Ein Baum im Hirschpark. Hoffentlich bleibt er uns noch lange erhalten.
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Links Hamburg, rechts die Nordsee, vorn Finkenwerder und hinten bald Dänemark. Um uns Blankenese. Über uns der Himmel. Unter uns die Elbe. Und wir: Mitten drin! Wolfgang Borchert

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OSZE Tagung in Hamburg Eindrücke des normalen Bürgers

Eine Armee von Polizisten. 13 000 Mann stark. Absperrung ganzer Stadtteile.Weihnachtsmärkte in der Innenstadt von Sicherheitskräften umzingelt. Das waren die Schlagzeilen.
Ich sitze zu Haus in Hamburg - Blankenese und bekomme von alldem nichts mit. Wenn man bedenkt, daß vor Jahrzehnten Kennedy und Konrad Adenauer im offenen Wagen durch Berlin gefahren sind. Was hat sich die Welt verändert. Hamburger Bürger, die vorne an der Front des Geschehen wohnen haben aufgeschrieben, was sie erlebt haben.
Heiner Fosseck

Christel Steiner schrieb:
Ich habe noch nie so intensiv wie die letzten Tagen meine Stadt wahrgenommen, darum hier ein kleiner Bericht völlig wertfrei jeglicher politischer Beurteilung.

Zum Verständnis; ich wohne „auf dem Kiez“, Endetage,rundum Panoramablick, vorne das lebendige Geschehen, „um die Ecke“ große Laubbäume, deren Wipfel bis ans Fenster reichen, (Morgensonne))

Alle wissen, dass wir die OSZE zu Gast hatten; da ich nach wie vor Autofahrerin aus Leidenschaft bin, alle meine Touren mit meinem „Laufschuh“ SMART (12 Monate Rollator und Gehhilfen – Vergangenheit!!! - ) unternehme, hatte ich einen besonderen Eindruck der letzten Tage, denn meine Wege führten mich Richtung Eppendorf über die Schanze/Eimsbüttel, Farmsen durch die Stadt. Ehrlich gesagt, wenn man ein wenig stadtkundig ist, dann hatte man keinerlei Behinderungen. Die Querverbindungen und das direkte Messegelände habe ich mir gleich geschenkt, kein Problem bei den Möglichkeiten, die wir haben.

Da war ich wesentlicher betroffener, als ich zu meiner Wassergym. nach Schnelsen fuhr. Den Mittwoch war ich direkt betroffen am Beginn der Kieler Str., alle 3 Spuren wurden stadtauswärts gerade von Polizeiautos gesperrt, warum? Keine Information. Im Radio erfuhren wir Betroffenen, dass in Stellingen ein Wasserrohrbruch der Verursacher ist. Ich mache es kurz, die Abblegmöglichkeiten waren entweder in Windeseile verstopft oder weiter Richtung Stellingen schon gesperrt. Also zunächst kein Entrinnen. Dank meiner Ortskenntnisse fand ich ein Schlupfloch und war nur „45“ Minuten auf der Kieler Straße. Um dem Chaos weiträumig zu entgehen, mußte ich weit hinter der Frohmestraße (Ausfahrtstraße in Schnelsen) meinen Weg suchen.

Diese Tagungstage waren dagegen richtig entspannt. Meinen Zahnarzttermin in Eimsbüttel am Mittwoch habe ich problemlos eingehalten. Einzige Störung; 2 Hubschrauber kreisten stehend in der Luft laut knatternd, das war schon recht laut. Wie ich gehört habe, will man daran arbeiten bis zum nächsten Jahr.

Mittwochabend gegen 20.30 plötzlich Blaulicht bis in meine Wohnung und Sirenengeheul nicht endend. Blick aus dem Fenster: Die Helgoländer Allee von unten bis oben eine Wagenkolonne Mannschaftswagen der Polizei Kurs Schanze. Da hatte ich richtig ein mulmiges Gefühl und kontaktierte meinen Patenoffizier, der als Sicherheitsoffizier Dienst hatte in den Messehallen. Antwort: wir wissen nur, alles ruhig, Demo statt erwarteter 200 jetzt ca. 1500. Gott sei Dank ist es ja auch so geblieben.

Und nun der Knüller!!! Mein Adapter vom Laptop gab seinen Geist auf und ich dachte, fahr `mal zu Saturn in die Stadt, 5 Autominuten mit Glück!

Nicht zu fassen – freie Straßen, Parkplätze im Parkhaus reichlich vorhanden, entspanntes Personal, und einen Adapter zum Sonderpreis! Da sind die Straßen hier beim Heimspiel von St. Pauli und Hamburger Dom wesentlich gestopfter.

Da sag noch einer, wir Hamburger können nicht mit Herausforderungen umgehen! Dank an meine Mit-Hanseaten, und ein Tipp an die Schwarzseher: abwarten und Tee trinken.

Ingke Tjebbes schrieb:
Aber schön, dass es im Großen und Ganzen ruhig blieb. Ich bin am Donnerstag mit dem Rad an der Alster lang zu einem Arzt gefahren , genau gegenüber dem Elysee an der Moorweidenstraße. Eine Freundin meinte `´bloß nicht, alles abgesperrt, Räder werden kontrolliert wegen versteckter Bomben.`´ Natürlich alles Unsinn, nur Polizeiboote kontrollierten das Gewässer und sprachen mit einem Obdachlosen, der mit seinem gesamten Hab und Gut auf einer Bank saß. Es waren kaum Autos zu sehen, sie wurden alle umgeleitet. Der Mittelweg war ziemlich zu.
Viele Grüße
Ingke
11.12.16 12:45
 



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