Ein Baum im Hirschpark. Hoffentlich bleibt er uns noch lange erhalten.
  Startseite
    Blankenese
  Über...
  Archiv
  Abonnieren
 

Links
  Blankenese


Links Hamburg, rechts die Nordsee, vorn Finkenwerder und hinten bald Dänemark. Um uns Blankenese. Über uns der Himmel. Unter uns die Elbe. Und wir: Mitten drin! Wolfgang Borchert

http://myblog.de/rene.kessov

Gratis bloggen bei
myblog.de





 
Auszug aus dem Logbuch der „Odin

Auszug aus dem Logbuch der „Odin“ vom Mittwoch, den 4. August 1852 – bis Dienstag den 17. August 1852
Die Schonerbrigg „Odin“ erbaut im Jahre 1840 von Th. Schönau in Randers ursprünglich mit 52 CL bzw. 105 RT vermessen und führte die Nummernflagge Z 27. Sie gehörte H.H. Eggers in Randers und wurde von Hans Breckwoldt (1815 – 1860) geführt. Um 1850 erwarb Hans Breckwoldt das Schiff und H.P. Bohn (1835 – 1866) übernahm die Führung. Am 29. Mai 1866 kaufte E.T. Meyer & Co in Hamburg das Schiff und im selben Jahr ging es mit Mann und Maus verschollen.
Der Blankeneser 2-Mast Schoner „ Odin“ brach am 4. August 1852 in Hamburg zu einer Reise ins Norwegische Tromsö auf. 13 Tage beötigte das Segelschiff allein bis Helgoland. Wie man sich das vorzustellen hat ließ sich im Logbuch der Reise. Die eigenwillige Schreibweise wurde weitgehend beibehalten.
Mittwoch den 4. August 1852 machten wir des Morgens um 7 Uhr die Ketten los und hielten aus den Hamburger Hafen. Segelten mit SO Wind bis zur Zolljacht, wo wir unser Schiff durch eine Trosse auf einen Boye befestigten..Die Schaluppe von der Zollyacht brachte uns noch 2 Kisten Pulver an Bord, die wir sogleich in Raum setzten. Um 10 und 1/2 Uhr kam der Capt. an Bord. Wir machten unsere Trosse los ,und trieben nach Altona, wo wir unseren Proviant an Bord nahmen. Wind SW, mitunter Regen.
Donnerstag, den 5. August holten noch mit das Boot Proviant an Bord.,als das Boot an Bord kam und das Proviant übergenommen hatten wollten wir das Anker lichten wurden aber daran gehindert, indem uns 2 englische Briggs vor dem Bug kamen. Unser Anker ging mit und trieben alle gegen Schlang? Strand oder Sand? Wir hatten viel Arbeit, um wieder frei zu kommen. Bekamen aber keinen Schaden.Als wir wieder frei waren setzten wir unser Topsseil lichteten das Anker und trieben an Altona vorbei.Wo wir wieder zu Anker gingen und Steinkohlen an Bord nahmen. Mit hohes Wasser setzten wir alle Segel und lichteten Anker. Um 10 ½ Uhr kamen wir bei Teuflsbrück am Grund wo wir die Nacht sitzen mußten, machten die Segel fest
Freitag, den 6. august lichteten mit hohes Wasser den Anker wieder und trieben auf tiefes Wasser wo wir den Anker fallen ließen. Wind SW frische Briese genügend Lenz.. ( wenig Wasser im Schiff ? Oder Freizeit?)
Sonnabend, den 7. August verrichteten Schiffsarbeit ruhigen Lenz. Wind SW-
Sonntag, den 8. August steckten noch etwas Kette Wind SW frische Kühlde.(Kühle,Kälte?)
Montag, den 9. August füllten die Wasserfässer und zurrten unsere Ladung fest im Raum guten Lenz Wind W. Abends holten den Capt. sein Zeug an Bord.
Dienstag, 10. August des Morgens still des Nachmittags Gewitter mit viel Regen und tüchhtiger Brise mit ebener Kühlde.Wind W Wache jung Leute.
Mittwoch , d. 11. August helles und schönes Wetter Wind SW frische Kühlde.Besetzen die Wache mit einen Mann.
Donnerstag 12. August des Morgens Wind südlich frische Kühlde. Des Nachmittags Sturm. Bringt viel Regen. Besetzen Abend mit 1 Mann.. (Wache)
Freitag, 13. August Wind südlich Sturm bewölkte Luft, mitunter Regen ruhiger Lenz. Besetzen des Abend die Wache mit 1 Mann.
Sonnaben, den 14. August ???
Sonntag,, 15. August Schönes Wetter und helle Luft. Wind südlich guten Lenz . Dicht Schiff. Des Nachmittags lichteten wir Anker und gingen unter Segel. Wind SO rasche Kühlde als wir bei Schulau kamen. Lief der Wind westlicher und siller. Wir gingen des Abend 9 Uhr bei Stade vor Anker und machten Segel fest besetzten die Wache um 9 ½ Uhr. Des Nachts viel Regen und nördlicher Wind.
Montag, den 16. August gingen wir mit nördlichen Wind unter Segel. Flaute Kühlde, lavierten uns nach Colmar, wo wir wegen Fluth ankern mu0ten.Um 11 1/2 Uhr trieb unser Boot mit dem Strom weg.Wir mußten den Anker lichten und hin mit dem Schiffe das Boot wiederholen.Um 5 Uhr mit hohem Waseer lichteten das Anker und lavierten nach der Bösch? Wo wir um 10 Uhr vor Anker gingen. Machten die Segel fest und setzten die Wache mit 1 Mann. Wind südlich still.
Dienstag, den 17. August um 4 Uhr unter Segel mit südlichen Wind. Ebene Kühlde. Um 6 Uhr setzten wir das Boot ein, und die Anker fest.. Um 7 Uhr setzten die Breitfock bei passieren Cuxhaven. Um 10 ½ Uhr passierten wir das große Feuerschiff . Um 8 Uhr peilten wir Heiligenland (Helgoland.) Wind SO Curs NwzN.
Abgeschrieben Heiner Fosseck
4.10.17 18:53
 



Verantwortlich für die Inhalte ist der Autor. Dein kostenloses Blog bei myblog.de! Datenschutzerklärung