Ein Baum im Hirschpark. Hoffentlich bleibt er uns noch lange erhalten.
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Links Hamburg, rechts die Nordsee, vorn Finkenwerder und hinten bald Dänemark. Um uns Blankenese. Über uns der Himmel. Unter uns die Elbe. Und wir: Mitten drin! Wolfgang Borchert

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Een Erinnerung an mien`Lebens scheunste Stün`n : Gedicht von Freddy Schoor

Een Erinnerung an mien`Lebens scheunste Stün`n

As Hamborger Jung, na is doch kloor,
Dat as Matros` to See ick fohr.
As Junggast, ooh, wat weer dat scheun!
Heff ick de ganze Welt besehn.
In Westen, Osten, Süden, Norn`,
Un ok son` teinmol um Kap Horn,
Heff mit mien Schipp ick seilt un fohrn,
Bitt wi Beid een Wrack weern mit de Johrn.
Doch leewt noch de Erinnerung
An Tieden, as wi noch frisch un jung,
In Hamborg wedder lan`n deden,
In`n Hoben denn vör Anker leden.
Denn gung dat no St. Pauli dool,
Henn no uns oles Stammlokol,
No de Aktien in de Dubenstroot,
Dor seeten gemütlich wi un good.
Dor hebbt wi denn un`s Ankunft fiert,
As sick`t för Hamborger Jungs gebührt;
De Wirt, Böttcher, heet de Mann,
Sleep ümmer frische Halbe rann.
Sankt Pauli Export, ok woll Kristall,
dat fehlt de ganze Reis`uns all.
Hier kregen wi endlich unsen Willn,
Kun`n unsen Döst mol wedder stilln.
So seeten wi bit in de Nacht,
an een Anbordgohn wör nich dacht,
Noch ümmer geeft`n frische Runn,
„Den`n Glücklichen, den`n sleit keen Stun`n.“
So seed de Spruck dor an de Wand;
Jo jo, dat is mi noch bekannt,
Mi is`t, as wenn dat hüt noch weer,
Un is so lange Johrn all heer.-
Wat weer`d doch för een herrlich Tied!
Wat süht dat anners ut doch hüt,
Nu, wo uns Knooken krank un möör,
Hebbt wi in Hamborg keen Hüsung mehr.-
Köönt uns, man mutt binoh sick schäm`n,
Nich mol een Seidel Beer mehr tool`n,
De Rente reckt nich henn nich heer,
Se reckt nich mol to`n Leben mehr.-
Doch möt wi in Geduld uns foten,
Un jo den`n Kopp nich hang`n loten.
Dat Leben is all so, so sweer.
Dörch Sorgen ward dat blot noch mehr.

Wat ick ut mien Erinnerung
heff hier to`n Besten geben,
Un`n Ihn`n geef dorvon nu Kun`n,
Ut mien`es Lebens scheunste Stun`n,
Ick much, dormit will ick denn ok sluten,
Wohn in Lau`nborg nu dor buten,
Un weern mien Knooken nich so möör,
In un`s Stammlokol wedder sidden
Bi`n Seidel Sankt Pauli Beer!-
Von all dat Schrieben deit de Hand mi weeh
Nu besten Gruss an de Sankt Pauli Broeree!
Blieft All gesund un hollt Jug bi Humor
In ole Tru,
Jug Friedrich Schnoor

Lauenburg/Elbe 1952




Lauenburg/ Elbe 1952
*Schiffsjunge (genannt „Moses“)
28.1.17 18:19
 



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