Ein Baum im Hirschpark. Hoffentlich bleibt er uns noch lange erhalten.
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Links Hamburg, rechts die Nordsee, vorn Finkenwerder und hinten bald Dänemark. Um uns Blankenese. Über uns der Himmel. Unter uns die Elbe. Und wir: Mitten drin! Wolfgang Borchert

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Polenreise 2017

Polenreise
Um 4 Uhr aufstehen ist nun nicht mein Ding, aber wat mut,das mut. In Stellingen wartete schon unser Bus. Das war aber nur ein Kleinbus, der uns auf einen Parkplatz an der Autobahn A 24 nach Rostock brachte. Hier wurde umgeladen in einem Luxusbus mit über 40 Sitzen, von denen aber nur 23 Plätze besetzt waren und ab ging es nach Breslau. Warum wir durch Berlin fahren mussten erschloss uns nicht sofort. An der Grenze bei Cottbus tauschten wir Geld in Zlotis und dann ging es in das Abenteuer Polen. Zuerst ging es über eine Rüttelautobahn, die unsere Vorurteile von Polen bestätigte. Aber in Polen hat sich seit 2005 sehr viel getan. Denn, in dem Jahr war ich mit dem Rad mal nach Danzig gefahren. Eine eindrucksvolle Erfahrung. Schon an der polnischen Sprache scheitert wohl schon manch williger Deutscher an den sechs und mehr Konsonanten in einem Wort.
Um 18.30 Uhr kamen wir in der Innenstadt von Breslau an. Das Hotel lag in der Powstancow Slaskich 7B .Sicherlich kann das jeder flüssig aussprechen. Das Essen war gut und reichlich. Das Hotel hatte 4 Sterne Standard.
Am nächsten Tag hatten wir in Breslau eine Stadtführung. Unsere Stadtführung konnte sicherlich besser Deutsch sprechen, als die meisten von uns. Das Wetter war sommerlich warm und brav besichtigten wir die Jahrhunderthalle mit der imposanten Kuppel, sowie die 70 m hohe Stahlnadel davor, und die wiederaufgebauten Kirchen und blaue Brücken, Denkmäler mit Johannes Paul der zweite und kleine bronzene Zwerge, die in der Innenstadt an vielen möglichen und unmöglichen Plätzen aufgestellt sind. Walter und ich besichtigten auf eigene Initiative den zu dieser Stunde noch menschenleeren Schweidnitzer Keller drunten im alten Rathaus. Dort saßen wir Bier trinkend in höchst bequemen blutroten Fau|teuils und das Leben war schön .Als wir endlich wieder die Sonne erblickten , stellten wir uns vor einen Bäckerladen an und kauften leckeres in Schmalz gebackendes einheimisches Gebäck und sahen höchst vergnügt zu, wie eine bunt angezogene Japanerin ein Selfi von sich und einen bronzenen Gartenzwerg zu knipsen versuchte. Es gefiel uns gut in der Altstadt von Breslau oder jetzt Wroclav. Viel ist wieder aufgebaut. Schön die Häuserfronten am Markt.
Nach langer Fahrt durch das grüne Schlesien kamen wir nachmittags in Krakau im Novotel Hotel an.
Unsere recht sportliche Führerin zeigte uns am nächsten Tag Krakau. Also zuerst rauf auf dem Wavel. Die große Burg an der Altstadt. Wir stiegen etliche Stufen hoch und besahen die fast leeren Prunkräume. An den Wänden hingen handgewebte Teppiche. Die wiederholten sich endlos und einer jammerte, dass man hauptsächlich nur Teppiche gesehen hätte. Auch wurde uns erzählt, wer nun alles hier residiert und gebaut hatte. Interessant war die Kirche im Schloss. Da waren wohl alle Baustile der vielen Jahrhunderte. Der Hügel Wawel in Krakau ist Polens Heiligtum. Ausgerechnet hier herrschte im Zweiten Weltkrieg Hitlers Statthalter Hans Frank.. Der Schlächter Polens. Dann zum Rynek, den großen Marktplatz. Hier war großer Auflauf. Viel Volk war unterwegs. Hat Krakau doch über 37000 Studenten, die auch das Stadtbild prägen. Ein großes bronzenes Denkmal mit Brunnen zog besonders Kinder und Jugend an. Die einen plantschen im Brunnen, die größeren Buben und Mädels bestiegen den verehrungswürdigen Helden des polnischen Volkes. Viele weiße Kutschen, gezogen von zwei Pferden, trabten über den großen Platz. Darin waren keine, die sich trauten den Bund der Ehe einzugehen, sondern meist schwergewichtige, gut Betuchte aus aller Herren Länder. Vom Turm der Marienkirche erklang ein kurzes Trompetenstück, ein alter Brauch. Die Tuchhallen mit ihren Ständen voll mit kunstgewerblicher polnischen Folklore hatten wir schnell abgehakt. Mittags aßen wir in einem kleinen Park, der früher mal ein Wassergraben war.
