

Auf dem Acker rumzulaufen.

Doch kommt im März die Sonne heraus,

Dann müssen wir uns ordentlich rühren,

Dann heißt es für die Sommersaat

Zu ackern und zu pflügen

Und im April wird`s höchste Zeit,

Die Saaten auszusäen,

Wenn`s zwischendurch man regnen tut,

Dann laß den Wind man wehen.

Und dann, dann geht das hoffen los

Den Mai den Juni über;

Lieber Herrgott pfleg` uns unsere Saat

Und hol sie glücklich rüber!*

*(Und laß sie gut gedeihen)

Wenn dann im Juli und August

Wir wollen unser Korn einfahren,

Dann schenk, lieber Gott, schön` Wetter uns,

Wir wollen uns dann schon rühren.

September und Oktober, na-

Dann sind wir schon am Dreschen,

Und bei`m Ernte-Dank tun wir uns

Ja dann auch einen verlöschen*

Und dann, dann heißt bei Kleinem es,

Die Wintersaat bestellen,

Und kaum geschehen, dann tut sich schon

Der Winter wieder melden.

Im Handumdrehen ist er da

Mit seinen Weihnachtsfreuden! -

Nun kommt das neue Jahr heran

Und bringt auch manchmal Leiden.

Lieber Herrgott, wenn Du das so kannst,

Mehr Freude uns jetzt zu geben,

Dann danken wir Dir aus Herzensgrund

Und lassen das Neujahr (hoch)leben!

*verlöschen, ordentlich einen Heben,

mehr als „normal“ trinken

http://www.lauenburger-online-zeitung.de/index.php/component/banners/click/106
4.12.16 16:15


De Drinker von Freddy Schnoor

He drünk för Döst un ok as Köst,
He drünk bi Küll un ok bi Hitten,
He drünk bi Arger un bi Lust.
Keum he no Huus, drünk he den`n Rest,
Denn harr he fix een`n sitten.

All freuh an`n Morgen füng he an;
He deh so flau sick feuhl`n.
Blot „Een`n” ton Awgeweuhn`n, jo een;
Eers müss sien Kehl he eul`n.

Een`n ganzen „Lütten“ wull he blot,
O jo nich, nich toveel!-
Verdammt, wat smeckt de Köm hüt good,
Wat kratz de in de Kehl!

„Dorvon ganz gau noch een`n för mi,
Dat Tüügs smeckt veel to scheun!“
So bleew den`n ganzen Dag he bi,
Bit he weer von de Been.

De Wirt, de loow em ümmer sehr,
Dormit gröhl geern he luut.
Man as he harr keen Geld nich mehr,
dor smeet de Wirt em rut.

Doch dee de Döst to dull em quäln,
Dor güng he henn non Diek,
Dor sööp he denn jo woll toveel,
Se tröcken em rut as Liek.

As op`n Kirchhoff he in sien Graww
Man deh nu leggen em
Dor regen dat von`n Heben stark,
De ganze Kuul de swemm.

Un as sien Frünn em in de Eer,
Dor güngen se nu snell
Rinn in`n Kroog, un bi Kööm un Beer
Versöpen se ok noch sien Fell.

Friedrich Schnoor,
Kalkberg 1908
4.12.16 08:14


Bürgerhilfe des Blankeneser Bürger-Vereins


Der im neunzigsten Lebensjahr stehende Franz Vollmer schaut zurück auf 61 Jahre Mitgliedschaft im Blankeneser Bürger-Verein und seinen vielen ehrenamtlichen Aktivitäten für unser Blankenese und dem Blankeneser Bürger-Verein.Sehr wichtig ist ihm die Bürgerhilfe. Einen Bericht über seine Tätigkeiten hat er uns zur Verfügung gestellt. Franz Vollmer schreibt über die diesjährige Bürgerhilfe für das Weihnachtfest:

Im Rahmen unserer Bürgerhilfe - zweckgebundene Spenden - konnten wir auch dieses Jahr viele ältere Alleinstehende und Familien in Blankenese beglücken! Auch einige ins Umfeld von Blankenese verzogene Bürger wurden bedacht. Über 6000 Euro wurden in Form von Lebensmittel - Gutscheinen verteilt. Jeder Briefumschlag hatte dabei eine weihnachtliche Grußkarte mit unseren Unterschriften. Tätig waren Frau Ursula Fosseck, Frau Gisela Petersen, Herr Fred Möller und Franz Vollmer. Herr Fred Möller ist seit einiger Zeit neu im Vorstand des BBV und wird dankenswerterweise meinen Part im nächsten Jahr übernehmen. Ich bin jetzt 89 Jahre alt und mache u.a. die Sozialarbeit hier im BBV seit 1955. Es ergab sich damals für mich als Feuerungshändler in Hamburg und Blankenese die ersten Spenden mit fünf Zentnern Braunkohlenbriketts zu den Bedürftigen zu bringen. Im Jahre 1955 war dieses hoch willkommen! Ich bekam damals die Sozialfürsorgeliste der Behörde. Heute ist Datenschutz.... und wir könnten noch mehr helfen. Dabei ist alles streng vertraulich!!!
Franz Vollmer

