Ein Baum im Hirschpark. Hoffentlich bleibt er uns noch lange erhalten.
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Links Hamburg, rechts die Nordsee, vorn Finkenwerder und hinten bald Dänemark. Um uns Blankenese. Über uns der Himmel. Unter uns die Elbe. Und wir: Mitten drin! Wolfgang Borchert

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Blankenese first?


Mit Bismarck und den Preußen fing es an. Haben die Blankeneser doch jahrhundertelang gut und gerne unter dänischer Flagge und Oberhoheit gelebt. Dann kamen die Feldzüge der Preußen und Österreicher nach Schleswig und Holstein und so wurden die Blankeneser erst Österreicher und zwei Jahre später kamen sie unter Preußische Flagge und 1871 waren sie Untertanen im preußisch dominierten Deutschen Reich. Das war ein herber Eingriff in die Lebenswelt der Blankeneser
Knapp 150 Jahre später hat sich in Blankenese viel verändert. Nicht so viel, dass man Blankenese nicht wieder erkennen würde. Ja, konservativ und auf das Althergebrachte beharrend sind die Blankeneser immer noch. Doch viele sind von auswärts hier zugezogen. Stolz ist man auf die Vergangenheit. 170 Segelschiffe waren einst in Blankenese beheimatet. Heutzutage kann ein größerer Containerdampfer eines Reeders aus Blankenese mehr als das Doppelte der gesamten damaligen Blankeneser Segelflotte in einem Zehntel der Zeit transportiert werden. Missmut erregt auch heute noch, dass Blankenese mit dem benachbarten Bauerndorf Dockenhuden zusammengelegt wurde und nach weiteren eineinhalb Jahrzehnten, kam man zu Altona, das bald in das ungeliebte Hamburg eingemeindet wurde. Mit der Blankeneser Segelschifffahrt und der Fischerei ging es mehr oder weniger zu Ende. Aber Blankenese wurde trotzdem immer wohlhabender, denn es zog betuchte Hamburger auch in das kleine Bergdorf an der Elbe. Damit kamen auch manche Probleme. Nicht nur , dass in jedem erreichbaren Garten, ein SUV oder sonst ein Bolide steht, auch im Ortskern muss neuerdings Parkgeld für das Aufstellen der Fahrzeuge gelöhnt werden. Das Ortsamt befindet sich nicht mehr im Gossler Haus. Heiraten konnte man schon seit langer Zeit in Blankenese nicht mehr. Zum Heiraten ond entheiraten müsste man nach Altona. Gott sei Dank hat man die Blankeneser Kirche im Dorf belassen. Das Finanzamt wurde unweit des Affenhauses von Hagenbecks Tierpark nach Stellingen verlegt. Das stört die Blankeneser weniger. Mehr irritierten die Blankeneser die Umtriebe auf dem Krähenberg in den siebziger Jahren. Dort war eine junge Frau mit Mann und zwei Töchtern zu Hause, die in ihrem Haus auf der Ferdinand`s Höh fröhliche Versammlungen abhielt, zu dem linkes Volk aus Künstler-und Journalistenkreisen geladen wurden. Die wollten dort ihre revolutionären Ideen ausleben. Das endete nach Jahren mit Mord und Selbstmord. Aber damit hatten die Blankeneser nicht viel an Hut und außerdem war das auf Dockenhudener Gebiet. Blankenese hat immer noch einen Schiffsanleger, doch die Fährlinien nach Hamburg und Schulau sind eingestellt. Die Linie ins Alte Land fahren nur sporadisch und sind teuer. Kostet am Wochenende die Fahrt auf einer zugigen Barkasse mit Eisenlochsitzen von Cranz und zurück 8 Euro. Jetzt soll neuerdings auf privater Initiative hin, wieder eine Fährlinie nach Hamburg von Blankenese aus eingerichtet werden. Der Blankeneser Dorfkerm und der Marktplatz soll aufgehübscht werden. Die Kirche wird dann mehr ins Bewusstsein der Blankeneser gerückt. In Baur`s Park wird seit fast acht Jahren der Katharinenhof saniert und ein Ende ist nicht in Sicht. Dass der Vorstand desBlankeneser-Bürger-Vereins sich bei den zuständigen Behörden im Bezirksamt in Altona immer wieder ob der Missstände in Blankenese beklagt, ist oft wenig von Erfolg gekrönt. Eine Antwort war:“ Die in Blankenese können sich selber helfen.“
Heiner Fosseck
2.5.17 19:04
 



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