Ein Baum im Hirschpark. Hoffentlich bleibt er uns noch lange erhalten.
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Links Hamburg, rechts die Nordsee, vorn Finkenwerder und hinten bald Dänemark. Um uns Blankenese. Über uns der Himmel. Unter uns die Elbe. Und wir: Mitten drin! Wolfgang Borchert

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Andre Rieu und das Johann Strauß Orchester in Hamburg



Einmal wollten wir Andre Rieu live erleben und als er nun mit seinem großen Orchester am 22. Februar 2017 auch nach Hamburg in die Arena im Volkspark kam, gab ich die 67 € für eine Eintrittskarte aus. Wir waren rechtzeitig vor Ort und um den richtigen Eingang zu finden, mussten wir im Dunkeln einmal um die Arena tapern. Die Arena war mit geschätzten 7000 Besuchern gefüllt. Pünktlich um 20 Uhr marschierten Rieu und seine Musiker und Sänger ein. Die Damen in blauen und rosafarbigen Tüllballkleidern und die Männer im eleganten Anzug. Wir saßen im Innenraum wohl 50 m von der Bühne entfernt auf Klappstühlen. Gottseidank gab es zwei übergroße Videowände, wo man das Geschehen auf der Bühne erkennen konnte. Das Bühnenbild hinter dem Orchester war auch übergroß und wechselte je nach dem, welches Thema das Orchester spielte . Mal spielte ein Zitherspieler das Thema aus dem „dritten Mann“ und ein herrliches Bild vom Riesenrad im Prater in Wien wurde eingespielt. Die Technik von Bild und Ton waren Bewunderns würdig. Alles war perfekt. Bis auf das Publikum im Saal. Das saß etwas bräsig auf den Klappstühlen. Mal wurden wir aufgefordert zum Klatschen und zum Mitsingen. Das war etwas dürftig. Es stellte sich heraus, dass viele aus Nah und fern angereist waren und das siebte oder achte Jahrzehnt schon erreicht hatten. Ja, das von der eingängigen Musik beseelte Publikum in Mexiko-City oder in Südamerika ist mit den Hamburgern nicht zu vergleichen. Aber als der Walzer „An der blauen Donau“ erklang, da tanzten doch einige Paare in den Gängen. Frank G. rettete die Ehre für Hamburg und überredete seine etwas zögerliche Lebenspartnerin zum fulminanten Walzertanz. Ravels „Bolero“ wurde gekürzt gespielt, aber durch ein dramatische Videobild unterstützt. Zum großen Finale brach ein riesiges Flammenmeer mit der Musik schlagartig zusammen. Wunderbar! Beim Sportpalastwalzer wurde ordentlich mit gepfiffen. Das tröstete Rieu und er erzählte, dass seine Heimat Maastricht sei und er dort wohne. Es wäre eine schöne Gegend. Dies erzählte er dreimal. Nun waren die Zuschauer so langsam aufgetaut. Eine blutjunge Sängerin sang so eingängige Lieder wie “Deine Lippen küssen so heiß“ und „Wenn du denkst der Mond geht unter“. Zum Radetzky-Marsch marschierten wir zum Schluss aus dem Saal, während viele Besucher noch „Zugabe“ riefen. Aber wir wollten nicht in das große Gewühl kommen und waren tatsächlich vor Mitternacht im Haus.
Heiner Fosseck
23.2.17 11:58
 



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