Unser Ehrenmitglied des BBV hat erstaunlich viele Ehrenämter und Tätigkeiten innegehabt oder ausgeübt. Im Vorstand ist er 35 Jahre. Den Besuchsdienst für unsere älteren Bürger hatte er getreulich 16 Jahre inne. Er war auch Kassenwart bei den christlichen Pfadfindern. Drei Amtsperioden war er im Vorstand der Blankeneser Kirche am Markt. Er war für Blankenese in Ausschüssen, wie Soziales, Advent, Weihnachten, Diakonie, Friedhof und Bauwesen. Im Kulturkreis Blankenese und dem Blankeneser Männer Turnverein, sowie im Förderverein Goßlerhaus war er Kassenprüfer. Das ist nur ein Ausschnitt seiner Arbeit für Blankenese. Wir haben Franz Vollmer viel zu danken.
Heiner Fosseck
24.11.16 16:07


Haus am Blankeneser Strandweg 1910


Zwischen den Restaurants Ahrberg an der Einmündung Blankeneser Hauptstraße und dem Restaurant "Zum alten Zollhaus" Inh. Ostermann befand sich dieses Haus am Strandweg.
Das Haus wurde vor einigen Jahren völlig verändert und ist jetzt Teil des Restaurants Ahrberg. Auch das Restaurant Ostermann wurde komplett in Eigentunswohnungen umgebaut.
Heiner Fosseck

Ps: Die weißgekleidete Frau ist die Witwe Caroline Breckwoldt, geb. Petersen. Zur Zeit der Aufnahme ist die frühverwitwete Caroline Breckwoldt ca 34 - 36 Jahre alt.
Das Mädchen mit der Schleife im Haar ist ihre Tochter Helene Breckwoldt. Alle sind sonntäglich herausgeputzt und lassen sich fotografieren.
22.11.16 10:05


Besuch bei den Adventbasaren der nordischen Kirchen


Bild zur Einladung zum Weihnachtskonzert im Michel
Am Sonnabend den 19. November 2016 haben wir nach über 36 Jahren wieder mal die adventlichen Basare der nordischen Seemannskirchen besucht. Im Schatten des Michels in einem ehemaligen Nachtjackenviertel sind die vier Seemannskirchen beheimatet. Die Seeleute von Finnland, Norwegen, Schweden und Dänemark haben in Hamburg sicherlich nichts besseres zutun, wie in die Seemannsmissionen zu strömen und die Heilige Messe zu besuchen. An zwei Wochenenden im November veranstalten Deutsche, Norweger,Finnen,Dänen und Schweden in den Kirchen adventliche Basare. Eine jede Kirche veranstaltet eine Tombola oder Lotterie. Leider war am Nachmittag ein so großes Gedrängel in den Räumen und Restaurants, dass wir die Schwedische Kirche ausließen. In der Seemannskirche der Norweger unterhielt ich mich mit Herrn Pastor Dag Eidhamar, der die Veranstaltung maßgeblich mitgestaltet hat. Ja, es ist ein voller Erfolg. Viel ist schon zur Neige gegangen und auch die Trolle sind schon ausverkauft. 120 Helfer und ehrenamtliche Helfer aus der Stadt müssen ordentlich schuften, um die Menschenmassen angemessen zu bedienen. Leider habe ich Dag Eidhamar vergessen zu fragen, was Kvikk Lunsj und Firklover zu je 2 € sind. Im Cafe' gibt es Smörbrod, Fischsuppe und Smeler, das sind Pfannkuchen mit Rahm. Am Anfang der Ditmar - Koel- Straße ist die Dänische Mission für Seeleute. Hier gab es auch gute nahrhafte Schlemmereien. Es war gut, erst mal zu fragen, was Pyttipanu ist. Es sah aus wie klein gehackte Bratkartoffel und Saunawurst eben wie rote Bratwurst.Naja mein dänisch ist sehr kümmerlich.Glöggl to go konnte ich als Glühwein ausmachen. Eigentlich kenne ich nur das Wort Strompelbuxen. Das heißt Strumpfhose. Elchgeschnetzeltes habe ich noch nie gegessen. Wenn meine Fau nicht weiter weißt, gibt es bei uns zum Mittag Putengeschnetzeltes. Bei den Finnen war es brechend voll. Wir Finnen bieten : Null Stau. Viel Stauraum wurde uns avisiert. Im Keller gibt es eine Sauna, da kann man , wenn man oben in der Kirche beim Gottesdienst die Seele von allerlei Sünden gereinigt hat, auch sich körperlich reinigen. Wir machten, daß wir wieder rauskamen. Gekauft haben wir nichts. Nur zwei Karten für ein nordisches Weihnachtskonzert im Michel.
Heiner Fosseck
19.11.16 18:34