Dann mit dem Bus in das alte jüdische Viertel. Das im Osten von Krakau gelegene Kazimierz war das kulturelle und religiöse Zentrum der Juden in Polen..Klezmer-Musik erklang aus einer Gaststätte Heute ist Kazimierz mit seinen alten Häusern, Tempeln und Restaurants durch und durch touristisch geprägt.
Im Frühtau, am nächsten Morgen ging es vom Hotel in Krakau nach Warschau, der Hauptstadt Polens. Autobahnabschnitte waren teilweise schon fertig, dann ging es wieder durch alte Landstraßen und schmucke Dörfer. Felder waren gut bestellt. Vieh sah man wenig. Weite große Wälder und die leicht hügeliche schlesische Landschaft. Dann viel Industrie bei Katowice und viel Verkehr. In Warschau angekommen, bezogen wir das Hotel Mercure direkt in der Innenstadt. Warschau, die Hauptstadt Polens ,hat im 2. Weltkrieg sehr gelitten und wurde weitgehend zerstört. Der Aufstand im Warschauer Ghetto, am Ende der Deutschen Terrorherrschaft, im Angesicht der Roten Armee am jenseitigen Weichselufer, mit den vielen unnötigen Opfern, hat sich tief in das kollektive Gedächtnis der Polen eingegraben. Besonders der Kniefall des deutschen Bundeskanzlers Willy Brandts vor dem Denkmal der gefallenen Helden am 7. Dezember 1970 beeindruckte die Öffentlichkeit weltweit. Mitten in der Innenstadt Warschau thront immer noch der im stalinistischen Zuckerbäckerstil errichtete Kulturpalast, dem höchsten Gebäude Warschaus. Rundum wurden in den letzten Jahren eine Skyline von hoch modernen Glaspalästen gebaut. Das Bronzedenkmal von Frédéric Chopin im Łazienki-Park in Warschau ist beeindruckend.. Es stellt den Komponisten unter einer vom Wind gebeugten Weide dar. Die Zweige der Weide sollen die bewegten Finger des Pianisten darstellen. Bewunderungswürdig sind die wieder aufgebaute Altstadt und die Königsburg und Adelspaläste. Sie erfreuen die Herzen der Besucher Warschaus. Auch Warschau ist eine quirlige, nicht nur verkehrsreiche moderne Stadt geworden.. Der Mehltau der sozialistischen Jahre verschwindet langsam.
Der nächste Tag sah uns frühzeitig auf der Autobahn in Richtung Danzig. Das bedeutet nicht, dass die Autobahn durchgehend befahrbar war. Denn auch an der Autobahn wurde noch fleißig gewerkelt. Immer mal mussten wir durch große Baustellen fahren. Lange Staus waren die Folge. Bevor wir nach Danzig fahren, wurde die alte Deutschordensburg Marienburg angefahren. Diese Burg ist aus Millionen von roten Backsteinen erbaut. Es war Samstag und es regnete reichlich. So hat sich halb Polen aufgemacht und wollten auch die Ordensburg besichtigen. Nicht nur vor der Kasse war eine Menschenschlange, sondern auch vor den Klos und den vielen Sälen in der Burg. Die einzelnen Fremdenführer schrien sich gegenseitig nieder und ich hörte kaum noch hin. Ich interessierte mich auch mehr für die großen Küchen und die Toiletten der alten Burg an der Weichsel. Wir mussten über eine Fußgängerbrücke marschieren, die mit vielen Liebesschlössern behängt war, um den Busparkplatz zu erreichen.
