Ein Baum im Hirschpark. Hoffentlich bleibt er uns noch lange erhalten.
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Links Hamburg, rechts die Nordsee, vorn Finkenwerder und hinten bald Dänemark. Um uns Blankenese. Über uns der Himmel. Unter uns die Elbe. Und wir: Mitten drin! Wolfgang Borchert

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Blankenese

12.12.17 11:43


14.12.17 16:41


5.12.17 14:13


Auszug aus dem Logbuch der „Odin

Auszug aus dem Logbuch der „Odin“ vom Mittwoch, den 4. August 1852 – bis Dienstag den 17. August 1852
Die Schonerbrigg „Odin“ erbaut im Jahre 1840 von Th. Schönau in Randers ursprünglich mit 52 CL bzw. 105 RT vermessen und führte die Nummernflagge Z 27. Sie gehörte H.H. Eggers in Randers und wurde von Hans Breckwoldt (1815 – 1860) geführt. Um 1850 erwarb Hans Breckwoldt das Schiff und H.P. Bohn (1835 – 1866) übernahm die Führung. Am 29. Mai 1866 kaufte E.T. Meyer & Co in Hamburg das Schiff und im selben Jahr ging es mit Mann und Maus verschollen.
Der Blankeneser 2-Mast Schoner „ Odin“ brach am 4. August 1852 in Hamburg zu einer Reise ins Norwegische Tromsö auf. 13 Tage beötigte das Segelschiff allein bis Helgoland. Wie man sich das vorzustellen hat ließ sich im Logbuch der Reise. Die eigenwillige Schreibweise wurde weitgehend beibehalten.
Mittwoch den 4. August 1852 machten wir des Morgens um 7 Uhr die Ketten los und hielten aus den Hamburger Hafen. Segelten mit SO Wind bis zur Zolljacht, wo wir unser Schiff durch eine Trosse auf einen Boye befestigten..Die Schaluppe von der Zollyacht brachte uns noch 2 Kisten Pulver an Bord, die wir sogleich in Raum setzten. Um 10 und 1/2 Uhr kam der Capt. an Bord. Wir machten unsere Trosse los ,und trieben nach Altona, wo wir unseren Proviant an Bord nahmen. Wind SW, mitunter Regen.
Donnerstag, den 5. August holten noch mit das Boot Proviant an Bord.,als das Boot an Bord kam und das Proviant übergenommen hatten wollten wir das Anker lichten wurden aber daran gehindert, indem uns 2 englische Briggs vor dem Bug kamen. Unser Anker ging mit und trieben alle gegen Schlang? Strand oder Sand? Wir hatten viel Arbeit, um wieder frei zu kommen. Bekamen aber keinen Schaden.Als wir wieder frei waren setzten wir unser Topsseil lichteten das Anker und trieben an Altona vorbei.Wo wir wieder zu Anker gingen und Steinkohlen an Bord nahmen. Mit hohes Wasser setzten wir alle Segel und lichteten Anker. Um 10 ½ Uhr kamen wir bei Teuflsbrück am Grund wo wir die Nacht sitzen mußten, machten die Segel fest
Freitag, den 6. august lichteten mit hohes Wasser den Anker wieder und trieben auf tiefes Wasser wo wir den Anker fallen ließen. Wind SW frische Briese genügend Lenz.. ( wenig Wasser im Schiff ? Oder Freizeit?)
Sonnabend, den 7. August verrichteten Schiffsarbeit ruhigen Lenz. Wind SW-
Sonntag, den 8. August steckten noch etwas Kette Wind SW frische Kühlde.(Kühle,Kälte?)
Montag, den 9. August füllten die Wasserfässer und zurrten unsere Ladung fest im Raum guten Lenz Wind W. Abends holten den Capt. sein Zeug an Bord.
Dienstag, 10. August des Morgens still des Nachmittags Gewitter mit viel Regen und tüchhtiger Brise mit ebener Kühlde.Wind W Wache jung Leute.
Mittwoch , d. 11. August helles und schönes Wetter Wind SW frische


Kühlde.Besetzen die Wache mit einen Mann.
Donnerstag 12. August des Morgens Wind südlich frische Kühlde. Des Nachmittags Sturm. Bringt viel Regen. Besetzen Abend mit 1 Mann.. (Wache)
Freitag, 13. August Wind südlich Sturm bewölkte Luft, mitunter Regen ruhiger Lenz. Besetzen des Abend die Wache mit 1 Mann.
Sonnaben, den 14. August ???
Sonntag,, 15. August Schönes Wetter und helle Luft. Wind südlich guten Lenz . Dicht Schiff. Des Nachmittags lichteten wir Anker und gingen unter Segel. Wind SO rasche Kühlde als wir bei Schulau kamen. Lief der Wind westlicher und siller. Wir gingen des Abend 9 Uhr bei Stade vor Anker und machten Segel fest besetzten die Wache um 9 ½ Uhr. Des Nachts viel Regen und nördlicher Wind.
Montag, den 16. August gingen wir mit nördlichen Wind unter Segel. Flaute Kühlde, lavierten uns nach Colmar, wo wir wegen Fluth ankern mu0ten.Um 11 1/2 Uhr trieb unser Boot mit dem Strom weg.Wir mußten den Anker lichten und hin mit dem Schiffe das Boot wiederholen.Um 5 Uhr mit hohem Waseer lichteten das Anker und lavierten nach der Bösch? Wo wir um 10 Uhr vor Anker gingen. Machten die Segel fest und setzten die Wache mit 1 Mann. Wind südlich still.
Dienstag, den 17. August um 4 Uhr unter Segel mit südlichen Wind. Ebene Kühlde. Um 6 Uhr setzten wir das Boot ein, und die Anker fest.. Um 7 Uhr setzten die Breitfock bei passieren Cuxhaven. Um 10 ½ Uhr passierten wir das große Feuerschiff . Um 8 Uhr peilten wir Heiligenland (Helgoland.) Wind SO Curs NwzN.
Abgeschrieben Heiner Fosseck
4.10.17 18:53


Einigung Blankeneser Marktplatz

Der Berg kreißte und gebar eine Maus. In den lokalen Gazetten wurde Mitte November gemeldet, dass der neunjährige Streit um die Neugestaltung des Blankeneser Marktlatzes ausgestanden und eine Einigung gefunden wurde. Erleichterung in Blankenese und im Altonaer Rathaus. Während längst schon Bagger und fleißige Handwerker den Platz vor dem Martiniblock und die Blankeneser Bahnhofstraße aufgerissen haben und gelben Klinker verlegten, kam die kaum erhoffte Sondermeldung aus Altona, dass eine Einigung in trockenen Tüchern sei. Die beteiligten Blankeneser und interessierten Blankeneser Institutionen haben sich geeinigt, dass die Farbe der Pflasterung geändert wird. Die Schrägaufstellung von sieben Parkplätzen wird gecancelt und zwei Rasenstücke sollen den Marktplatz abgrenzen. Vor der Blankeneser Kirche wird der Mühlenberger Weg mit gleichen farbigen Klinker gepflastert. Auch ein Brünnlein soll fließen. In der Mitte des Marktplatzes soll ein kleiner Brunnen halb ins Erdreich versenkt werden. Natürlich so, damit die Marktbeschicker nicht gestört werden. Über die Ausgestaltung des Marktbrunnen kann also noch kräftig gestritten werden. Da schimpft noch jemand über die hohe Politik in Berlin, dass die in monatelangen Sondierungsgesprächen keine Regierung bilden können. Blankenese ist zufrieden und kann sich den wichtigen Dingen im Leben widmen, wie zB. die Weihnachtszeit genießen.
Heiner Fosseck
18.11.17 12:08