8.11.16 15:32


Kommt Zeit, kommt Unrat


Die Müllentsorgung des Blankeneser Hanggebietes war immer schon ein heikles Thema. Da müssen schwere rosa Mülltüten, deren Inhalt bis zu 20 Kg schwer sein können, endlose Treppen und Fußsteige bis zur Blankeneser Hauptstraße oder etwa zum Strandweg herunter geschleppt werden. Nicht nur Mülltüten, auch Papierbündel und gelbe Säcke für Verpackungsreste müssen den gleichen Weg nehmen. Ärgerlich ist es auch dann, wenn aus Unkenntnis der Abholtermine der Schwiegersohn oder ein Neumieter die Müll- oder Wertstoffsäcke verfrüht an den Abholstellen ablegen. Dann liegt der Unrat oft wochenlang an der Straße. Aber auch die Stadtreinigung Hamburg oder die WERT Wertstoff Einsammlung GmbH vergessen schon mal den Termin zur Abholung von Papierbündel . Dies geschah am 31. Oktober 2016 im Hanggebiet. Da lagen nach einer Woche immer noch Papierhaufen , die sich langsam im Regen auflösten, an der Hauptstraße.. Nachdem auch nach acht Tagen ,nun schon der nächste Abholtermin herangekommen war, wurde ich mal aktiv und schrieb diverse Mails an verschiedene Entsorgungsfirmen in Hamburg. Danach ging es sehr fix. Das Papier wurde in Nullkommanix abgeholt. Die WERT Wertstoff-Einsammlung GmbH deren Slogan „20 Jahre WERTarbeit“ ist, teilte mit :“ Das kann ja mal vorkommen.“ Für die Bewohner des Treppenviertels ist es kaum zu vermitteln, dass die Einsammlung der blauen Tonnen für Papier am 31.10.2016 aber pünktlich gelehrt wurden. Die Stadt Hamburg hat diese Einsammlung gegen Entgelt an die Firma vergeben. Die gelben Tonnen werden geleert und ein zweiter Wagen sammelt die daneben stehenden gelben Säcke ein. Die Stadtreinigung Hamburg lässt einen Wagen nur die grauen Tonnen mit Restmüll leeren und die rosa Säcke mit Restmüll werden wiederum von einem anderen Wagen eingesammelt. Flaschen müssen in die Container an der Oesterleystraße entsorgt werden und die kostenpflichtigen Laubsäcke werden nur an fünf Terminen abgeholt, die man wohl erfragen muss. Das Problem der Entsorgung der Weihnachtsbäume stellt sich im Treppenviertel nicht. Die Blankeneser Jugend sammelt seit alters her die Tannenbäume nach Weihnachten freudig fürs Osterfeuer ein.
Heiner Fosseck
8.11.16 14:29


Willkommenstüten auf der Reeperbahn


Der Tourismus blüht. Auch in Hamburg werden vermehrt Hotels und Restaurants aus dem Boden gestampft. Immer mehr Gäste kommen nach Hamburg. Große Bespaßungsschiffe laufen Hamburg als Zielhafen an. Großevents , wie Schlagermovie, Christopfer-.Street-.Day, Reeperbahnfestival, Alstervergnügen, Harley Days und Hafengeburtstag locken Hunderttausende Gäste aus nah und fern an. Natürlich ist das erst mal gut für Hamburg, denn Industrie, Hafenwirtschaft und Werften setzen immer mehr Arbeitskräfte frei. Aber es gibt auch Nachteile und Belastungen für Anwohner und die Oeffentlichkeit. Auf einer Veranstaltung der Friedrich-Ebert-Stiftung, eine SPD nahe Gesellschaft, wurde dem Publikum unter anderem die Probleme dieses Massenansturm von Menschen ,besonders am Wochenende , drastisch von der jüngst installierten Quartiersmanagerin Julia Staron berichtet. Früher war ja alles besser. Da sang der Sohn eines Schlachters, Hans Albers, „Auf der Reeperbahn nachts um halb eins….“ Andere verlängerten die Zeile zeitgemäß ….“Ob du ein Mädel hast oder Karlheinz…“ Wie auch immer ,an guten Wochenenden sind die Reeperbahn und die anliegenden Straßen brechendvoll. In der Großen Freiheit ist kein Durchkommen mehr. Zur Plage haben sich auch die sogenannten Hurentouren entwickelt. Wenn um Punkt 20 Uhr sechs Führungen a 25 Gästen vor der Davidswache starten, können die zum Einsatz ausrückenden Polizeibeamten kaum ihre Fahrzeuge erreichen. Vor der Herbertstraße ist für die Freier der Damen erst mal ein Spießrutenlauf angesagt. Hämische Bemerkungen sind an der Tagesordnung. Junggesellenabschiede sind zu Hauf beim abfeiern und im Straßenverkehr sind schwer angetrunkene Fahrer von Bierbikes unterwegs. Um die eigene Kasse zu schonen wird Schnaps, Bier und Sekt bei Penny geholt und bald sind viele der „Vollpfosten“ (O-Ton von Frau Julia Staron) sturzbetrunken. Da muss man sich auch erleichtern. Das geschieht flächendeckend in St. Pauli meist in aller Oeffentlichkeit. Gutes Benehmen wird ausgeschaltet. Auf der Reeperbahn darf man das.
So haben das Quartiersmanagement Reeperbahn und die Behörden einen Aufkleber entwickelt: „Hier nicht pinkeln! Wir pinkeln zurück. Dein St. Pauli.“ Damit nicht genug. So werden „Willkommenstüten Reeperbahn“ verteilt. In dieser Tüte, die auch als Kotztüte verwendet werden kann, befinden sich Flyer von Etablissements und Restaurants. Auch eine „Pinkelkarte“, die man in teilnehmenden Betrieben vorzeigen kann, um seinen Bedürfnissen angemessen nachzukommen .10 Gebote sind außen auf die Tüte gedruckt. Da geht es um respektvolles Benehmen und auch Fotos von leichten Mäödels und schweren Jungs sind tabu. Für Testosteron gesteuerte St. Pauli Besucher hat man „Sailor sail safe“ ein Kondom beigelegt. „Besser is`das“.
Heiner Fosseck

