Ein Baum im Hirschpark. Hoffentlich bleibt er uns noch lange erhalten.
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Links Hamburg, rechts die Nordsee, vorn Finkenwerder und hinten bald Dänemark. Um uns Blankenese. Über uns der Himmel. Unter uns die Elbe. Und wir: Mitten drin! Wolfgang Borchert

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Auslaufparade der historischen Schiffe aus dem Hamburgeer Hafen 2017

Der 7. Mai 2017 war ein angenehmer Maientag. Westlicher kühler Wind und Sonne, machte Laune Der Blankeneser Bürger-Verein lud zur Auslaufparade auf die Barkasse „Viktoria“ ein. Wie schon der Name verrät, ist das Schiff wohl über 100 Jahre alt. 140 Passagiere gingen in Teufelsbrücke an Bord. Herr Helmut Wichmann vom Vorstand des BBV begrüßte die Fahrgäste und dann ging es in Richtung Landungsbrücken. Etwa 100 Schiffe in vier Startgruppen sollen an der Auslaufparade teilnehmen. Zuerst kam uns das große Hapag - Lloyd Containerschiff „Cartagena Expreß entgegen. Klaus Schade informierte uns, dass das Schiff 330 m lang und 48 m breit sei. Das muss nicht alles stimmen, aber man sei an der Wahrheit nah dran, meinte er. Auf dem Lotsenschoner Atalanta aus Wismar, war Klaus Schade mal Kaptein und Herr gewesen und der Traditionssegler wurde von uns deshalb mit einem dreifach „Hipp,Hipp Hurra“ begrüßt. Die Atalanta tutete dreimal zurück. Danach kam das älteste fahrbereite Feuerschiff Elbe 3, gebaut 1898 ,uns entgegen. Das Schiff kennt jeder richtige Hamburger, liegt es doch im Museumshafen Övelgönne. Die kaum jüngere Schaarhörn, ein Dampfer mit bewegter Vergangenheit, ist im Hafen bekannt wie ein bunter Hund. Fährt das schmucke Schiff für Geld als Ausflugsdampfer Passagiere auf der Elbe spazieren. Bei Blohm und Voss lag im Dock ein Containerfrachter mit abgebauten Propeller. „Einmal Rasieren und Haareschneiden“ nennt Klaus Schade das Auffrischen des Containerschiffes mit Farbe und Rost entfernen. Das Führungsschiff „Mir“ wurde vorne und hinten mit Schlepperhilfe bugsiert.. Die weiße Viermastbark mit der markanten blauen Bauchbinde am Rumpf ist die Krusenstern , die frühere „Padua“ der Reederei F. Laeisz. Nun wurde das Gedränge auf der Elbe immer enger und bunter. Hier die schöne Artemis, dort die Barkasse „Lüneburger Heide. Dann die winzige Dampfbarkasse Mathilda. Überall zwei- und dreimast - Segler, meist aus Holland. Drei Schiffe der Aidas Gruppe lagen an verschiedenen Stellen im Hamburger Hafen Die Nautikerin, Frau Masuch ,von der Hamburger Hafenleitung hatte das ganze Schiffsgewimmel im Griff.. Über UKW hörten wir, wie Frau Masuch anwies, dass alle kleineren Segler, die weniger als vier Knoten liefen an die Kannte fahren sollen. Beim Start wurde der Countdown runtergezählt. Dann sollen alle Schiffe dreimal Signale geben. Was eine Kakophonie von Tönen und Pfeifen auslöste. Der Versorger „Bonn“ der Bundesmarine lag groß und mächtig vor dem Magdeburger Hafen. Die haben alles am Bord, was die Marine im Einsatz benötigt. Von Nahrungsmittel und Toilettenpapier bis zum kompletten Lazarett ist alles an Bord. Auf der rechten Seite der Elbe standen Menschenmassen bis zum Stintfang hoch. Bei uns an Bord herrschte eine gelöste Stimmung. Man kannte sich und man hatte viel zu erzählen. Das Bedauern über die dicht gedrängten Menschenmassen auf den St. Pauli Landungsbrücken hielt sich in Grenzen. Die Kogge UBENA aus Bremen , ein Nachbau der vor Jahrzehnten in der Weser gefundenen Schiffwrack kam uns entgegen. Die Zeit verging im Fluge und um 19 Uhr kamen wir wieder in Teufelsbrücke an.Dank an Helmut Wichmann und den Blankeneser Bürger-Verein für die Organisation dieser dreistündigen Fahrt auf der Elbe am Hafengeburtstag.

Heiner Fosseck
12.7.17 08:46
 



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