Die Reise nach East-Anglia

Die Reise nach East-Anglia

Am Montag, den 18. September 2017 fuhren wir- 35 Blankeneser Damen und Herren- pünktlich mit dem Bus von Blankenese los und nach einer langen Reise kamen wir in Hoek van Holland an. Auf einem Parkplatz fand sich Gelegenheit zwei Geburtstagskinder zu ehren. Heidi Thomsen und Friwi Rietdorf hatten auf dieser Reise Geburtstag. Friwi war 80 Jahre geworden und schmiss eine Runde Genever und Heidi hatte wunderbare italienische Kekse gebacken. Die Stimmung ging hoch und das Leben war schön. In Hoek van Holland lag das große Fährschiff Stena Britania von dem wir leider nur den Schornstein und einige Aufbauten sahen. Wir gingen an Bord, aber vorher waren endlose Hallen und Gänge zu durchqueren und eine strenge Passkontrolle zu überwinden, bevor wir in den Eingeweiden und Katakomben des Riesenschiffes eintauchten. Die Kabine war wenig luxuriös und eng. Abendessen war englisch Stil, aber teuer. Von der Fahrt über die Nordsee haben wir im Dunkel der Nacht nichts mitbekommen Am nächsten Morgen waren wir frühmorgens in der Hafenstadt Harwich.. Zoll und Passkontrollen wurden recht oberflächlich erledigt. Wir bewunderten unseren Fahrer Oliver Reinke, der in dem Gewirr der Ausfahrten und verschlungenen Straßen souverän herumkurvte. Ich sah nur eine halbe Million Geisterfahrer auf mich zukommen und würde mit dem Linksverkehr hier wohl nicht zurecht kommen. Nach vielen Staus und gefährlichen Kreisverkehren kamen wir mittags in Cambridge an.Dort wartete unsere Reiseführerin Gloria. Die war ein Glücksfall für uns, denn diese taffe Frau mit deutschen Wurzeln hat uns gut ihr Großbritannien erklärt. Es wurde uns aufs genaueste mitgeteilt, wie das englische „Kastensystem" funktioniert. Oben ist das Königshaus, dass sei 68 Jahren von einer Königin und ihren greisen Mann repräsentiert wird. Dann die Upperupperclass, die das alte Geld und endlose Ländereien, sowie diverse Schlösser und Herrenhäuser besitzen. Dann die upperclass, die sehr schmallippig und arrogant ihren Wohlstand erhalten wollen.. Dann die middelclass und die undermiddelclasss, deren Mitglieder meistens Rechtsanwälte, Dekane, Finanzgrößen usw. sind. Alles andere ist workingclass. Die erschaffen den Mehrwert, den die Oberen aufbrauchen. Das kommt davon, wenn ein Land wie das vereinigte Königreich, keine vernünftige Revolution erlebt hat. Wichtig war auch zu wissen, das im Schloss Windsor WC lous genannt werden. Alle anderen sagen Tolietten. Ich habe das ausprobiert und nach lous gefragt und ich wurde von einer reizenden Dame zum Klo geführt. Ja, die Engländer haben auch Stil.
In Cambridge war das Wetter sonnig und warm. !20 000 Einwohner müssen sich mit 22 000 Studenten der Universitäten und dem Personal ins Benehmen setzen.
Da gibt es Kings College und Queens Clollege. Alles sehr gepflegt und von schmiedeeisernen Gittern umrahmt. Der Rasen stellt jeden Golfrasen in den Schatten und darf glaube ich bei Todesstrafe nicht betreten werden.Die Aufnahme in Cambridge war bis in die 1960er Jahre abhängig von Sprachkenntnissen in Latein und Griechisch – Sprachen, die hauptsächlich an Privatschulen unterrichtet wurden, was den Zugang weitgehend auf Mitglieder der sozialen Oberschicht beschränkte. Seitdem hat sich die Einstellung verändert; der Bewerbungsprozess beruht nun auf anderen Prinzipien. Von Bewerbern für das Erststudium werden sehr gute bis beste Noten erwartet. Britische Bewerber benötigen sehr gute Ergebnisse in ihren A-Levels, deutsche Bewerber sehr gute Noten in relevanten Fächern sowie Überzeugungskraft gegenüber den Colleges Fellows beim Bewerbungsgespräch bezüglich ihrer akademischen Fähigkeiten. Die Mitglieder der Universität haben 92 Nobelpreise erhalten, rund 70 davon waren selbst Studenten in Cambridge. Der Fluss Cam durchfließt wunderbare Rasenflächen. Studenten rudern meist japanische Touristen in flachen Kähnen umher. Die King’s College Chapel wird gemeinhin als das Wahrzeichen der Stadt gesehen und ist das vielleicht berühmteste und schönste Gebäude gotischer Archtektur in Cambridge. Es wurde über einen Zeitraum von rund 100 Jahren in drei Etappen erbaut und verfügt über das größte Fächergewölbe der Welt im typischen perpendicular style, viele schöne Kirchenfenster und das Gemälde „Die Anbetung der Weisen aus dem Morgenland“ von Peter Paul Rubens. Die Kapelle wird weiterhin aktiv für Gottesdienste und einige andere Veranstaltungen des Colleges genutzt. Am Heiligabend findet dort alljährlich das Festival of Nine Lessons and Carols statt. Im Coffee-Shop machten wir bei englischen Tea "People-watching" wie das hier genannt wird. Die Altstadt ist sehenswert und es gibt noch diverse kleine Lädchen nicht nur für Touristen. In die Colleges kamen wir nicht rein, da der Preis für ein Ticket exorbitant hoch ist. Der Kopf des Staatsmannes Oliver Cromwell soll nach langer Irrfahrt mit diversen Aus- und Einbuddeleien irgendwo in Cambridge letzendlich von Studenten und Dekanen begraben sein. Natürlich eine typisch englische Legende. Abends bezogen wir unser Quartier im Cambridge Belfry – Hotel unweit der Stadt. Hier werden wir für fünf Nächte verbleiben. Eine gute Wahl. Das Hotel war sehr gut. Eine Woche lang wurden gleichzeitig in diesem Hotel englische Autokennzeichen von DVLA versteigert. Was ist das:
Es ist die Fahrer- und Fahrzeuglizenzagentur (DVLA) mit über 45 Millionen Fahrerkunden und über 39 Millionen Fahrzeugen.
Die sammeln rund £ 6 Milliarden pro Jahr in Vehicle Excise Duty (VED)ein. In dieser Life Auktion im Hotel sitzen diverse Käufer und auch tausende an den Telefonen geben ihre Wünsche durch, um zum Beispiel das Kennzeichen GHO57T zu ersteigern. Das Kennzeichen wird für 4000 Pound ersteigert. Der Höchstpreis auf dieser Auktion war für ein Autokennzeichen 52 000 Pound. Diese albernen Auktionen werden sehr ernst genommen. Man fasst sich am Kopf. Der höchste Preis für ein Kennzeichen soll mal 1 Million Pound erreicht haben. Spleenig sind ja die Engländer. Kommt das, weil die auf einer Insel leben oder weil viel Geld im Umlauf ist?
Am Wochenende war fix was los im Hotel: 5 Hennenparties: Junge Frauen feiern Junggeselinnenabschied. 1 Hirschpartie: Junggesellen feiern Jungesellenabschied. Eine goldene Hochzeit und eine Hochzeit mit 117 Personen. Die lautesten Gäste waren die fünf Hennenparties.
Am dritten Tag fahren wir an die Ostküste und in Great Yarmouth machen wir Station. Ein großer Pier geht weit in die Nordsee. Am Ende ist eine große Wasserrutsche und viele Daddelautomaten und Kinderkarussells. An der Promenade spielen weiß gekleidete Männlein und Weiblein ein Kugelspiel. Ähnlich wie Boule. Viele Gehandikapte in ihren Rollstühlen fahren auf der Promenade umher. Kleine Geschäfte bieten den üblichen Schund für Touristen an.Z. B. Eine Lizzi ll. , die mit dem Kopf wackelt. In einer sumpfigen Ebene besuchen wir die kleine Stadt Ely. Die Kathedrale von Ely ist außergewöhnlich groß und außergewöhnlich groß sind auch die Eintrittspreise in dieses Gotteshaus. Wir entdecken abseits das Haus von Oliver Cromwell . Ich besuche den Pub "The Prince Albert". Der Pub hat zwei Theken und diverse Hebel zum Bier zapfen. Ich werde an das Stellwerk der S-Bahn im Blankeneser Bahnhof erinnert. Wir sind in Norwich und besichtigen die große Kathedrale.Die Kathedrale der Heiligen und Ungeteilten Dreifaltigkeit von Norfolk bietet das beste Bild einer normannischen Kathedrale – mit Ausnahme des "Perpendicular"-Gewölbes. Die Hauptbauzeit liegt zwischen 1096 und vor 1145. Trotzdem ist die Kirche gut erhalten. Wir sind erstaunt, wie viele große Kirchen es in dieser doch recht flachen und früher wohl auch menschenleeren Gegend es gibt. Alles noch gut erhalten . Der Reichtum kam wohl vom Wollhandel im Mittelalter. Daß es hier wenig Wald gibt liegt auch an den üppigen Kirchenbauten und Schiffbau. Für ein großes Schiff benötigte man damals 600 Eichen und für eine Kathedrale etwa 12000 Bäume. Somit ist es kein Wunder, dass die flache Gegend wenig Wald hat. Der früher rege Hafen ist bedeutungslos geworden. In einem Pub trinken wir ein dunkles Bier und zahlen 1,60 Pound. Eine kirchliche Privatchule ist aus und es kommen uns viele Schüler- und Schülerinnen in kleidsamen Schuluniformen entgegeen. Die Mädchen im dunklen Faltenrock und blauen Jackett. Die Jungen in dunkler Hose und weißem Hemd mit Krawatte und blauen Jackett. Alles sehr adrett. Kurz wird noch die Altstadt besichtigt.
Wir fahren weiter bis Norfolk Broads Wir besteigen ein betagtes Ausflugsschiff und werden dann über Kanäle und Seen geschippert. Das Wetter ist immer noch sehr schön und so ist diese Barkassenfahrt sehr angenehm. Überall am Ufer sind bessere Häuser mit gpflegten Gärten. Weiße Boote sind in einer Vielzahl am Ufer vertäut. Der Ort leidet unter starken Verkehr auf der einzigen Durchganggsstraße. Über eine alte Brücke quält sich der Verkehr einspurig. Abends sind wir zeitig zum Abendbrot zurück im Hotel.
Das englische Frühstück ist gewöhnungsbedürftig Daß man Haferbrei (Porridge) am Morgen bekommt,dass habe ich in der Nachkriegszeit zuletzt genossen. Das schmeckt wie es aussieht. Gliberige Spiegeleier waren immer nicht kros gebacken, deshalb ist der Frühstücksspeck um so krosser. Der Speck iegt einen stundenlang im Magen. Weißes Zieharmonikabrot läst einen wehmütig an gutes deutsches Schwarzbrot denken. Mir neu war mir Marmite, ein Hefebrotaufstrich, der nun ganz und gar nicht nach meinen Geschmack war. Diese Paste essen nur Frauen und Männer essen so was nicht, wurde mir berichtet. Aber reichhaltig, wenn auch ohne Käse, war das Frühstücksbüfett allemal. Nach dem Frühstück ging es in Richtung Stratford-upon-Avon. Hier ist William Shakespeare geboren. Der ganze Ort lebt vom Nachruhm dieses großen englischen Dichters. Das Haus der Frau Shakespeares war ein unraltes Fachwerkhaus in einem Obst- und Gemüsegarten. Viele Blumen und Pflanzen wurden von drei Gärtnern gehegt und gepflegt. Im Haus waren Küche und Schlafzimmer mit den Utensilien des 17. Jahrhunderts. Der Andrang in das Haus war groß und es wurden nur schubweise die Besucher eingelassen. Soviel Besuch hatte Shakespeares Frau Anna Hathaway und ihre Kinder wohl nicht gehabt. Das Geburtshaus Shakespeares ist mitten in der Stadt und ist auch ein Museum. Vor dem Museum sprach ein Schauspieler laut die schönen Verse des Dichters. Der war wohl noch in der Ausbildung. Viele Leute hörten ihm nicht zu, die kannten von Shakespeare wohl auch nur :
“ To be, or not to be, that is the question:
Whether 'tis nobler in the mind to suffer
The slings and arrows of outrageous fortune,
Or to take arms against a sea of troubles,
And by opposing, end them? To die: to sleep;
Der Shakespeare konnte sehr gut mit Worten umgehen und so ist es kein Wunder, dass in den höheren Schulklassen die Schüler in aller Welt sich mit Shakespeare abmühen müssen. Gegenüber dem Geburtshaus ist ein Weihnachtsladen , der das ganze Jahr Weihnachtsartikel anbietet. Ende September werden im United Kingdom schon Weihnachtsartikel eingekauft. Ach ja, auch am Sonntag sind die Geschäfte im Königreich geöffnet. Auf Sonntagsruhe und Gottesdienste wird hier wenig Rücksicht genommen.
Kings Lynn ist die einzige Hansestadt in Großbritannien. Sie liegt in der Nähe der Grenze zur Grafschaft Cambridgeshire am Fluss Great Ouse, knapp vor dessen Mündung in das sogenannte The Wash der Nordsee. In unmittelbarer Nähe beginnen The Fens, ein Gebiet auf Meeresspiegelhöhe, das im Mittelalter trockengelegt wurde The Fens, das konnte unsere Reiseführerin Gloria so wunderbar englisch aussprechen. Überhaupt war die Dame ihr Geld wert. Sie sprach über die teuren Hauspreise und die riesigen Hypotheken, über die in England die Hauskäufer stöhnen. Das ist ein reicher Ort und hier und dort sind die Hauspreise in unermässliche Höhen gestiegen. In Kings Lynn hatte unser Fahrer sich im Gewirr der Gassen festgefahren und musste den Bus mühsam rückwärst wieder hinaus manövrieren. Hier in Kings Lynn war es auch, dass wir Schwierigkeiten hatten, ein angemessenes Lous (WC) zu finden. und so fahren wir nach Sandringham. Das Schloss der englischen Monarchin Elisabeth II. liegt idyllisch in einer waldreichen Gegend. Da unsere liebe Gila Kröger zufällig Geburtstag hatte, so gratulierten wir mit einem Kanon und sie revanchierte sich mit herrlichem skandinavischen Gebäck und Kaffee. Wir wollten das Schloss besichtigen, aber da wir überwiegend als Blankeneser sparsam sind haben wir wegen dem hohen Eintrittsentgelt darauf verzichtet. Wir begnügten uns mit der naheliegenden St. Mary Magdalene Church.
Eilmeldung am 8.1.2017 Sonntags-Gottesdienst in die St. Mary Magdalene Kirche in Sandringham, Norfolk.
Sandringham (dpa) - Die britische Königin Elizabeth II. hat sich von ihrer schweren Erkältung erholt. Die 90 Jahre alte Queen besuchte am Sonntag einen Gottesdienst in der Kirche St. Mary Magdalene nahe ihres Landsitzes in Sandringham. Gott sei Dank! Als wir mal Zeit hatten und nicht nur Kahthedralen mal von innen und meist nur von außen besichtigten, haben wir in einem Pub ein Ale zu uns genommen
Am 7. Tag fahren wir in Richtung London. Der Verkehr wird noch dichter als gewöhnlich und in London hatten wir Schwierigkeiten einen Halteplatz für den Bus zu bekommen, denn wir wollten in einem Lous in einem Londoner Bahnhof.. Das Getriebe der vielen Menshen machte uns unruhig. Wieder im Bus fuhren wir die Hauptsehenswürdigkeiten der Stadt ab. London Bridge wurde nach den Anschlägen verbarrikadiert. Picadilly Circus und Trafalgar Quare waren voll mit Menschenmassen. Auch vor Downingstreet waren die Reiter mit den Fellmützen vor Menschen kaum zu sehen. Vor Buckingham Palast waren auch viele Touristen. Die Königin war nicht in London und so fuhren wir leicht enttäuscht weiter. Abends kamen wir in Eastbourne im Hotel West Rox Hotel an. Das Hotel wurde wohl schon in viktorianischer Zeit gebaut und das merkte man auch. Das Haus war direkt an der Strandpromenade. Die Schiebefenstere gingen entweder nicht auf oder nicht zu. Das Bad war winzig und den Weg zu unserem Zimmer musste ich mir noch nach zwei Tagen zeigen lassen. Beim einzigen Fahrstuhl musste man Vorsicht walten lassen, damit man sich an der Scherengittertür nicht die Finger amputierte. Trotzdem fühlten sich viele in dem Hotel wohl. Auch wir kamen mit dem Kingsize-Bett mit einer großen Decke klar.
Am nächstem Morgen ging es nach Rye. Eine viel besuchte Touristenattraktion, die sich ihren mittelalterlichen Charme bewahren konnte. Rye liegt heute circa 3,2 km vom Meer entfernt .Der Hafen ist versandet. Der Tidenhub ist an die sechs Meter hoch.
In Canterbury wollten wir die Kathedrale besichtigen, was wieder nur mit großen geltlichen Aufwand möglich war. Ich ging durch ein Nebengelass und tat so wie „Kannnixverstan“ und besichtigte die große Kathedrale als Einziger von innen. Fassungslos schauten Wächter und Kassierin hinter mir her. Wir budjerten durch die Altstadt und danach war Tea Time angesagt.Cornish cream tea haben wir zu uns genommen. Das ist eine kleine Mahlzeit,die aus Tee, meist mit Milch, Scones, Clotted cream und Erdbeerkonfitüre besteht. Das macht satt und macht spaß. Die Folgen von großen Genuss dieser Tea-Mahlzeit kann man überall in England sehen. Cornish cream tea macht beileibe nicht schlank.
Dass unser Fahrer auch mal einen freien Tag haben musste ist wohl einzusehen und so hatten wir auch einen freien Tag, den ich mit anderen für eine Bahnfahrt nach Brighton nutzte.Aber diese große Stadt an der Küste war ungemütlich und laut mit viel Verkehr. Die Promenade und der lange Pier war mehr Rummelplatz mit Spukschloss und Spielcasino. So eilten wir recht bald wieder in das doch gemütlichere Eastbourne zurück, Nach dem Abendessen hatten wir noch ein Beisammensein der ganzen Busgruppe. Ursula Schmidt mit Unterstützung von Gig Reger hatten diese Reise nach England organisiert und bekamen ein Dankeschön in Geld, das gesammelt wurde. Auch der Fahrer bekam sein Scherflein ab. Friwi trug einen langen Vortrag über den Ablauf der Reise vor und Gigi hatte ein Gedicht über unseren kompeten Fahrer Oliver Reinke verfasst. Alles war gut gegangen und ein Erfolg und interessant.
In der Früh gings zum Eurotunnel in Dover und in 44 Minuten waren wir in Calais. Staus überall, besonders bei Antwerpen und den Scheldetunnel. Im Ruhrgebiet bei Duisburg war es auch nicht viel besser. Trotzdem kamen wir auf die Minute pünktlich in Blankenese an. Nachts um 24 Uhr waren wir im Haus . Vielen Dank an allen, die am Erfolg dieser Reise nach Old England beteiligt waren.
Heiner Fosseck
2.10.17 18:45