Am Mikrofon Julia Staron Quatiersmanagerin
1.11.16 11:46


Was wird mit dem Fährhaus Sagebiel?






Ach, was muss man oft von traurigen Ereignissen hören oder lesen, wie zum Beispiel von dem „Aus“ des Traditionslokals Sagebiels Fährhaus in der Blankeneser Hauptstraße. Im November ist erst mal Schluss mit Sagebiel. Das bestätigte Geschäftsführer Markus Chen.-Seit 1990 führt die Familie Chen das Traditionslokal. Der Pächter möchte aufhören und verkaufen oder verpachten. Genaues weiß man nicht. Es fand sich niemand, der die Auflagen der Stadt oder des Milieuschutzes erfüllen wollte oder konnte. Waren doch die Eigentumsverhältnisse schon verzwickt. Das Lokal ist in Erbpacht und das Grundstück des Fährhauses gehört den Erben Sagebiel. Ein Interessent wollte ein Hotel darauf bauen. Wohlmöglich alles abreißen und Eigentumswohnungen drauf klotzen. Wie in den 1970er Jahren hoch oben auf dem Kiekeberg . Den halben Berg abtragen und eine dreistöckige Tiefgarage darunter bauen. Aber das ist in Blankenese nicht zu machen. Da geht man auf die Barrikaden. Wie damals als der Investor Roland Ernst aus Heidelberg das Süllberg Restaurant abreißen und das Grundstück mit toskanischen Villen bepflastern wollte. Da war Monika Lühmann vor. Die trommelte Mitstreiterinnen und Gleichgesinnte zusammen und zog mit Fackeln um den Süllberg und brachte so ihren Protest schlussendlich erfolgreich zum Ausdruck.

Und nun ist das alte Fährhaus Sagebiel gefährdet. Das Traditionslokal in Blankenese, wer hat dort nicht Feste gefeiert? Die Großeltern haben schon hier 1948 ihre Hochzeit ausgerichtet. Ein jeder musste Holzscheite und Kohlen mitbringen wurde erzählt. Für viele war es das erste Mal nach dem Kriege, dass man wieder im Frack oder Abendkleid ausging. Die alten Linden auf der Terrasse sind immer noch da. Hans Albers und Ilse Werner spielten in den Film „Auf der Reeperbahn nachts um halb eins“ eine Szene unter den Linden der Terrasse von Sagebiels Fährhaus. Da waren die Linden aber noch sehr jung. Seit 50 Jahren hat der Kellner Horst Hoppe hier das Kommando. Der gute Geist, der aber auch seine Eigenarten hat.

Jetzt laufen die Verhandlungen mit der Familie Chen und Interessenten und ganz Blankenese hofft, dass es irgendwie angemessen mit dem Fährhaus Sagebiel weiter geht.

Heiner Fosseck

Der alte Kellner Horst Hoppe Bild Hamburger Abendblatt
23.10.16 12:54


Mang de Stickelbeeren

Froo Ehlers weer in ehrn Goorn bid Stickbeernplücken togang'n. Bi ehr rümm speel ehr lütt Peter, een Jung von'n Johrer veer, een'n lütten driftigen un'n drulligen Bengel. Bald lööp he den'n Goornstieg lang, denn weer he wedder op de Beeten togangn, un as Mudder an to schimpen fung un em dor runnerjöög, keum he bi ehr an un seed, „Peter ganz ortig sien will, Peter will Mudder helpen."

„Ne, mien lütten Peter", seed sien Mudder to em, „dat kans Du noch nich, denn müßt Du eers grötter warrn, denn kanns Du Mudder dorbi helpen. Kiek, de ooln Büsche sünd scharp un steekt Di in Dien lütten Finger, denn fangs Du an to ween'n. Kumm, holl mol Dien lütten Hann' op; hier hest Du Stickbeern, de Mudder all plückt hett, un denn goh man no de Stroot henn, dor is Dien lütt Fründ Fiete Repenn, mit den'n kanns Du speeln. Ober sie ok rech ortig un verdreegt Jug ok, heurs Du!" Na, de lütt Peter trudelt sick denn jo ok no de Stroot henn, un hett bi sien Toowen mit Fiete Repenn sien Mudder bald vergeten.

Nu is dat jo ober so in'n Leben: man kann sick süns gesund feuhln, un sien Arbeit dohn, un in'n nächsten Ogenblick liggt man all to Bedd. So keum dat ok mit Mudder Ehlers. Wenn se ok nich grod krank weer, ober to Bedd muß se doch. Fieken, wat ehr Deensdeern weer, muß lopen, un de Hebamm'n hooln, denn bi Mudder Ehlers süll wat Lütts koom'n, un et wör heuchste Tied!