In Danzig angekommen, bezogen wir das Novotel mitten in der Altstadt. Was ein Glücksfall war. Treubrav besichtigten wir das Krahntor, und die große Marienkirche, die Frauengasse, wo vor Jahrzehnten die Außenaufnahmen für einen Buddenbrooks- Film gemacht wurden.. Auch wurden wir in einen Bernsteinladen geschleppt, wo man uns einen Vortrag hielt mit der Mahnung, ja nicht auf der Straße Bernsteinschmuck zu kaufen, der wäre zumeist aus Kunststoff. Behalten habe ich, dass man tunlichst ein Feuerzeug bei sich haben sollte, denn echtes Bernstein brennt . Verständlich, denn es besteht aus fossilen Harz.
Der nächste Tag machten wir mit dem Bus einen Ausflug nach Zoppot, das ich 2005 kennenlernte und jetzt 2017 kaum wiedererkannte.. Hier war ein Bauboom ausgebrochen und hinter dem 5 Sterne plus Grandhotel hatte man die Straßen in einem Tunnel versenkt. Die damals schon lange Seebrücke wurde noch mal verlängert und kostet nun Eintritt. Es war Sonntag und das Wetter war schön und wiederum war halb Polen hier in Zoppot auf den Beinen. Gdingen wurde sehr kurz besichtigt. Das polnische Segelschulschiff, ein dreimastiges Vollschiff, liegt immer noch an der Kai von Gdingen. Im Dom zu Oliva unweit von Danzig, genossen wir ein eindrucksvolles Orgelkonzert. Wundervoll Bach, immer wieder Bach.. Die lautstarken Orgelklänge ließen mich schon befürchten, dass die alten pommerschen Könige aus ihren bronzenen Grabstätten steigen würden. In Oliva sahen wir das Haus von Lech Walesa, der einstige Elektromonteur der Danziger Werft und von 1990 der Präsident von Polen.
Der vorletzte Tag fuhren wir nach Stettin. Da kamen wir in den vornehmen Radission Hotel unter.. Ein Hotel, dass auch so in Frankfurt oder Brüssel stehen könnte. Ich war froh und dankbar, als ich nun 2017 sah, wie gut sich Stettin in den letzten Jahrzehnt gemausert hatte. Sehr gut habe ich in er Erinnerung, wie 1956 doch schon 11 Jahre nach 1945 , aussah. Schutt, nur Schutt, der ganze Hafen nur Schutt. Da waren gerade mal die Straßen freigeräumt. Maa musste in der Mitte der Straße gehen. Hoch oben die Hakenterrasse. Auch sehr demoliert. Ein kleiner Zirkus hatte sich mitten im Trümmelfeld sein Zelt aufgebaut und ich allein mit meinen 15 Jahren in der fremden zerstörten Stadt ging in den Zirkus. Heute ist das Stettin auch eine lebendige Stadt. Jeder hat ein Auto oder möchte ein Auto fahren. Da sind sich alle Polen einig. Überhaupt ist das Markenbewusstsein hier in Polen erstaunlich. Starbuck und Mc Donald sind proppenvoll. Wir besichtigten das weiße Schloss und die wieder aufgebaute Altstadt. Bei einer Stadtrundfahrt sahen wir noch viele Gebäude aus deutscher Zeit. Hier wohnen noch viele nicht betuchte Polen zu günstigen Mieten.Von der pompösen Hakenterrasse sahen wir auf den Hafen und den Hauptbahnhof herunter.
Am nächsten Tag ging es in Richtung Heimat. Wir fuhren unbehelligt von Zöllnern oder Polizei in Richtung Lübeck. Der Kreis hatte sich geschlossen. Eine schöne interessante, aber anstrengende Reise, hatte sein gutes Ende gefunden.
Heiner Fosseck
19.7.17 12:32


Freude schöner Götterfunken?