Eine kommunale Rundfahrt

Eine kommunale Rundfahrt
Jährlich findet einmal eine lokale Besichtigungsfahrt durch Iserbrook, Osdorf, Nienstedten und Blankenese statt. Veranstaltet wird diese Rundfahrt von führenden Mitgliedern der lokalen SPD. Da geht es z. B. um die schlechte Beleuchtung der Zugänge der S – Bahnstation Iserbrook. Wer ist zuständig? Bezirksamt Hamburg - Altona, Bahn Station und Service oder Bahnnetz? Die Schenefelder Landstraße wird grundinstandgesetzt und es soll in Höhe Lachmannweg eine Sprunginsel gebaut werden. Was ist eine Sprunginsel? Die Sprunginsel ist eine Fußgängerinsel in der Mitte einer viel befahrenden Straße auf den sich Fußgänger beim Queren der Straße retten können. Die Osorfer Feldmark wird nicht für Wohnungsbau angetastet. Sie bleibt für Landwirtschaft und Freizeitaktivitäten der Bürger erhalten. Am Botterbarg wird eine scharfe Kurve verbreitert. Zwei markante alte Eichen werden gefällt. DESY bekommt große Summen von der Stadt Hamburg, um sich weiter in dem Bereich Medizintechnik zu entwickeln.
Und dann stehen wir wie jedes Jahr vor einem geschlossenen Tor am Mühlenberger Weg. Der Katharinenhof im Baurs Park ist immer noch eine Baustelle. Eigentlich sollte der Katharinenhof im Blankeneser Baurs Park seit dem 17.12.2015 wieder öffentlich begehbar sein. Das Vertrauen der lokalen Politik in den Unternehmer Peter Bishop ist geschwunden. Er hatte den Katharinenhof mit der Remise (Musenstall) im Jahr 2009 von der Finanzbehörde Hamburg erworben. Ein „Think Tank“ der Luftfahrtindustrie Hamburgs, sowie ein angrenzendes Restaurant sollte hier entstehen. Der Blankeneser Bürger-Verein wollte in der Remise ein Bürgerhaus einrichten und hatte deshalb schon einen Verein mit Hilfe interessierter Bürgern gegründet. Daraus wurde leider auch nichts. Nach langem hin und her gewährte die Finanzbehörde Einsicht in die Kaufverträge mit Herrn Peter Bishop. Es wurden unglaubliche „handwerkliche Fehler“ in den Vertragsunterlagen entdeckt. Der Erwerber verpflichtete sich nach einer Begehung der Immobilie Katharinenhof Ende 2015 mit der Restaurierung des Katharinenhofes und der Remise fertig zu sein. Das ist nicht geschehen. Die Stadt Hamburg hatte versäumt, in so einem Fall Konventionalstrafen anzudrohen und somit hat Peter Bishop alle Zeit der Welt und wohl auch die Möglichkeit nach 2019 das Herrenhaus Katharinenhofes samt Musenstall meist bietend zu veräußern. Es wurde mitgeteilt, dass der Denkmalschutz weg ist!
Nach diesen starken „Tobak“ regte sich die Gruppe am Anfang der Blankeneser Bahnhofstraße über eine weitere brach liegende Fläche auf. Hier sollte seit langen der Bauherr Quindt in Blankenese ein Wohn -und Geschäftshaus errichten. Streitigkeiten innerhalb der Familie haben bis dato die Bebauung verhindert.
Zum Schluss standen wir auf dem Markt vor der Kirche und hier wurde stark von der lokalen Politik vom Leder gezogen. Es ist nicht möglich den Unmut und die Enttäuschung der lokalen Politiker hier wieder zugeben. Hatte man schon auf einer Versammlung Ende 2008 mit einer breiten Öffentlichkeit geglaubt, dass die Neugestaltung des Zentrums von Blankenese um den Marktplatz in trockenen Tüchern sei. Leider wird immer noch um die Farbe des Pflasters des Marktplatzes und der Schrägaufstellung von Stellplätzen gerungen. Lokalpolitik kann das Bohren sehr dicker Bretter sein . Besonders in Blankenese.
Heiner Fosseck
13.9.17 13:36