Dat duur denn ok nich lang'n, weer de Hebamm'n all dor, un, se harr gornich später koom'n dörft, denn`n veddelstünn noher heur man in de Stuuw all Kinnerquarrn.

Ditmol weer et een lütt Deern worrn. Dat wör een Freid för Vadder warrn! Nu harr he doch endlich, wat he sick all ümmer wünscht harr: een'n Jung un een Deern! Ober Vadder weer man nich to Hus, he weer op'n Felln togang'n un wüß noch von nix. Dor sull Peter, de jo op de Stroot speel, em gliek Order bring'n, dat he koom'n sull. „Fieken", seggt Froo Ehlers to ehr Mäken, „roop Peter mol, un schick em gliek no sien'n Vadder henn, dat he koom'n deit, un segg den'n Jung ok, dat he 'n lütt Swester kregen haar."

Na, Fieken jo rut un röppt em. „Peter", seggt se, „loop snell no Vadder, he is op'n Felln, un segg em, dat de Adebor bi uns in'd Hus west is, he harr Di'n lütt Swester bröcht. Dat weer'n lütt feine Deern, segg em man, un Vadder sull gliek no Hus koom'n."

De Lütt stünn dor un reet sien lütt Muul sparrwied op. Dat Kunn he gornich gleuwen, wat Fieken em vertell. Süll dat ok wohr sien? He harr jo gorkeen'n Adebor flegen sehn!
As Fieken em ober nochmol seggen deh, he süll snell toloopen, birrs he los, un lööp, all wat he kunn, de Stroot lang un no'n Felln henn, wo sien Vadder weer.

Ganz ut de Puust keum he dor an, un rööp all von wieden: „Vadder, Du sast ganz schnell no Hus koom'n! De Adebor is bi uns west un hett mi'n lütt Swester bröcht."

„Wat is dat?", seggt sien Vadder, ,,'n lütt Deern hett he uns bröcht? — Jung, dat is jowoll nich meuglich! — Wer hett Di dat seggt?" „Fieken hett mi herschickt un seed, dat weern lütt feine Deern, un Du süst gliek no Hus koom'n."

„Jo, dat mutt ick denn jowoll", seggt sien Vadder. „Ober, segg mi mol, wat hett denn Mudder to de lütt Deern seggt, hett de sick nich dorto freit?

„Ne, Vadder", seggt de Jung, „wo kann de sick frein, de weet jo noch gornix von de Deern. De is jo bi uns in'n Goorn togangn un plückt dor Stickelbeern."
© Friedrich Schnoor,
12.10.16 10:01


Gehört am 9. Oktober 2016 in Hamburg

Bei einem kürzlich in Hamburg stattgefunden Ärztekongress unterhalten sich drei amerikanische Chirurgen bei einer Tasse Kaffee über ihre Arbeit. Ja. sagte einer, er hatte einen Fall auf dem OP Tisch gehabt der war eine Treppe heruntergestürzt und hatte sich beide Beine gebrochen. Dem habe ich so gut wieder hergestellt, dass er bei der Olympiade in Rio als 110 m Hürdenläufer eine Goldmedaille erlaufen hatte. Der zweite Arzt hatte einen Profifußballer auf dem OP Tisch, der hatte sich beide Beine und Arme gebrochen. Bei der Europameisterschaft hat er mit der seiner Mannschaft einen Pokal gewonnen. Ein Langlaufläufer lief über einen Bahnübergang und wurde von einem Zug zermalmt, erzählte der Dritte. Ich hatte nur noch den Hintern und eine gelbe Perücke auf dem OP Tisch. Nach dem ich alles zusammengeflickt hatte, tritt er jetzt als amerikanischer Präsidentschaftskandidat der Republikaner an.
Heiner Fosseck
10.10.16 09:18


Wider dem Vergessen


Lohseplatz.- Hannoverscher Bahnhof. Zwischen 20.05.1940 und 14.02.1945 verließen nachweißbar 20 Deportationszüge den Hannoverschen Bahnhof am Lohseplatz. Der Hannoversche Bahnhof war unweit des ehemaligen Klostertors und Hamburger Hauptbahnhofs. Mindestens 1264 Sinti und Roma und 5848 Juden wurden in Ghettos, Konzentrations- und Vernichtungslager in Ost- und Mitteleuropa verbracht. Fast 90 % der Menschen wurden ermordet oder gingen an den elenden Lebensbedingungen zugrunde. Über Proteste der Hamburger Bevölkerung gegen die Deportationen ist nichts bekannt. Der Gauleiter von Hamburg Kaufmann fragte beim Reichssicherheitsamt förmlich an, ob wegen der fortwährenden Bombenschäden durch Fliegerangriffen auf Hamburg und der dadurch wachsenden Wohnungsnot jüdische Wohnungen freigemacht werden können, indem man die jüdische Bevölkerung in östliche Gebiete verbringt.- Durch Führerbefehl wurde dem stattgegeben..
Es war ein kühler Herbsttag, als wir den jetzigen Lohsepark aufsuchten. Hier wird mit großem Aufwand eine Gedenkstätte und ein Pavillon gebaut. Den Hannoverschen Bahnhof gibt es nicht mehr. Eine Betonschlucht etwa fünf Meter tief und 150 Meter lang, sowie ein Schotterweg sollen an den Bahnhof erinnern. Auf 20 Schautafeln werden die Namen der Deportierten verzeichnet sein. Ein kreisrunder Platz soll an den Vorplatz des ehemaligen Bahnhofsgebäudes erinnern.
Erschüttern ist ein Brief von dem Vater einer jüdischen Familie, der darauf hinwies, dass er von dem deutschen Staat eine Belobigung und einen Orden 1935 bekommen habe, für seine Verdienste im ersten Weltkrieg. Er bittet um die Aussetzung der Deportierung. Das wurde vom Reichssicherheitshauptamt abgelehnt. Die Familie wurde deportiert und verstarb im KZ.
Im Zuge der weiteren Bebauung der Hafencity soll auch die Gedenkstätte fertiggestellt werden.
Heiner Fosseck
9.10.16 19:11


