Ein Baum im Hirschpark. Hoffentlich bleibt er uns noch lange erhalten.
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Links Hamburg, rechts die Nordsee, vorn Finkenwerder und hinten bald Dänemark. Um uns Blankenese. Über uns der Himmel. Unter uns die Elbe. Und wir: Mitten drin! Wolfgang Borchert

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Elbe-Este-Projekt


Der Fährdampfer Lortzing in der Estemündung. Ohne das Sperrwerk
Kapitän und Lotse a.D. Klaus Schade hat mir mitgeteilt: Barkassen sind größere Boote auf Kriegsschiffen zur Personenbeförderung. Die nur ein Deck hatten und aber ein Dach haben konnten. Siehe die bekannten Barkassen im Hamburger Hafen. Die Schiffe der Estelinie waren größer hatten sehr wohl zwei Decks, wenn auch die Decks meist nicht durchgehend waren. Hart an der Grenze zur Barkasse. Cranzdampfer ist wohl der richtigere Ausdruck, wenn auch sie keine Dampfmaschine hatten. Alle Klarheiten beseitigt!

Die Mutter von Karl Lagerfeld hatte mal zum Sohn gesagt:“Hamburg ist das Tor zur Welt. Aber auch nur das Tor!“ So war es denn der Vorstandsvorsitzende des Blankeneser Bürger-Vereins, der treffend meinte: „Hamburg ist das Tor zur Welt, aber nicht nach Blankenese. Er bezog sich in einem Artikel in der Zeitung Elbe Wochenblatt auf die Initiative „Projekt Elbe-Este-Projekt“ unter Führung der sehr aktiven Blankeneserin Monika Lühmann. Frau Lühmann trommelte im Herbst 2013 diverse Interessierte aus Bürgervereinen, Politik und Interessengruppen aus Hamburg, Buxtehude, Altes Land und Schleswig/Holstein zusammen. Das Thema war die fehlende verlässliche Fähranbindung zwischen Landungsbrücken, Blankenese und Cranz. Buxtehude, Stade und Jork haben ihre Altstädte in den letzten Jahren aufgehübscht und saniert. Im Alten Land, das sich für die Anerkennung als Weltkulturerbe bewirbt, wird intensiv auf Tourismus gesetzt. Auf der Este sollen zukünftig regelmäßig Fahrten mit Flachbooten verkehren. Der Bund hat sich bereiterklärt, dass die Este und die Estemündung kontinuierlich ausgebaggert werden. Dem Niedergang der Gastronomie in Cranz/Neuenfelde soll Einhalt geboten werden. Eine jüngst gegründete Bürgergruppe in Cranz/Neuenfelde meldet sich lautstark zu Wort, um eine verlässliche Fährverbindung Cranz/Neuenfelde zu erreichen Die HADAG, ein Unternehmen der Stadt Hamburg, hatte vor etwa neun Jahren den Fährverkehr auf der Elbe zwischen Hamburg und Blankenese eingestellt. Die Fährverbindung zwischen Blankenese und Cranz/Neuenfelde wurde im Winterfahrplan auf nur wenige Abfahrten am Tag ausgedünnt. Im Sommer war die Fähre alltags im HVV-Tarif zu benutzen. Samstags und sonntags mussten für die knapp drei Kilometer breite Überfahrt über die Elbe von Blankenese nach Neuenfelde für zwei Erwachsene mit Rädern für die Hin- und Rückfahrt 18 Euro berappt werden. Das macht der Normalbürger nur einmal.
Nachdem nun das große Rauschen im Hamburger Zeitungsblätterwald begann, die die Forderung der Initiative nach einer verlässlichen Fähranbindung nach Blankenese und Altes Land guthießen und somit unterstützten, veröffentliche die HADAG die Meldung, dass man ab April zweimal täglich zu kostendeckenden Preisen über Blankenese per Schiff zur Lühe fahren werde, um somit den „Kessel vom Feuer“ zu nehmen. Frau Lühmann ist nun der Meinung, dass dies völlig unzureichend sei. Die HADAG lässt auf Anfrage gebetsmühlenartig verlauten, dass es für den Bürger und Steuerzahler in Dulsberg und Eppendorf nicht zu vermitteln sei, dass eine weitere Fährlinie vom Staat Hamburg bezuschusst wird und außerdem möchte die HADAG keine Konkurrenz für privat betriebene Passagierschifffahrt im Hamburger Hafen und auf der Elbe zulassen. Die HADAG sieht ihre Aufgabe nicht im Befördern von Touristen im Hafen und auf der Elbe. Die HADAG ist immer noch der Ansicht, dass sie Pendler und Arbeitnehmer an ihre wassernahen Ziele bringen muss. Dabei sollte die HADAG wissen, dass sie schon längst einen Großteil Touristenverkehr bewältigt. Die meisten dieser Touristen sind Hamburger. Das alte Lied: hier subventionierter Staatsbetrieb, dort privatwirtschaftlich betriebene Passagierschifffahrt, die Geld verdienen muss. Nun glänzt die Führung der HADAG nicht mit Eloquenz, wie man in der Vergangenheit erfahren hatte.
Hat man zu wenige Fahrgäste wird die Linie eingestellt. Hat man zu viele Fahrgäste lässt man die Passagiere mit der Polizei von Bord holen, wie im letzten Sommer an einem guten Sommertag zu beobachten war. Großereignisse, wie evangelischer Kirchentag in Hamburg oder Hafengeburtstag kommen immer so plötzlich. An mögliche Taktverdichtung der überlaufenden Fährlinie nach Finkenwerder hätte man früher denken können. Hamburg Port Authority ist auch der Ansicht, dass sich eine Fährverbindung nach Blankenese nicht lohnt. Dabei hält sie die nötigen Anleger bis Schulau vor. Aber die HPA lässt auf den Anlegern Gastronomen schalten und walten, die dann den Anleger, wie in Teufelsbrück und Blankenese zu sehen ist, mit ramponierten Bierbänken und Tischen vollstellen.
Jetzt ist mal wieder die Hamburger Politik gefragt. Einige der Parteien im Hamburger Rathaus haben sich schon für eine Fährlinie nach Blankenese und darüber hinaus stark gemacht. Ob man hier eine Lösung findet? Den schwarzen Peter hat die Politik jetzt allemal.
Heiner Fosseck
11.2.14 16:11
 



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