Eine Führung mit Elke Dröscher im Sven Simon Park

Eine Führung mit Elke Dröscher im Sven Simon Park
Ein sonniger Sonntagnachmittag im sonst verregnetem Sommer 2017 war der ideale Zeitpunkt eine Führung durch den Sven Simon Park mit Frau Elke Dröscher zu erleben. Elke Dröscher , die seit 1986 im Haus Michaelsen wohnt und dort ihre umfangreiche Puppensammlung aus verschiedenen Zeitepochen der interessierten Öffentlichkeit präsentiert , erzählte uns, dass sie das Haus Michaelsen 1985 im ruinösen Zustand von der Stadt Hamburg übernommen hat, und sich verpflichtete, dass Gebäude denkmalgerecht wieder restaurieren zu lassen. Der Vorbesitzer Axel Cäsar Springer, ein deutscher Pressezar, der mit seinen aristokratischen Lebensstil stark an die amerikanische Filmfigur Citizen Kane erinnert, hatte hier mit seiner Frau Helga Springer nur kurz gewohnt. Nein, hier fühlte das Ehepaar sich nicht wohl. Und da man im Holsteinischen, unweit von Kiel, das weit stattlichere Gut Schierensee erworben hatte, war das Haus Michaelsen überflüssig und Springer erwirkte eine Abrissgenehmigung für das heute seit über 30 Jahren unter Denkmalschutz stehende Haus Michaelsen. Im Treppenhaus des Hauses kann man die damalige Abrissgenehmigung lesen. Da die Genehmigung nicht genutzt wurde, überließ man das Haus dem Verfall.
Nachdem der Sohn Axel Cäsar Springer jr. auf einer Bank unweit des Alsterlaufes tot aufgefunden wurde, übereignete Springer Senior das Gelände und die Ruine Haus Michaelsen der Stadt Hamburg mit der Maßgabe den 45 000 qm großen Park nach den Aliasnamen seines Sohnes, Sven Simon, zu benennen.
Der Hamburger Kaufmann ,Jean Cesar Godeffroy, erwarb 1786 111 Hektar Land in Dockenhuden an der Elbe. Er ließ das Land aufforsten und baute sich in Nienstedten ein weißes Herrenhaus . Auch der Falkenstein am Hohen Elbufer bis nach Rissen umfasste sein Besitz. Über das Gelände des jetzigen Sven Simon Parks führte eine Seilbahn, die aus einer naheliegenden Kieskuhle Unmengen von Sand an die Elbe schaffte, wo der Sand per Schuten in das aufstrebende Hamburg geschafft wurde. Nach dem Untergang der Firmen von Godeffroy im ausgehenden 19. Jahrhundert, wurde das Gelände parzelliert und mit großbürgerlichen Häusern bebaut. Der Falkenstein, der Name geht auf das Wappentier der Godeffroys zurück, hat denn auch einen bekannten Golfplatz und ein Reitergestüt. Ein angemessenes Umfeld für die Besitzbürger rundum.
Frau Elke Dröscher zeigte uns den Park. Unweit des Hauses Michaelsen ist ein Klinkerbau, der an den Segelclub Rhe vermietet wurde und sich auch in einem beklagenswerten Zustand befindet. Das Torhaus oder Gärtnerhaus steht seit langem leer. Der Zugang ist kaum noch zu erkennen.
Die Natur holt sich im Park ihr Areal wieder zurück. Die berühmten Sichtachsen zur Elbe und seinen Inseln bis zum Alten Land sind nahezu zugewachsen. Elke Dröscher erzählt, dass sie an einer Sitzung mit dem Fachamt Management des öffentlichen Raumes, Öffentliches Grün und Forsten, Straßenbegleitgrün teilgenommen hatte und dort hingewiesen hatte, dass die Sichtachsen vom Sven Simon Park zur Elbe zugewachsen sind und ausgeholzt werden sollten. Die flapsige Antwort: „Für Frau Dröscher werden wir keine Bäume fällen lassen“.“ Ich werde immer meine Elbsicht haben. Es geht hier um die Besucher des Parks“. Sie ließ wissen, daß das Hohe Elbufer vom Stintfang bis zur Rissener Heide mit seinen Durchblicken zur Elbe und den vielen Parks, den Rang eines Weltkulturerbes habe. Das sollte auch hier in Hamburg anerkannt werden. Der Wörlitzer Park, bei Wittenberg an der Elbe ist als UNESCO-Welterbe seit langem anerkannt.
Das Landhaus Michaelsen wurde 1923 im Auftrag des Ehepaars Michaelsen vom Architekten Karl Schneider entworfen und gilt als ein Pionierbauwerk des Neuen Bauens.
Heiner Fosseck
13.9.17 13:32


Ein Nachmittag im Amtsgericht Blankenese

Ein Nachmittag im Amtsgericht Blankenese
Gibt es Drögeres wie Justizalltag im Amtsgericht , fragte man sich, als man am 19. Mai 2017 zum Vortrag über 150 Jahre Amtsgericht Blankenese in die Dormienstraße 7 geladen wurde. Ein Amtsrichter hielt in seinem Bericht über die Tätigkeiten eines Amtsgericht Rückblick über die 150 Jahre Rechtsprechung in Blankenese. Da nun einige zu spät kamen, wurden die gleich informiert, dass das normalerweise mit einem Versäumnisurteil erledigt wird. Das Gericht wurde 1867 als königlich-preußisches Amtsgericht Blankenese im Bezirk des damaligen Kreisgerichts Altona eingerichtet. Dazu gehören die Dörfer Rissen, Sülldorf, Blankenese, Iserbrook, Osdorf und Nienstedten. Blankenese war nun Hauptstadt und fühlte sich als Nabel der Welt. Zumal es auch eine Bahnverbindung nach Altona gab. Das Amtsgericht war in der ersten Zeit am Kahlkamp, just da, , wo vor 10 Jahren drei große Mehrfamilienhäuser errichtet wurden. Ein Richter und ein Gehilfe waren die komplette Gerichtsverwaltung.Es gab immer wieder Versuche, das Gericht zu schließen. Das Ansinnen konnte immer wieder abgewehrt werden. Nun, die Justiz verhandelt nicht nur Mord und Totschlag und Vergewaltigungen, nein, die Rechtspflege ist weit vielseitiger. Der Rechtspfleger Jens ist im Gerichtswesen für Nachlasssachen zuständig. Er hat sein Büro im Erdgeschoss und blickt sinnigerweise auf das Gebäude eines großen Bestatters in Blankenese. Testamente sollen handgeschrieben sein und bedürfen einer Unterschrift. Sie können auch auf einen Bierdeckel notiert werden, wie bei Horst Jannsen geschehen. Bei einer Testamentseröffnung rücken aus Osdorfer Born schon mal 15 Leutchen an, um Geld zu sparen. Wer nun erbt und in welcher Reihenfolge wurde uns erklärt. Das regte zum Nachdenken an, ob man das Testament nicht doch vor dem Notar beglaubigen und prüfen lassen sollte.
Das Grundbuch gibt es seit 1885.Ein Grundbuchauszug gibt es für 10 Euro und mit Beglaubigung 18 Euro.. Seit den 1990 Jahren wird das Grundbuch elektronisch erfasst. Wenn durch Krankheit oder Alter eine Person betreut werden muss, wird das vom Gericht geprüft und angeordnet. Das Wort Entmündigung gibt es nicht mehr und Vormundschaft gibt es nur noch für Kinder.. Spätestens alle sieben Jahren wird vom Gericht geprüft, ob die Betreuung noch bestehen muss oder nicht. Wer eine Betreuung von Amtswegen vermeiden will, sollte zum Notar gehen und eine Person seines Vertrauens mit der Betreuung.beauftragen lassen.. Einige typische Gerichtsverhandlungen wie Unfallflucht und Diebstahl oder auch Beleidigung wurden uns erzählt. Darunter war auch die Beleidigungssache eines bekannten Komiker, der aus Riga stammende Heinz E. Der wurde wegen eines „Schmähgedichtes über seinen Vermieter 1946 verurteilt. Das Gedicht endete so:.Das Leben kommt aus einer Zelle, doch manchmal endet es auch - bei Strolchen - in einer solchen." Drei Zellen gibt es im Amtsgericht ohne Klo und ohne Bett.. Manche wollten unbedingt den Keller sehen, denn die waren hier im Krieg bei Fliegeralarm reingeflüchtet. Maike und Ronald Holst die eigentlichen Organisatoren der Veranstaltung wurden gefragt, ob das fröhliche laute Geschnatter der vielen Menschen hier auf dem Flur mit der Würde des Gerichtes zu vereinbaren ist. „ Nein, ganz gewiss nicht.“

Heiner Fosseck
11.9.17 14:12


Blankenese first?

Blankenese first?
Mit Bismarck und den Preußen fing es an. Haben die Blankeneser doch jahrhundertelang gut und gerne unter dänischer Flagge und Oberhoheit gelebt. Dann kamen die Feldzüge der Preußen und Österreicher nach Schleswig und Holstein und so wurden die Holsteiner erst Österreicher und zwei Jahre später unter Preußischer Flagge und 1871 war man in Blankenese Untertan im preußisch dominierten Deutschen Reich. Das war ein herber Eingriff in die Lebenswelt der Blankeneser
Knapp 150 Jahre später hat sich in Blankenese viel verändert. Beileibe nicht so viel, dass man Blankenese nicht wieder erkennen würde. Ja, konservativ und auf das althergebrachte beharrend, sind die Blankeneser immer noch. Denn viele sind von auswärts hier zugezogen. Stolz ist man auf die Vergangenheit. 170 Segler waren mal in Blankenese beheimatet. Wenn auch heutzutage ein größerer Containerdampfer eines Reeders aus Blankenese mehr als das Doppelte der gesamten damaligen Blankeneser Seglerflotte in einem Zehntel der Zeit transportiern kann. Missmut erregt auch heute noch, dass Blankenese mit dem benachbarten Bauerndorf Dockenhuden zusammengelegt wurde und nach eineinhalb Jahrzehnt, kam man auch noch zu Altona, dass bald mit den ungeliebten Hamburg eingemeindet wurde. Mit der Blankeneser Segelschifffahrt und der Fischerei ging es mehr oder weniger zu Ende. Aber Blankenese wurde trotzdem immer wohlhabender, denn es zogen betuchte Hamburger auch in das kleine hügelige Fischerdorf an der Elbe. Damit kamen auch manche Probleme. Nicht nur , dass in jeden erreichbaren Garten, ein SUV oder sonst ein Bolide steht, auch im Ortskern muss neuerdings Parkgeld für das Aufstellen der Fahrzeuge gelöhnt werden. Das Ortsamt befindet sich nicht mehr im Gossler Haus. Heiraten kann man schon seit langer Zeit hier icht mehr. Oder nur, wenn man dafür extra zahlt.Zum Heiraten muss man also nach Altona. Gott sei Dank hat man die Blankeneser Kirche im Dorf gelassen
Heiner Fosseck
11.9.17 14:08