10 Jahre Buchhandlung Korte unter der Leitung von Hiltrud Klose in Blankenese


Die Inkubationszeit mit Neubürgern in Blankenese dauert, wenn man alteingesessenen Blankenesern glaubt, mindestens drei Generationen. Das war einmal. Am 29. September 2016 feierte die Buchhändlerin Hiltrud Klose und ihr Damenteam 10 Jahre in Blankenese. Möglicherweise waren am Anfang Schwierigkeiten zu überwinden, aber dann waren nach ein paar Jahren die Vorbehalte durchbrochen und die Buchhandlung Korte in Blankenese akzeptiert. Das lag auch an Hiltrud Klose selbst, die bei jeder Veranstaltung, ob im Fischerhaus oder Klönschnackfest oder sonst wo mit ihren Bücherstand immer dabei war. Legendär ist ihre Idee, Kinder Bücher besprechen zu lassen. Da werden neue Bücher von Kindern und Jugendlichen kritisch durchleuchtet. Eine wunderbare Sache. Am Donnerstag, den 29. September war es stark windig, aber trocken. Das Geschehen spielte sich draußen vor dem Laden auf der Elbchaussee ab. Viele Kunden und Freunde der Buchhandlung Korte folgten die Einladung von Hiltrud Klose. Erstaunlich viele Herren im gereiften Alter ließen sich Prosecco und Häppchen schmecken. Man kannte sich und die Atmosphäre war familiär. Am Glücksrad für Kinder und ältere von drei bis 80 Jahren wurde fleißig gedreht. Eine nette Veranstaltung. Der Blankeneser Bürger-Verein wünscht Hiltrud Klose und ihren Damen viel Glück und Gottes Segen für weitere erfolgreiche Jahre.
Heiner Fosseck
9.10.16 18:11


Das Dehmelhaus ist neu erstanden


Richard Dehmel Straße 1. Das Haus wurde 1911 von dem Architekten Walther Baedeker für Richard Dehmel als Geburtstagsgeschenk zu seinem 50. Geburtstag übereignet. Unter den großzügigen Spendern waren die auch heute noch bekannten Schriftsteller wie Thomas Mann, Hugo von Hofmannsthal , Arthur Schnitzler sowie Stefan Zweig und viele andere mehr. Während das nachgelassene Werk von Richard Dehmel weitgehend dem Vergessen anheimgefallen ist und der Mensch Richard Dehmel auch kritisch gesehen wird, ist seine zweite Frau Ida Dehmel nach dem Tode Richard Dehmel als Mitbegründerin der GEDOK sehr angesehen gewesen und politisch aktiv in Erscheinung getreten, Während der NS Zeit wurde Ida Dehmel als Jüdin angefeindet und fand durch Suizid 1942 den Tod.

Das Erdgeschoss des Hauses blieb auch nach dem Tod der Dehmels über Jahrzehnte unberührt. Die Nachkommen pflegten dieses Gesamtkunstwerk aus Garten, Haus und Innenausstattung. Es ist in seiner Vollständigkeit ein einzigartiges Zeugnis eines Künstlerhauses von Rang in Hamburg. Nach dem plötzlichen Tode des letzten Eigentümers Claus Großer 2012, kam das Haus in die Hände der Hermann Reemtsma Stiftung. Das Ensemble war in den letzten 10 Jahren durch Verwahrlosung und Verwitterung im Fortbestand bedroht. Die HERMANN REEMTSMA STIFTUNG hat sich zur Aufgabe gemacht, das Dehmelhaus mit Interieur und Garten originalgetreu wiederherzurichten und der Öffentlichkeit in Teilen zugänglich zu machen. Trägerin des Dehmelhauses ist seit Ende 2013 die eigens zu diesem Zweck von der HERMANN REEMTSMA STIFTUNG eingerichtete Dehmelhaus Stiftung. Für 2 Millionen € wurde das Haus von der HERMANN REEMTSMA STIFTUNG originalgetreu restauriert. Tapeten wurden nachgedruckt, Möbel wieder hergestellt. Das Schreibzimmer des Dichter sieht aus, als wenn der Dichter gleich wieder zur Tür reinkommt. Auf dem Kamin steht eine schlanke Vase im Stil der damaligen Zeit. Sie enthält die Asche von Ida und Richard Dehmel. Vor dem Haus wurden goldene Stolpersteine gesetzt. In einem Festakt wurde am 16. September 2016 das Haus eingeweiht. Ein Redner zitierte den Satz:“ Was brauche ich Goethe, wenn ich meinen Dehmel hab“. Ein Danke an alle Beteiligten. Das haben sie gut gemacht. Blankenese hat ein neues Juwel. Ab Frühjahr 2017 wird das Erdgeschoss des Dichterhauses als Künstlerhaus im Rahmen von Gruppenführungen zu erleben sein. Frau Carolin Vogel von der Dehmelhaus Stiftung teilte uns erfreut mit: „Wir konnten in drei Tagen fast 1.000 interessierte Besucher begrüßen. Damit sich das Wiederkommen nächstes Jahr lohnt, werden wir uns in den nächsten Monaten der Erarbeitung einer kleinen Ausstellung widmen. Inzwischen ist das Dichterhaus übrigens wieder bewohnt“.

