Ein Baum im Hirschpark. Hoffentlich bleibt er uns noch lange erhalten.
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Blankeneser Ortskerngestaltung

Blankeneser Ortskerngestaltung
An einem schönen Apriltag lud das Zukunftsforum Blankenese zu einem Kreativ-Nachmittag in die Aula der Gorch-Fock-Schule ein. Neugestaltung des Blankeneser Ortskerns war das Thema. Der Arbeitskreis sollte die Neugestaltung des Ortskerns in der Planung begleiten und Ideen sammeln. Nun hatte man sich vor einigen Jahren auf eine behutsame Neugestaltung des Ortskerns geeinigt. Mühsam raufte man sich zusammen. Sämtliche Blankeneser Institutionen waren beteiligt. Aus gutem Grund und leidvollen Erfahrungen wurden keine Einzelpersonen geladen. Die Kirche, SPD und CDU sowie FDP waren vertreten, sowie Blankeneser Bürger-Verein und Historisches Blankenese. Die Marktbeschicker und die Kaufmannschaft und Business Improvement Districts (BID) waren auch dabei. Herr Köster vom Büro arbos Landschaftsarchitekten und Herr Grützmann vom Fachamt Management des öffentlichen Raumes des Bezirksamts Altona hatten einen schweren Stand. War man im Vorwege gewarnt, durch diverse Presseveröffentlichungen, dass mit zahlreichen Widerständen zu rechnen sei.
Die Umgestaltung des Blankeneser Marktes, das eigentliche Herz vom Ortskern Blankenese, wird in fünf Bauabschnitten umgestaltet.
1. Angefangen wird im Mai 2017 mit den Platz vor dem Mariniblock und der Propst-Paulsen-Straße.. Hier sind die Aufträge vergeben und können nicht mehr verändert werden.
2. Mühlenberger Weg
3. Marktplatz
4. Marktplatz
5. Blankeneser Bahnhofstraße
Die Abschnitte 2-5 können in der Planung noch geändert werden.
Herr Köster geht bei der Freiraumplanung des Marktplatzes von einer generationsübergreifenden Nutzung aus. Alte Bäume auf dem Markt mussten gefällt werden, damit man mit dem Bauarbeiten beginnen kann. Wird doch die Propst-Paulsen-Straße einige Meter in den Markt verlegt. Neuer Platz wird für die Marktbeschicker benötigt. Der Parkplatz auf dem Markt wird möglichst nach dem Umbau aufgegeben. Dafür werden an der Südseite des Marktes einige Stellplätze in Schrägaufstellung eingerichtet. Der Platz wird insgesamt nivelliert und damit barrierefrei erreichbar sein. Das gelbbraune Klinkerpflaster zu dem man sich entschlossen hat, ist für schwere LKW befahrbar .Es hat auf der Versammlung unterschiedliche Reaktionen ausgelöst und Missmut erregt. Jemand schlug roten Klinker vor, ein anderer wollte dunkle Steine. Granit wäre gut, aber nicht bezahlbar. Die Randbepflanzungen des Marktes wurden für den Umbau entfernt. Joachim Eggeling vermisst das Alleinstellungsmerkmal des großen leeren Platzes..Ein Brunnen oder Skulptur müsse in die Mitte des Platzes. Wenn das Geld fehlt, könnte man zumindest schon Wasser- und Elektroleitungen legen .Monika Lühmann meinte, da die Randbepflanzungen entfernt werden sollen, wird es freie Sicht auf den Fahrzeugverkehr geben. Dadurch wird die Aufenthaltsqualität eingeschränkt. Ein Vorschlag war, zwei Zonen Parkraumbewirtschaftung einzurichten. Kernzone bleibt wie bisher..,Das Parken in der erweiterten Zone wird mit Parkausweisen für die Anwohner frei bleiben.
Die Planung für das Markthäuschen ist noch nicht abgeschlossen. Man neigt wohl eher zu einem Neubau. Das Gründreieck mit dem Denkmal des Aufstandes von 1848 im Schleswig-Holsteiner Krieg mit der Doppeleiche, die leider jetzt nur noch einen Baum hat, wird nicht angetastet. Ein Marktplatz komplett „ blechfreier“, wäre aus Sicht vieler nicht sinnvoll.Die Beschlusslage ist, die Parkplatzentwicklung abzuwarten und – wenn möglich – den Markt damit für die marktfreien Tage frei zu kriegen. Ob das überhaupt geht, wird die Zukunft weisen. Warum nicht für bestimmte Anlässe den Marktplatz für die Kirchengänger zugängig zu machen.Die Kirchgänger wollen r ihr Auto abstellen, und die vielen Mütter, die ihre „Goren“ vom Kindergarten per PKW abholen sind auf die Parkplätze angewiesen. Da sollte man sich noch einmal zusammen setzen, ob es nicht eine andere Lösung gibt. Herrn Kaeser von der SPD platzte nun der Kragen. Er hat das „nörgelnde Gemecker“ satt. Der Arbeitskreis Ortskern Blankenese habe dem vorgelegten Ergebnis einvernehmlich zugestimmt. Der öffentliche Raum sei nicht für Autos da, sondern für Menschen.. Auch die Parteien haben das Konzept mitgetragen.. Hier in Blankenese war Bürgerbeteiligung vom Feinsten. Wenn dieses Projekt scheitern sollte, wird in den nächsten 15 Jahren in Blankenese nichts mehr passieren. Am Ende teilte Herr Köster mit, dass die Anregungen und Vorschläge in die weiteren Überlegungen einfließen werden. Nach geschlagenen drei Stunden wurde die Versammlung geschlossen. Während sich viele noch die Köpfe heiß redeten, war ein 80 jähriger Professor und eine ältere Dame dabei hundert Stühle und Tische wegzuräumen.
Heiner Fosseck
2.5.17 19:02
 



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