Polenreise 2017

Polenreise
Um 4 Uhr aufstehen ist nun nicht mein Ding, aber wat mut,das mut. In Stellingen wartete schon unser Bus. Das war aber nur ein Kleinbus, der uns auf einen Parkplatz an der Autobahn A 24 nach Rostock brachte. Hier wurde umgeladen in einem Luxusbus mit über 40 Sitzen, von denen aber nur 23 Plätze besetzt waren und ab ging es nach Breslau. Warum wir durch Berlin fahren mussten erschloss uns nicht sofort. An der Grenze bei Cottbus tauschten wir Geld in Zlotis und dann ging es in das Abenteuer Polen. Zuerst ging es über eine Rüttelautobahn, die unsere Vorurteile von Polen bestätigte. Aber in Polen hat sich seit 2005 sehr viel getan. Denn, in dem Jahr war ich mit dem Rad mal nach Danzig gefahren. Eine eindrucksvolle Erfahrung. Schon an der polnischen Sprache scheitert wohl schon manch williger Deutscher an den sechs und mehr Konsonanten in einem Wort.
Um 18.30 Uhr kamen wir in der Innenstadt von Breslau an. Das Hotel lag in der Powstancow Slaskich 7B .Sicherlich kann das jeder flüssig aussprechen. Das Essen war gut und reichlich. Das Hotel hatte 4 Sterne Standard.
Am nächsten Tag hatten wir in Breslau eine Stadtführung. Unsere Stadtführung konnte sicherlich besser Deutsch sprechen, als die meisten von uns. Das Wetter war sommerlich warm und brav besichtigten wir die Jahrhunderthalle mit der imposanten Kuppel, sowie die 70 m hohe Stahlnadel davor, und die wiederaufgebauten Kirchen und blaue Brücken, Denkmäler mit Johannes Paul der zweite und kleine bronzene Zwerge, die in der Innenstadt an vielen möglichen und unmöglichen Plätzen aufgestellt sind. Walter und ich besichtigten auf eigene Initiative den zu dieser Stunde noch menschenleeren Schweidnitzer Keller drunten im alten Rathaus. Dort saßen wir Bier trinkend in höchst bequemen blutroten Fau|teuils und das Leben war schön .Als wir endlich wieder die Sonne erblickten , stellten wir uns vor einen Bäckerladen an und kauften leckeres in Schmalz gebackendes einheimisches Gebäck und sahen höchst vergnügt zu, wie eine bunt angezogene Japanerin ein Selfi von sich und einen bronzenen Gartenzwerg zu knipsen versuchte. Es gefiel uns gut in der Altstadt von Breslau oder jetzt Wroclav. Viel ist wieder aufgebaut. Schön die Häuserfronten am Markt.
Nach langer Fahrt durch das grüne Schlesien kamen wir nachmittags in Krakau im Novotel Hotel an.
Unsere recht sportliche Führerin zeigte uns am nächsten Tag Krakau. Also zuerst rauf auf dem Wavel. Die große Burg an der Altstadt. Wir stiegen etliche Stufen hoch und besahen die fast leeren Prunkräume. An den Wänden hingen handgewebte Teppiche. Die wiederholten sich endlos und einer jammerte, dass man hauptsächlich nur Teppiche gesehen hätte. Auch wurde uns erzählt, wer nun alles hier residiert und gebaut hatte. Interessant war die Kirche im Schloss. Da waren wohl alle Baustile der vielen Jahrhunderte. Der Hügel Wawel in Krakau ist Polens Heiligtum. Ausgerechnet hier herrschte im Zweiten Weltkrieg Hitlers Statthalter Hans Frank.. Der Schlächter Polens. Dann zum Rynek, den großen Marktplatz. Hier war großer Auflauf. Viel Volk war unterwegs. Hat Krakau doch über 37000 Studenten, die auch das Stadtbild prägen. Ein großes bronzenes Denkmal mit Brunnen zog besonders Kinder und Jugend an. Die einen plantschen im Brunnen, die größeren Buben und Mädels bestiegen den verehrungswürdigen Helden des polnischen Volkes. Viele weiße Kutschen, gezogen von zwei Pferden, trabten über den großen Platz. Darin waren keine, die sich trauten den Bund der Ehe einzugehen, sondern meist schwergewichtige, gut Betuchte aus aller Herren Länder. Vom Turm der Marienkirche erklang ein kurzes Trompetenstück, ein alter Brauch. Die Tuchhallen mit ihren Ständen voll mit kunstgewerblicher polnischen Folklore hatten wir schnell abgehakt. Mittags aßen wir in einem kleinen Park, der früher mal ein Wassergraben war.
Dann mit dem Bus in das alte jüdische Viertel. Das im Osten von Krakau gelegene Kazimierz war das kulturelle und religiöse Zentrum der Juden in Polen..Klezmer-Musik erklang aus einer Gaststätte Heute ist Kazimierz mit seinen alten Häusern, Tempeln und Restaurants durch und durch touristisch geprägt.
Im Frühtau, am nächsten Morgen ging es vom Hotel in Krakau nach Warschau, der Hauptstadt Polens. Autobahnabschnitte waren teilweise schon fertig, dann ging es wieder durch alte Landstraßen und schmucke Dörfer. Felder waren gut bestellt. Vieh sah man wenig. Weite große Wälder und die leicht hügeliche schlesische Landschaft. Dann viel Industrie bei Katowice und viel Verkehr. In Warschau angekommen, bezogen wir das Hotel Mercure direkt in der Innenstadt. Warschau, die Hauptstadt Polens ,hat im 2. Weltkrieg sehr gelitten und wurde weitgehend zerstört. Der Aufstand im Warschauer Ghetto, am Ende der Deutschen Terrorherrschaft, im Angesicht der Roten Armee am jenseitigen Weichselufer, mit den vielen unnötigen Opfern, hat sich tief in das kollektive Gedächtnis der Polen eingegraben. Besonders der Kniefall des deutschen Bundeskanzlers Willy Brandts vor dem Denkmal der gefallenen Helden am 7. Dezember 1970 beeindruckte die Öffentlichkeit weltweit. Mitten in der Innenstadt Warschau thront immer noch der im stalinistischen Zuckerbäckerstil errichtete Kulturpalast, dem höchsten Gebäude Warschaus. Rundum wurden in den letzten Jahren eine Skyline von hoch modernen Glaspalästen gebaut. Das Bronzedenkmal von Frédéric Chopin im Łazienki-Park in Warschau ist beeindruckend.. Es stellt den Komponisten unter einer vom Wind gebeugten Weide dar. Die Zweige der Weide sollen die bewegten Finger des Pianisten darstellen. Bewunderungswürdig sind die wieder aufgebaute Altstadt und die Königsburg und Adelspaläste. Sie erfreuen die Herzen der Besucher Warschaus. Auch Warschau ist eine quirlige, nicht nur verkehrsreiche moderne Stadt geworden.. Der Mehltau der sozialistischen Jahre verschwindet langsam.
Der nächste Tag sah uns frühzeitig auf der Autobahn in Richtung Danzig. Das bedeutet nicht, dass die Autobahn durchgehend befahrbar war. Denn auch an der Autobahn wurde noch fleißig gewerkelt. Immer mal mussten wir durch große Baustellen fahren. Lange Staus waren die Folge. Bevor wir nach Danzig fahren, wurde die alte Deutschordensburg Marienburg angefahren. Diese Burg ist aus Millionen von roten Backsteinen erbaut. Es war Samstag und es regnete reichlich. So hat sich halb Polen aufgemacht und wollten auch die Ordensburg besichtigen. Nicht nur vor der Kasse war eine Menschenschlange, sondern auch vor den Klos und den vielen Sälen in der Burg. Die einzelnen Fremdenführer schrien sich gegenseitig nieder und ich hörte kaum noch hin. Ich interessierte mich auch mehr für die großen Küchen und die Toiletten der alten Burg an der Weichsel. Wir mussten über eine Fußgängerbrücke marschieren, die mit vielen Liebesschlössern behängt war, um den Busparkplatz zu erreichen.
In Danzig angekommen, bezogen wir das Novotel mitten in der Altstadt. Was ein Glücksfall war. Treubrav besichtigten wir das Krahntor, und die große Marienkirche, die Frauengasse, wo vor Jahrzehnten die Außenaufnahmen für einen Buddenbrooks- Film gemacht wurden.. Auch wurden wir in einen Bernsteinladen geschleppt, wo man uns einen Vortrag hielt mit der Mahnung, ja nicht auf der Straße Bernsteinschmuck zu kaufen, der wäre zumeist aus Kunststoff. Behalten habe ich, dass man tunlichst ein Feuerzeug bei sich haben sollte, denn echtes Bernstein brennt . Verständlich, denn es besteht aus fossilen Harz.
Der nächste Tag machten wir mit dem Bus einen Ausflug nach Zoppot, das ich 2005 kennenlernte und jetzt 2017 kaum wiedererkannte.. Hier war ein Bauboom ausgebrochen und hinter dem 5 Sterne plus Grandhotel hatte man die Straßen in einem Tunnel versenkt. Die damals schon lange Seebrücke wurde noch mal verlängert und kostet nun Eintritt. Es war Sonntag und das Wetter war schön und wiederum war halb Polen hier in Zoppot auf den Beinen. Gdingen wurde sehr kurz besichtigt. Das polnische Segelschulschiff, ein dreimastiges Vollschiff, liegt immer noch an der Kai von Gdingen. Im Dom zu Oliva unweit von Danzig, genossen wir ein eindrucksvolles Orgelkonzert. Wundervoll Bach, immer wieder Bach.. Die lautstarken Orgelklänge ließen mich schon befürchten, dass die alten pommerschen Könige aus ihren bronzenen Grabstätten steigen würden. In Oliva sahen wir das Haus von Lech Walesa, der einstige Elektromonteur der Danziger Werft und von 1990 der Präsident von Polen.
Der vorletzte Tag fuhren wir nach Stettin. Da kamen wir in den vornehmen Radission Hotel unter.. Ein Hotel, dass auch so in Frankfurt oder Brüssel stehen könnte. Ich war froh und dankbar, als ich nun 2017 sah, wie gut sich Stettin in den letzten Jahrzehnt gemausert hatte. Sehr gut habe ich in er Erinnerung, wie 1956 doch schon 11 Jahre nach 1945 , aussah. Schutt, nur Schutt, der ganze Hafen nur Schutt. Da waren gerade mal die Straßen freigeräumt. Maa musste in der Mitte der Straße gehen. Hoch oben die Hakenterrasse. Auch sehr demoliert. Ein kleiner Zirkus hatte sich mitten im Trümmelfeld sein Zelt aufgebaut und ich allein mit meinen 15 Jahren in der fremden zerstörten Stadt ging in den Zirkus. Heute ist das Stettin auch eine lebendige Stadt. Jeder hat ein Auto oder möchte ein Auto fahren. Da sind sich alle Polen einig. Überhaupt ist das Markenbewusstsein hier in Polen erstaunlich. Starbuck und Mc Donald sind proppenvoll. Wir besichtigten das weiße Schloss und die wieder aufgebaute Altstadt. Bei einer Stadtrundfahrt sahen wir noch viele Gebäude aus deutscher Zeit. Hier wohnen noch viele nicht betuchte Polen zu günstigen Mieten.Von der pompösen Hakenterrasse sahen wir auf den Hafen und den Hauptbahnhof herunter.
Am nächsten Tag ging es in Richtung Heimat. Wir fuhren unbehelligt von Zöllnern oder Polizei in Richtung Lübeck. Der Kreis hatte sich geschlossen. Eine schöne interessante, aber anstrengende Reise, hatte sein gutes Ende gefunden.
Heiner Fosseck
19.7.17 12:32


Freude schöner Götterfunken?