Heiner Fosseck
9.10.16 17:34


Literaturtage in Blankenese


"Hamburger wilde Küche"Katharina Henne und Lore Otto

Das aufmerksame Pubikum

Zum 7. Male veranstaltet im Garten des Blankeneser Fischerhauses an der Elbterrasse der "Förderkreis Historisches Blankenese" Literaturtage in Blankenese. Wer Autoren live erleben und vielleicht auch signierte Bücher bei Hiltrud Klose von der Buchhandlung Korte erstehen möchte, war am richtigen Platz. Die Sonne meinte es gar zu gut, aber das Publikum war trotzdem zahlreich erschienen, denn gleichzeitig fand europaweit der "Tag des offenen Denkmals" statt. Ronald Holst der "Spiritus Rector" der Veranstaltung teilte in seiner Einführungsansprache dem erstaunten Publikum unter anderen mit, dass das Fischerhaus nicht in eine Stiftung überführt wird und somit die großzügige Finanzierung durch einen Großspender zur Sanierung des Fischerhaus damit obsolet ist. Die Finanzbehörde verkauft keine Immobilien mehr. Die Stadt wird die Sanierung des Blankeneser Fischerhauses selbst durchführen lassen. Signor Garcias, ein spanischer Gitarrenspieler, wird wieder die Pausen musikalisch überbrücken. Rainer Wrage las aus dem Buch „Nuckeldecke“ . Das Buch beschreibt die dem Autor erst spät bekannt gewordene Adoption und die schwierige Aufarbeitung.
In Michael Meisels Buch „Teachware“ wird versucht, den Bildungsnotstand von Hamburg aus zu beheben. Teach-Ware nannte man in den frühen 90-er Jahren die ersten Programme, die in der Lage waren, ihren Nutzern wirklich etwas beizubringen. Ein arbeitsloser Lehrer und ein Werber entwickeln ein Lernprogram, dass auch Junglehrer um Lohn und Brot bringt. Der Autor Meisels hat wie alle Autoren nur 8 Minuten für die Vorstellung ihrer schriftstellerischen Künste. Michael Meisels hatte noch genügend Zeit, um den Publikum zu erzählen, dass Strumpfhose in Dänisch Strømpebukser heißt
Angela Forster ist als Krmiautorin mit Hamburger Lokalkolirit bekannt. Sie stellte ihr neues Buch ”Heidefeuer” vor: Ein Frauenschwarm wird nächtens im Dorfteich von Undeloh tot aufgefunden.. Es wäre sehr gut, wenn man nun wüsste, wer diese Untat verübt hatte. Man sollte das Buch lesen.
Der 84 jährige Dietrich Kuhlbrodt, war Oberstaatsanwlt und Nazijäger, Autor und Intendant. Drehte Filme mit Schlingensief und trat auch schon mal als halbnackter Opa im Fernsehen auf. . Er stellte sein Buch mit den eingängigen Titel "HGICHT" ? vor. Verstanden habe ich leider nichts. Etwas grenzwertig und unverständlich. Ein außergewöhnlicher Mann, der in einem alten Strohdachhaus in Blankenese wohnt.
Glücklicherweise kamen jetzt die Autoreninnen Katharina Henne und Lore Otto zu Wort. Hamburger wilde Küche. Wenn Liebe durch den Magen geht und ”Der Genuss der Nachhaltigkeit”. Das Buch handelt über ”die neue Liebe zu Wildkräuter und Wildfrüchten”. Baumblättersalat und Brennnessel-Tee werden beschrieben und was man essen kann und was man im Wald und Flur besser stehen lassen sollte. Das Buch war bei Hiltrud Klose der Bestseller.
Der Journalist, Buchautor und Kapitän Helmut Schwalbach ist in Blankenese gut bekannt. Da ist es nicht abwegig, dass er ein Buch schreibt ”Von Willkommshöft zum Olympia-Gelände.”. Er schreibt sachkundig über italienische Mahagonijachten, Fahrradfahrer und ihre unterschiedlichen Allüren. Langläufer trift er an der Elbe und Blankenese kommt auch im Buch vor.
Rechtsanwalt a.D. Dr. Wolf-Dieter Hauenschildt hat aus seinem Buch gelesen: ”Wir brauchen nicht mehr Demokratie sondern Demokraten”. Hauenschildt meinte damit mehr aktive Demokraten. Alle Gewalt geht von Volke aus, doch wenn man zusammen rechnet sind es höchstens ein paar Prozente der Bevölkerung die sich aktiv in die Politik einmischen. Eine Mahnung an uns alle, die immer nur auf die da oben schimpfen und meckern.
Die Autorin Karin Buchholz wurde sinnigerweise in Buchholz geboren und lebt in einem aufgelassenen Leuchturm bei Flensburg. Sie beschreibt in ihren Buch ”Stadtgezeiten” ihre Gedanken beim Jahrewechsel 2015. von Eisschollen, Kälte und Schneetreiben wird erzählt, während wir in der prallen Sonne schwitzen. Das volle vergangene Jahr hatte viele Löcher. Eine banale und etwas melancholische Erzählung.
Der 1953 geborene Andreas Grewe schreibt wunderbare Lyrik. Er fährt mit seinen Lastenfahrrad durch Hamburger Stadtteile. Billstedt, Harburg und Bahrenfeld. Ätzende Kritik an seelenlose Häuserschluchten und Bausünden wie die Ost- West – Strasse. Dichter an Bahrenfeld oder Dichter am Abgrund sind Titel seiner Dichtungen. Großer Aplaus und mein Favorit.
Der Autor und Journalist Elmar Schnitzer wohnt in Blankenese und ist auf dem Hund Kalle gekommen. So ist es auch nur richtig, wenn der Titel seines Buches ”Kalle für Alle” ist. So wird eine Auseinandersetzung geschildert, in der der gute Hund ein Häufchen macht und Herrchen und Hund mit einem Hundefeind sich verbal bekriegen. Gottes Segen über unser Land und deren Bewohner, das sich noch über Hundescheiße aufregen kann und darüber noch Bücher schreibt.
Dr. Franz Waschkuhn beschreibt in seinen Buch: Die ”Reise nach Föhr” die Zeiten nach 1945. In seinen auch ihm zugebilligten acht Minuten Lesezeit, wird aus seinem Buch von einem Kaffeeklatsch bei einer Altnazifrau berichtet. Diese Nazifrau fragt die Jüdin, nach ihren Mann. Der wurde in Theresienstadt ermordet. Dies alles wird aus der Sicht eines 6 jährigen erzählt.
Prof. Klaus Püschel und Betina Mittelacher lesen aus ihren Buch ”Tote schweigen nicht”. Püschel ist Leiter des Instituts für Rechtsmedizin Hamburg. Das Gruseln kann beginnen. Püschel zeigt uns, wie der Bauch mit einem Schnitt geöffnet wird. Sein bester Fall ist der Fall Störtebeker. Ein Schwerverbrecher der vor über 500 Jahren in Hamburg enthauptet wurde. Den Schädel mit einem großen Nagel in der Schädeldecke hatte er bei sich.Rechtsmedizin ist Opfermedizin sagt er. Jeder 2. Totenschein ist fehlerhaft.
Der Autor Gino Leinweber ist Vorsitzender der Hamburger Autorenvereinigung. Er schreibt Reisebücher und ist Fan von Ernest Henningway und erzählt uns über die Orte der ”Nick Adams Stories”.
Das war der letzte der Autoren. Ich werde im nächstem Jahr wohl wieder dabei sein. Bei den dann 8. Literaturtagen im Fischerhaus Blankenese.
Heiner Fosseck