„Freude schöner Götterfunken, Tochter aus Elysium. Wir betreten feuertrunken Himmlische dein Heiligtum“, so hörten hochherrschaftliche internationale Politikgrößen in einer überteuerten Musikhalle im Hamburger Hafen die neunte Sinfonie von Beethoven. Gleichzeitig haben kriminelle Feuertrunkende Teile von Hamburger Stadtteilen in Schutt und Asche zerlegt. Nicht nur im ehemaligen Arbeiterviertel Schulterblatt, nein, auch in der Max-Brauer-Alle in Altona wurden flächendeckend Schaufenster eingeschlagen. Rücksicht auf SPD Parteibüros wurden nicht genommen. Meine Versicherung „Contimentale“ wurde demoliert, so dass man Schilder an die Fenster hängen musste mit der Aufschrift „Wir arbeiten weiter, dies ist keine Baustelle“. Die Banken und Sparkassen in der Neuen Großen Bergstraße waren gleichwohl ein Scherbenhaufen. Fast 500 Polizeibeamte wurden mehr oder weniger verletzt. Im Altonaer Krankenhaus wurden deshalb zu operierende Patienten vom OP-Tisch genommen und nach Hause geschickt, wie mein schwer erkrankter Nachbar. Die Ärzte wurden dringend für die verletzten Polizeibeamten benötigt.Wir sind erschüttert, wenn wir von einem durchgeknallten Juristen hören müssen, dass in Pöseldorf und Blankenese wir nächstes Mal so eine Gewaltorgie erleben sollten. Der gute Bürgermeister Klaus von Dohmanyi trat nach ähnlichen Gewaltexzessen im Jahre 1987 zurück.
Heiner Fosseck
13.7.17 23:07


Von Hammerbrook ins Kanalsystem der Bille

Am Freitag, den 12. Mai 2017 lud Herr Runge vom „Verein Hamburg – Grüne Metropole am Wasser e.V.“ und die patriotische Gesellschaft, sowie der Blankeneser Bürger-Verein mit Herrn Prof. Dr. Jürgen Weber zu einer Barkassenfahrt von Hammerbrook durch das Kanalsystem der Bille mit Ihrer weitgehend unbekannten Stadtlandschaft ein. Unbekannt, auch wohl deshalb, weil in Hammerbrook etwa nur 2500 Menschen wohnen. Die Fahrt begann am Anleger des Mittelkanals direkt unter dem S-Bahnhof Hammerbrook in der City-Süd. Hier wurden in den letzten Jahrzehnten viele Bürohäuser erbaut und auch Zugänge und Promenaden zum Kanal geschaffen. Alles wirkte aber ungepflegt und hat wohl eine geringe Aufenthaltsqualität. Zwei weiße Wassertröge aus Beton für Wohnboote warten auf Käufer am Kai. Ein weiteres ist schon ausgebaut und haart auf Nachbarboote. Fast pünktlich kam die Barkasse „Speicherstadt“ und nahm unsere etwa 40 Leutchen auf und los ging es durch den Mittelkanal nach Osten. Vorbei an großen Bürohäusern. Kinder einer internationalen Schule winkten uns zu. Ein bekannter Architekt hat sich hier mit dem gläsernen Doppel – X -  Haus verwirklicht und am Ende des Wasserbassin grüßte der „Berliner Bogen“ mit seinem halbrunden Dach, in dem die Büroleute bei Regen sich wie in einem U-Boot wähnen. In 5 er Gruppen liegen an der Ostseite des Wasserbassins bessere Hausboote . Rechts am Heidenkampsweg wurden sehr spät nach dem Kriege am Kanal Bürohäuser zwischen Sstraße und Kanal gebaut. Im Sommer 1943 legten anglo - amerikanische Bomberverbände bei 213 Angriffen große Teile Hamburgs in Schutt und Asche.Allein in Hammerbrook starben über 12 000 Frauen, Kinder und meist alte Männer. Das alte Hammerbrook mit 60 000 Bewohner, Hamburgs dichtest besiedeltes Gebiet, gab es nicht mehr. Nach dem Krieg wurde Hammerbrook nicht wieder aufgebaut. Das Grauen vor diesem geschundenen Gebiet und der blutgetränkte Boden mit den vielen Leichen im den Schuttmassen hielt Senat und Stadt lange Zeit von dem geordneten Wiederaufbau ab. Das von Kanälen und der Bille durchzogene Marschenland wurde von Speditionen, Autohöfen großformatigen Straßenkreuzungen und Industriebauten besiedelt. Tausende von Kleingärten entstanden auf der Billerhuder Insel und an dem Ufer der Bille und den Kanälen. Obwohl Industrie und Gewerbebauten dominieren, kann man bei einer Kanalfahrt durchaus auch venezianische Momente in diesen amphibischen Hamburg erleben. Gab es doch in früheren Zeiten Landhäuser und Barockgärten von Hamburgern, die hier den beengten Verhältnissen im alten Hamburg entfliehen wollten. Die Bille mündet bei der Brandthofer Schleuse in die Elbe. Hier ist der große Obst-und Gemüsemarkt Hamburgs und unweit ist ein großer LKW Parkplatz, wo nächtens die Fahrer nach der Entladung ihrer Fahrzeuge übernachten. Belastet wird dieses Gebiet mit ihrer Zwischenbegrünung zwischen Bahndamm und Amsinckstraße durch rumänische Wanderarbeiter, die hier ihre Zelte und Bretterbuden errichten und dadurch für die Vermüllung dieses Gebietes immer wieder sorgen. Auch Prostitution und Alltagskriminalität gedeihen neuerdings hier sehr, wie uns von Jan Pietsch vom Fachamt für Stadtentwicklung und Wohnen mitgeteilt wurde. Weiter östlich am ehemaligen Hannöverschen Bahnhof an der Billstraße ist die Erstaufnahmestation für Flüchtlinge und Asylsuchende. Rechts ist Rothenburgsort mit einem Gelände von Mercedes-Benz und links ist das Bille Ufer mit Kleingärten und Bootsanlegern. Öffentliche Wege zum Billeufer sind rar. Ein sehr durchsetzungsfähiger Hamburger Bausenator Wagner hatte vor Jahrzehnten versucht, die Kleingärten mit 6 stöckige Wohnhäusern zu ersetzen, ist aber am Widerstand der meist sozialdemokratischen Bewohner der KLG gescheitert. Jetzt hat die Umweltbehörde das Projekt Wohnungsbau an Bille und Kanälen den Bezirken Mitte und Bergedorf übergeben. Die sind nun dabei ihr Fachpersonal aufzustocken. In der Öffentlichkeit wird schon geworben für den Wohnungsbau am Wasser.. In Hamm – Süd wurde schon vor Jahren ein großes Wohnungsvorhaben am Wasser abgeschlossen. Das wurde von den Bewohnern positiv angenommen.Es gibt schlimmste Verunstaltung der Ufer der Kanäle und des Flussufers der Bille. Logistikhallen, Parkplätze, Schrottplätze, Müllkippen und dann Schrebergärten und Restgrün und Sportboothäfen sowie ein Verkehrsübungsplatz. Die Entwicklung der Hafen-City soll nicht an den Elbbrücken enden, sondern weiter in Richtung Osten nach Horn und Billstedt entwickelt werden. Im Kleingartengebiet „Horner Rampe“ gibt es 1000 Kleingärten. Nicht so qualitätsvoll wie auf der Billerhuder Insel. Die Bewohner dürfen eigentlich nicht durchgehend dort leben und sind auch nicht an der Kanalisation angeschlossen. Sickergruben sind ein Notbehelf. Eigentlich sind diese KLG nach dem Krieg zur Selbstversorgung der arbeitenden hungrigen Menschen gedacht worden. Jetzt liegen weiße Luxusjachten und großformatige Boliden parken auf den Parkplätzen und die kleinen Gartenhäuschen sind teilweise schmucke Häuser geworden. All dieses Land wird jetzt für Wohnungsbau beansprucht.Begehbare Uferzonen werden entstehen. Das große Billebecken wirkt wie die Außenalster. Hier lässt es sich gut wohnen. Leider fehlt die kritische Öffentlichkeit.Die positiven Stimmen sind zu wenig. Auch muss die Bille teilweise ausgebaggert und belasteter Schlick entsorgt werden.
Nach drei Stunden kamen wir wieder in Hammerbrrok an. Ein uns weitgehend unbekanntes Gebiet von Hamburg unweit der Mitte von Hamburg haben wir kennengelernt. Vielen Dank dem Verein „Grüne Metropole am Wasser e. V.“ für diese informative Fahrt durch die Wasserwelt von der Bille und ihren Kanälen.
 
Heiner Fosseck
 
 
 
 
 
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20.7.17 08:36


Auslaufparade der historischen Schiffe aus dem Hamburgeer Hafen 2017

Der 7. Mai 2017 war ein angenehmer Maientag. Westlicher kühler Wind und Sonne, machte Laune Der Blankeneser Bürger-Verein lud zur Auslaufparade auf die Barkasse „Viktoria“ ein. Wie schon der Name verrät, ist das Schiff wohl über 100 Jahre alt. 140 Passagiere gingen in Teufelsbrücke an Bord. Herr Helmut Wichmann vom Vorstand des BBV begrüßte die Fahrgäste und dann ging es in Richtung Landungsbrücken. Etwa 100 Schiffe in vier Startgruppen sollen an der Auslaufparade teilnehmen. Zuerst kam uns das große Hapag - Lloyd Containerschiff „Cartagena Expreß entgegen. Klaus Schade informierte uns, dass das Schiff 330 m lang und 48 m breit sei. Das muss nicht alles stimmen, aber man sei an der Wahrheit nah dran, meinte er. Auf dem Lotsenschoner Atalanta aus Wismar, war Klaus Schade mal Kaptein und Herr gewesen und der Traditionssegler wurde von uns deshalb mit einem dreifach „Hipp,Hipp Hurra“ begrüßt. Die Atalanta tutete dreimal zurück. Danach kam das älteste fahrbereite Feuerschiff Elbe 3, gebaut 1898 ,uns entgegen. Das Schiff kennt jeder richtige Hamburger, liegt es doch im Museumshafen Övelgönne. Die kaum jüngere Schaarhörn, ein Dampfer mit bewegter Vergangenheit, ist im Hafen bekannt wie ein bunter Hund. Fährt das schmucke Schiff für Geld als Ausflugsdampfer Passagiere auf der Elbe spazieren. Bei Blohm und Voss lag im Dock ein Containerfrachter mit abgebauten Propeller. „Einmal Rasieren und Haareschneiden“ nennt Klaus Schade das Auffrischen des Containerschiffes mit Farbe und Rost entfernen. Das Führungsschiff „Mir“ wurde vorne und hinten mit Schlepperhilfe bugsiert.. Die weiße Viermastbark mit der markanten blauen Bauchbinde am Rumpf ist die Krusenstern , die frühere „Padua“ der Reederei F. Laeisz. Nun wurde das Gedränge auf der Elbe immer enger und bunter. Hier die schöne Artemis, dort die Barkasse „Lüneburger Heide. Dann die winzige Dampfbarkasse Mathilda. Überall zwei- und dreimast - Segler, meist aus Holland. Drei Schiffe der Aidas Gruppe lagen an verschiedenen Stellen im Hamburger Hafen Die Nautikerin, Frau Masuch ,von der Hamburger Hafenleitung hatte das ganze Schiffsgewimmel im Griff.. Über UKW hörten wir, wie Frau Masuch anwies, dass alle kleineren Segler, die weniger als vier Knoten liefen an die Kannte fahren sollen. Beim Start wurde der Countdown runtergezählt. Dann sollen alle Schiffe dreimal Signale geben. Was eine Kakophonie von Tönen und Pfeifen auslöste. Der Versorger „Bonn“ der Bundesmarine lag groß und mächtig vor dem Magdeburger Hafen. Die haben alles am Bord, was die Marine im Einsatz benötigt. Von Nahrungsmittel und Toilettenpapier bis zum kompletten Lazarett ist alles an Bord. Auf der rechten Seite der Elbe standen Menschenmassen bis zum Stintfang hoch. Bei uns an Bord herrschte eine gelöste Stimmung. Man kannte sich und man hatte viel zu erzählen. Das Bedauern über die dicht gedrängten Menschenmassen auf den St. Pauli Landungsbrücken hielt sich in Grenzen. Die Kogge UBENA aus Bremen , ein Nachbau der vor Jahrzehnten in der Weser gefundenen Schiffwrack kam uns entgegen. Die Zeit verging im Fluge und um 19 Uhr kamen wir wieder in Teufelsbrücke an.Dank an Helmut Wichmann und den Blankeneser Bürger-Verein für die Organisation dieser dreistündigen Fahrt auf der Elbe am Hafengeburtstag.