Prof. Klaus Püschel und der Totenschädel mit Nagel
13.9.16 17:13


Blankenese unplugged?



Glosse
Blankenese unplugged?
Man kann immer noch dazu lernen. Auch wenn man gemütlich im Häuschen des Blankeneser Marktes bei Silvia Both zu viert zusammen sitzt. Am Samstag, den 10. September ist hier auf dem Markt eine Veranstaltung „Blankenese unplugged“!?? Was ist anplacket ? Kennen wir nicht. Ja, das ist ein gemeinsames Abendessen bei Kerzenschein. Warum dann unplugged? Das ist neudeutsch und das kirchennahe Zukunftsforum Blankenese wendet sich wohl hauptsächlich an die Blankeneserinnen und Blankeneser dessen Bildungshorizont über den Durchschnitt liegt. Unplugged - schnell mal bei Wikipedia nachgeschaut,- heißt Stecker raus (aus der Steckdose). Aha! Alle kommen mit Kerzen, Windlichter , Brot, Wein und etliche wunderbare Zutaten, sitzen zusammen und sparen Strom und verzehren die mitgebrachten herrlichen Nahrungsmittel und die süffigen Getränke, die aufwendig mit viel Elektroenergie hergestellt werden. Alles ist gut.
Gerade kommt Uwe Lühmann und bringt uns den von Silvia Both gespendeten „Coffee to go“.
Heiner Fosseck
9.9.16 13:13


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