Heiner Fosseck
12.7.17 08:46


Die „Kleine Freiheit“ auf großer Elbefahrt

Pünktlich um 16 Uhr am Freitag, den 28. April 2017 kam das neue Fährschiff „Kleine Freiheit“ der Förde Reederei Seetouristik am Blankeneser Bull`n an. Das Fährschiff fährt fünfmal am Tag seit Karfreitag die neue Fährlinie von den St. Pauli Landungsbrücken nach Blankenese. Pünktlich ergoss sich auch ein starker Regenschauer über die wartenden Gäste auf dem Bull`n . Darunter auch viele Mitglieder der Blankeneser Trachtengruppe in ihren bunten kleidsamen Trachten. Auch Männer im schwarzem Gehrock und steifen Hut stolzierten gemächlich durch die Menge. , die jetzt vor Wind und Wetter flüchtend, ins geheizte Innere der „Kleinen Freiheit“ strömten. Man saß dicht gedrängt auf den gepolsterten Sitzen und man hatte sich viel zu erzählen. Jemand ließ das Publikum unten im Schiff : “Viel Glück und viel Segen“ im Kanon singen. Nein, keiner hatte Geburtstag, das war das „Geburtstagständchen“ für die neue Fährlinie. Der Vorstandsvorsitzende des Blankeneser Bürger-Vereins, Herr Professor Dr. Jürgen Weber, hielt eine kurze Ansprache über den Ablauf der Feier der Einweihung, von der ich nur behalten habe, dass es auf der Geige von Ahrberg gesponsertes Freibier gibt. Im Fischclub gab es Proseco und im Kiosk des Bull,n krümeligen gut schmeckenden Kuchen. Das Fernsehen war da und wir mussten fünfmal „Guten Abend Hamburg“ aufsagen, bis es endlich klappte. Am Strand froren unter einem Zeltdach die Jazzmusiker, hatten sie doch die alten Stücke zu Gehör gebracht, wie “ Am Sonntag will mein Süßer mit mir Segeln geh`n“. u.s.w. Der Vorstandsvorsitzende des BBV hielt dann nocheine Rede über die lange historische Bedeutung der Fährlinie, die leider 2005 von der HADAG beendet wurde. Was in Blankenese und Schulau, sowie im alten Land sehr bedauert wurde. Ist doch die Fahrt am Hohen Elbufer ein touristisches Sahnestückchen in Hamburg. Die Leiterin Frau Dittmer der FRS freute sich über dem herzlichen Empfang in Blankenese und hofft , dass nach einer gewissen Durststrecke diese Fährlinie auch ein Erfolg werden würde und dann bis Schulau verlängert werden kann.. Die Preise sind für hin - und Rückfahrt 18 Euro. Eine Richtung die Hälfte und Kinder auch die Hälfte. Dass Rentner etwas weniger berappen müssen wurde wohlwollend vermerkt.

Jetzt kam der Hamburger Männerchor auch zum Vortragen seiner Gesangskunst und wir lauschten den alten Shantis von „ rolling home“ und das man „die Pest an Bord“ hatte. Nun war die Stimmung gut, Frau Dittmer bekam von Herrn Weber einen opulenten Blumenstrauß übereicht und auch das Wetter hatte sich beruhigt.

Heiner Fosseck
2.5.17 19:02


Die Smutjes im Blankeneser Fischerhaus sagen Tschüss

Die Smutjes im Blankeneser Fischerhaus sagen Tschüss

Seit 1998 besteht die Männerkochgruppe „die Smutjes“ im Blankeneser Fischerhaus. Geleitet wurde diese etwas aus 9 Männern bestehende Gruppe immer von Damen. Somit ist hoffentlich das Gleichstellungsmerkmal gegeben. Eine Dame die Kochen kann und die die Männer anleitet, wie man Sauce Hollandaise oder Coq au vin bereitet. Angefangen ist man mit Hausmannkost und einfachen Speisen. Einmal im Monat, meist der letzte Donnerstag im Monat beginnt man mit einen Glas Sekt oder Chablis in der Diele des alten Fischerhauses an der Elbterrasse. Dann wird eingeteilt, wer nun die Kartoffeln schält.und der über 80 jährige Willy Wüpper schält die Kartoffeln am besten. Der sitzt gemütlich auf der Diele und ist schon mal beschäftigt und aus dem Weg. In der kleinen Küche ist gar kein Platz für die Kochmänner.. Mehr als vier sind in der Küche nicht erwünscht. Wenn man der Meinung ist ein Mitglied passt nicht zu uns, wird knallhart die Konsequenz gezogen und ihm bedeutet, er soll sich eine andere Gruppe suchen.
Am 27 April 2017 war nun für die Kochgruppe Schluss. Das Fischerhaus soll von der Stadt saniert werden und das dauert nun etwa zwei Jahre. Man hatte erwogen in den Gemeindesaal umzuziehen, aber dort ist nicht der gemütliche Flair eines denkmalwürdigen Blankeneser Fischerhauses. Nein, man hat nun auch ein Alter erreicht, wo man aufhören sollte. So lud man auch die Damen und einen Herrn zum Abschiedsessen ein. Ursula Fosseck und ihre Kochmannen liefen zu Hochform auf. Professor Friedemann Hellwig war einige male in Israel und hat wahrscheinlich koschere Mezze als Vorspeise bereitet. Mit viel Knoblauch und Linsen, Kräutern und exotischen Gewürzen aus tausendundeiner Nacht. Das erinnerte die Gruppe, die vor etwa einen Jahrzehnt für die Kinder aus Blankenese, die nach dem sie den Holocaust 1945 entkommen sind und in Blankenese auf dem Kösterberg auf die Reise nach Israel vorbereitet wurden. Die damaligen Kinder kamen nun als alte Herrschaften auf Einladung von Blankeneser Vereinen und der Kirche zu Besuch nach Blankenese. Die Kochgruppe unter der Führung von Ursula Fosseck und auf Initiative von der Leitung des Fischerhauses, Ingrid Plank,übernahmen die Herkulesaufgabe 120 jüdische Damen und Herren zu verköstigen. Koscher war die wunderbare Kartoffelsuppe, aber für das umfangreiche kalte Büfett, wollte man nicht die Hand für ins Feuer legen.. „Das wäre auch nicht schlimm, auf Reisen nehmen wir das mit den koscheren Speisen nicht so genau“. Alles war gut und die vielen jüdischen Gäste waren des Lobes voll.
Frau Ingrid Plank hielte eine Rede, und teilte mit, dass der Umbau und die Restauration des Fischerhauses, dass ja auch ein kleines Museum ist, etwa zwei Jahre andauern wird. Das Altonaer Museum wird die Exponate in einem Sonderarchiv verwahren und Fotos und Papiere werden hier in Blankenese gelagert werden. Der Rest wir verhöckert. Man wird auch darauf dringen, dass die Küche vergrößert wird. Andere Gruppen lösen sich auch auf und wiederum andere Gruppen kommen im Pastorat von Herrn Pastor Poehls unter oder werden im Gemeindesaal residieren.
Zurück zum Abschiedsessen. Der Hauptgang war der Jahreszeit entsprechend. Weißer Spargel, Kartoffeln und flüssige Butter. Dazu Katenschinken und kleine Schnitzel. Zum Schluss wurde von Hans Lembke dann ein großer Glasbecher mit Rhabarber,Quark, Himbeeren, Heidelbeeren und oben wieder Quark mit kleinen Amaretti aufgetischt. Nun waren wir rundum satt und dann saßen wir, die Gäste ,gemütlich bei Weißwein, während die Köche abwuschen und die Küche wieder aufklarten. Herzlichen Dank den braven Kochmänner und bleibt gesund.
Heiner Fosseck
2.5.17 19:02


Eindrücke von der Jahreshauptversammlung des Blankeneser Bürger-Vereins

Eindrücke von der Jahreshauptversammlung des Blankeneser Bürger-Vereins

Am 25. April 2017 fand die Hauptversammlung des Blankeneser Bürger-Vereins statt. In der Aula der Gorch -Fock - Schule waren von den knapp 430 Mitglieder des Vereins etwa 40 Mitglieder anwesend. Darunter der gesamte Vorstand. Am Anfang gedachte man der im vorigen Jahr verstorbenen Mitglieder. Ein Versammlungsleiter wurde nicht gewählt. Der erste Vorsitzende Prof. Dr. Jürgen Weber übernahm die heikle Aufgabe, den Mitgliedern über die Aktivitäten des Vereins im letztem Jahr zu berichten. Herr Weber informierte über folgende TOP Gesellschafhtliches , Bauliches/Erbauliches, Nautisches, Grünliches, Kulturelles. Das Finanzielle wurde von Frau Marion Spiegelberg vorgetragen.

Unter dem Punkt Gesellschaftliches sind folgende Aktivitäten erwähnt worden: Unsere Zeitung „Blankenese“, Neumitgliedertreffen, Bürgertreffen in der Marthastiftung, Blankenese blitzblank. Bei Blankenese-blitzblank mussten einigen Schulklassen abgesagt werden, da die Verköstigung die Ressourcen des Vereins überfordert hätten. Der Bürgerverein hatte sich seit 12 Jahren für eine Fährverbindung von Hamburg nach Blankenese stark engagiert. Nun konnte im Mai das Fährschiff „Kleine Freiheit“ von der Förde -Reederei endlich am Karfreitag die Fahrt nach Blankenese aufnehmen. Die HADAG und die Finanzbehörde, sowie die Hamburg Port Authority benötigten über ein Jahr, um eine positive Entscheidung über diese Fährverbindung zu erteilen. Das Bohren dicker Bretter scheint im Vorstand des Bürgervereins tägliches Geschäft zu sein. Herr Heiner Krause , der den Kulturkreis verantwortet, plant eine Busreise ins Elsass. Herr Ronald Holst vom Verein „“Historisches Blankenese“ und der BBV beteiligen sich aktiv an dem Fest „150 Jahre Bahn nach Blankenese“ am 20. Mai 2017 im Blankeneser Bahnhof. Der Flohmarkt findet am 16. Juni auf dem Marktplatz vor der Kirche statt. Eine Erfolgsgeschichte wie Frau Silia Both und auch Frau Marion Spiegelberg erfreut mitteilten. Unter Grünliches wurde mitgeteilt, dass es gelungen ist, der Politik eine positive Entscheidung über den Ankauf der Streuobstwiesen am Wasserwerk abzuringen und damit den Elbpark bis zur Treppe zum Römischen Garten zu erweitern. Hier die Einladung : "Falkensteiner Uferpark" -O s t: Einweihung am 3. Mai 2017, 16.00 Uhr Bürgerverein und "Regionalpark Wedeler Au" feien den n e u e n von der Stadt erworbenen und gestalteten Parkteil (mit Besichtigung eines der Pumphäuser am Fuße des Kösterbergs/Bauersbergs. Selbstverständlich beteiligt sich der BBV am „Blankeneser Straßenfest“ am 23. September und die Weihnachtsfeier soll am 1. Dezember 2017 stattfinden. Die Blankeneser Bücherhalle, die auf Betreiben des Vorstandes des BBV vor Jahren wieder nach Blankenese kam, wird erweitert, und bekommt vom Verein eine neue Bank für die neue Terrasse am Gosslers Park. Bänke sollen auch gespendet und aufgestellt werden für Opn Kamp und Bornholdts Treppe. Wo viel Licht ist, ist auch mal Schatten. Eine Gruppe um Frau Jutta von Tagen, und Herrn Joachim Eggeling stellten rechtzeitig einen Antrag: Neu/Umgestaltung des Blankeneser Ortskerns mit Marktplatz und Markthaus“. Hierüber begannen erregte Debatten von den Antragssteller, die sich teilweise nicht genug informiert fühlten und mit dem Ergebnis der Entscheidungen der beratenden ARGE Ortskern Blankenese nicht einverstanden waren. Herr Weber hatte einen schweren Stand in der Debatte, wies aber darauf hin, dass der Bürgerverein in diesem beratenden Gremium nur zwei Stimmen habe. .Der Schwanz kann nicht mit den Hund wedeln. Es ist schon erstaunlich, dass der Blankeneser Bürger - Verein mit knapp 430 Mitgliedern in der Hamburger Politik und in der lokalen Presse so viel Aufmerksamkeit erregt. Nicht zuletzt ein Verdienst des Vorstandsvorsitzenden des BBV. Der Antrag der Gruppe wurde von der Versammlung mit deutlicher Mehrheit abgelehnt. Eine Pause war jetzt angebracht, auch für Herrn Weber der über 90 Minuten geredet hatte. Eine“ Einmannshow“, die wohl an die Substanz des 80 Jährigen ging. Weiter ging es mit den anstehenden Neuwahlen des Vorstandes. Vorher wurde der gesamte Vorstand entlastet.

Für die Schatzmeisterei:wird Frau Marion Spiegelberg wieder gewählt.

Herr Heiner Krause kandidiert für den II.Vorsitz . Er wird zum II. Vorsitzenden gewählt.

Die ehemalige II. Vorsitzende Frau Jutta von Tagen wird als Beisitzerin gewählt.

Frau Natascha P. Möller-Pannwitz stellt sich zur Wahl. Wird mit deutlicher Mehrheit gewählt. Sie verantwortet die Vereinszeitung „Blankenese“

Herr Fred Möller kandidiert neu und wird Beisitzer im Vorstand.

Herr Franz Vollmer bleibt im Amt

Herr Rolf Wietbrock bleibt im Amt

Herr Ingo Eggers bewirbt sich zum Beisitzer und wird gewählt.

Frau Ursula Fosseck wird zur Beisitzerin gewählt. Sie verantwortet mit Herrn Franz Vollmer das Soziale .

Herr Dieter Henning und Herr Fred Möller werden zum Beisitzer gewählt.

Frau Minette Marwedel wird als Kassenprüferin gewählt.

Frau Elke Wind wird in der gleichen Position wieder gewählt.

Nach über drei geschlagenen Stunden wurde die teilweise sehr kontrovers verlaufene Hauptversammlung schlussendlich doch in guter Stimmung beendet.

Heiner Fosseck
2.5.17 19:02


Blankeneser Ortskerngestaltung

Blankeneser Ortskerngestaltung
An einem schönen Apriltag lud das Zukunftsforum Blankenese zu einem Kreativ-Nachmittag in die Aula der Gorch-Fock-Schule ein. Neugestaltung des Blankeneser Ortskerns war das Thema. Der Arbeitskreis sollte die Neugestaltung des Ortskerns in der Planung begleiten und Ideen sammeln. Nun hatte man sich vor einigen Jahren auf eine behutsame Neugestaltung des Ortskerns geeinigt. Mühsam raufte man sich zusammen. Sämtliche Blankeneser Institutionen waren beteiligt. Aus gutem Grund und leidvollen Erfahrungen wurden keine Einzelpersonen geladen. Die Kirche, SPD und CDU sowie FDP waren vertreten, sowie Blankeneser Bürger-Verein und Historisches Blankenese. Die Marktbeschicker und die Kaufmannschaft und Business Improvement Districts (BID) waren auch dabei. Herr Köster vom Büro arbos Landschaftsarchitekten und Herr Grützmann vom Fachamt Management des öffentlichen Raumes des Bezirksamts Altona hatten einen schweren Stand. War man im Vorwege gewarnt, durch diverse Presseveröffentlichungen, dass mit zahlreichen Widerständen zu rechnen sei.
Die Umgestaltung des Blankeneser Marktes, das eigentliche Herz vom Ortskern Blankenese, wird in fünf Bauabschnitten umgestaltet.
1. Angefangen wird im Mai 2017 mit den Platz vor dem Mariniblock und der Propst-Paulsen-Straße.. Hier sind die Aufträge vergeben und können nicht mehr verändert werden.
2. Mühlenberger Weg
3. Marktplatz
4. Marktplatz
5. Blankeneser Bahnhofstraße
Die Abschnitte 2-5 können in der Planung noch geändert werden.
Herr Köster geht bei der Freiraumplanung des Marktplatzes von einer generationsübergreifenden Nutzung aus. Alte Bäume auf dem Markt mussten gefällt werden, damit man mit dem Bauarbeiten beginnen kann. Wird doch die Propst-Paulsen-Straße einige Meter in den Markt verlegt. Neuer Platz wird für die Marktbeschicker benötigt. Der Parkplatz auf dem Markt wird möglichst nach dem Umbau aufgegeben. Dafür werden an der Südseite des Marktes einige Stellplätze in Schrägaufstellung eingerichtet. Der Platz wird insgesamt nivelliert und damit barrierefrei erreichbar sein. Das gelbbraune Klinkerpflaster zu dem man sich entschlossen hat, ist für schwere LKW befahrbar .Es hat auf der Versammlung unterschiedliche Reaktionen ausgelöst und Missmut erregt. Jemand schlug roten Klinker vor, ein anderer wollte dunkle Steine. Granit wäre gut, aber nicht bezahlbar. Die Randbepflanzungen des Marktes wurden für den Umbau entfernt. Joachim Eggeling vermisst das Alleinstellungsmerkmal des großen leeren Platzes..Ein Brunnen oder Skulptur müsse in die Mitte des Platzes. Wenn das Geld fehlt, könnte man zumindest schon Wasser- und Elektroleitungen legen .Monika Lühmann meinte, da die Randbepflanzungen entfernt werden sollen, wird es freie Sicht auf den Fahrzeugverkehr geben. Dadurch wird die Aufenthaltsqualität eingeschränkt. Ein Vorschlag war, zwei Zonen Parkraumbewirtschaftung einzurichten. Kernzone bleibt wie bisher..,Das Parken in der erweiterten Zone wird mit Parkausweisen für die Anwohner frei bleiben.
Die Planung für das Markthäuschen ist noch nicht abgeschlossen. Man neigt wohl eher zu einem Neubau. Das Gründreieck mit dem Denkmal des Aufstandes von 1848 im Schleswig-Holsteiner Krieg mit der Doppeleiche, die leider jetzt nur noch einen Baum hat, wird nicht angetastet. Ein Marktplatz komplett „ blechfreier“, wäre aus Sicht vieler nicht sinnvoll.Die Beschlusslage ist, die Parkplatzentwicklung abzuwarten und – wenn möglich – den Markt damit für die marktfreien Tage frei zu kriegen. Ob das überhaupt geht, wird die Zukunft weisen. Warum nicht für bestimmte Anlässe den Marktplatz für die Kirchengänger zugängig zu machen.Die Kirchgänger wollen r ihr Auto abstellen, und die vielen Mütter, die ihre „Goren“ vom Kindergarten per PKW abholen sind auf die Parkplätze angewiesen. Da sollte man sich noch einmal zusammen setzen, ob es nicht eine andere Lösung gibt. Herrn Kaeser von der SPD platzte nun der Kragen. Er hat das „nörgelnde Gemecker“ satt. Der Arbeitskreis Ortskern Blankenese habe dem vorgelegten Ergebnis einvernehmlich zugestimmt. Der öffentliche Raum sei nicht für Autos da, sondern für Menschen.. Auch die Parteien haben das Konzept mitgetragen.. Hier in Blankenese war Bürgerbeteiligung vom Feinsten. Wenn dieses Projekt scheitern sollte, wird in den nächsten 15 Jahren in Blankenese nichts mehr passieren. Am Ende teilte Herr Köster mit, dass die Anregungen und Vorschläge in die weiteren Überlegungen einfließen werden. Nach geschlagenen drei Stunden wurde die Versammlung geschlossen. Während sich viele noch die Köpfe heiß redeten, war ein 80 jähriger Professor und eine ältere Dame dabei hundert Stühle und Tische wegzuräumen.
Heiner Fosseck
2.5.17 19:02


Unser Heft "Blankenese" 1993



Es ist bald 24 Jahre her, als im Heft des Blankeneser Bürger-Vereins von der Reise der Blankeneser Trachtengruppe zur Steubenparade in New York berichtet wurde. Damals hatte das Blatt die Größe von 17 x 24 cm. Heute ist das Format 21 x (knapp) 30 cm. Die Hälfte des Heftes war mit Anzeigen von Gewerbetreibenden belegt. Darunter vier in Blankenese tätige Bestatter. Das war wohl auch ein Grund, dass später die Anzeigen aus dem Blatt verbannt wurden.
1993 erschien die Monatszeitung des Blankeneser Bürger-Vereins 12 mal im Jahr. Die Redaktion hatte Claus Grotzschel inne. Später Frau Anneliese Kaufmann. Sie hatte weitgehend alleine die Verantwortung für das Blatt übernommen.
2005 übernahm der leider zu früh verstorbene Claus Eggers die Redaktion der Zeitschrift. Claus Eggers war für die Wochenzeitung "Die Zeit" tätig und ein ausgesprochener Zeitungsmensch, der schon in den 1970 Jahren eine ziemlich aufmüpfige Zeitung für Blankenese herausbrachte. Nach Claus Eggers übernahm Joachim Eggeling dankenswerterweise die Redaktion und führte die Zeitung erfolgreich weiter. War er doch auch ein ausgesprochener Blankenese-Kenner. Er betreut seit Jahren neben den Archiv des BBV auch sein privates Blankeneser Archiv. Vor einigen Jahren übernahm Natascha Patricia Möller-Pannwitz das Kommando in der Redaktion und brachte frischen Wind in das BBV Blatt. Ist sie doch eine Frau, die eine jüngere Generation repräsentiert, die noch mitten im Berufsleben steht.
Heiner Fosseck
2.5.17 19:02


Park am Wasserwerk



Benjamin Harders hat auf Twitter diesen Plan von der Vergrößerung des Parks am Falkensteiner Ufer getwittert. Durch eine wertvolle Streuobstwiese geht ein Weg direkt an der Wasserkante entlan. Er verbindet den bestehenden Park von den Rückhaltebecken mit den Aufgang zum Römischen Garten. Mindestens ein Weg scheint überflüssig zu sein, meint Benjamin Harders.
2.5.17 19:03


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