„Freude schöner Götterfunken, Tochter aus Elysium. Wir betreten feuertrunken Himmlische dein Heiligtum“, so hörten hochherrschaftliche internationale Politikgrößen in einer überteuerten Musikhalle im Hamburger Hafen die neunte Sinfonie von Beethoven. Gleichzeitig haben kriminelle Feuertrunkende Teile von Hamburger Stadtteilen in Schutt und Asche zerlegt. Nicht nur im ehemaligen Arbeiterviertel Schulterblatt, nein, auch in der Max-Brauer-Alle in Altona wurden flächendeckend Schaufenster eingeschlagen. Rücksicht auf SPD Parteibüros wurden nicht genommen. Meine Versicherung „Contimentale“ wurde demoliert, so dass man Schilder an die Fenster hängen musste mit der Aufschrift „Wir arbeiten weiter, dies ist keine Baustelle“. Die Banken und Sparkassen in der Neuen Großen Bergstraße waren gleichwohl ein Scherbenhaufen. Fast 500 Polizeibeamte wurden mehr oder weniger verletzt. Im Altonaer Krankenhaus wurden deshalb zu operierende Patienten vom OP-Tisch genommen und nach Hause geschickt, wie mein schwer erkrankter Nachbar. Die Ärzte wurden dringend für die verletzten Polizeibeamten benötigt.Wir sind erschüttert, wenn wir von einem durchgeknallten Juristen hören müssen, dass in Pöseldorf und Blankenese wir nächstes Mal so eine Gewaltorgie erleben sollten. Der gute Bürgermeister Klaus von Dohmanyi trat nach ähnlichen Gewaltexzessen im Jahre 1987 zurück.
Heiner Fosseck
13.7.17 23:07


Von Hammerbrook ins Kanalsystem der Bille

Am Freitag, den 12. Mai 2017 lud Herr Runge vom „Verein Hamburg – Grüne Metropole am Wasser e.V.“ und die patriotische Gesellschaft, sowie der Blankeneser Bürger-Verein mit Herrn Prof. Dr. Jürgen Weber zu einer Barkassenfahrt von Hammerbrook durch das Kanalsystem der Bille mit Ihrer weitgehend unbekannten Stadtlandschaft ein. Unbekannt, auch wohl deshalb, weil in Hammerbrook etwa nur 2500 Menschen wohnen. Die Fahrt begann am Anleger des Mittelkanals direkt unter dem S-Bahnhof Hammerbrook in der City-Süd. Hier wurden in den letzten Jahrzehnten viele Bürohäuser erbaut und auch Zugänge und Promenaden zum Kanal geschaffen. Alles wirkte aber ungepflegt und hat wohl eine geringe Aufenthaltsqualität. Zwei weiße Wassertröge aus Beton für Wohnboote warten auf Käufer am Kai. Ein weiteres ist schon ausgebaut und haart auf Nachbarboote. Fast pünktlich kam die Barkasse „Speicherstadt“ und nahm unsere etwa 40 Leutchen auf und los ging es durch den Mittelkanal nach Osten. Vorbei an großen Bürohäusern. Kinder einer internationalen Schule winkten uns zu. Ein bekannter Architekt hat sich hier mit dem gläsernen Doppel – X -  Haus verwirklicht und am Ende des Wasserbassin grüßte der „Berliner Bogen“ mit seinem halbrunden Dach, in dem die Büroleute bei Regen sich wie in einem U-Boot wähnen. In 5 er Gruppen liegen an der Ostseite des Wasserbassins bessere Hausboote . Rechts am Heidenkampsweg wurden sehr spät nach dem Kriege am Kanal Bürohäuser zwischen Sstraße und Kanal gebaut. Im Sommer 1943 legten anglo - amerikanische Bomberverbände bei 213 Angriffen große Teile Hamburgs in Schutt und Asche.Allein in Hammerbrook starben über 12 000 Frauen, Kinder und meist alte Männer. Das alte Hammerbrook mit 60 000 Bewohner, Hamburgs dichtest besiedeltes Gebiet, gab es nicht mehr. Nach dem Krieg wurde Hammerbrook nicht wieder aufgebaut. Das Grauen vor diesem geschundenen Gebiet und der blutgetränkte Boden mit den vielen Leichen im den Schuttmassen hielt Senat und Stadt lange Zeit von dem geordneten Wiederaufbau ab. Das von Kanälen und der Bille durchzogene Marschenland wurde von Speditionen, Autohöfen großformatigen Straßenkreuzungen und Industriebauten besiedelt. Tausende von Kleingärten entstanden auf der Billerhuder Insel und an dem Ufer der Bille und den Kanälen. Obwohl Industrie und Gewerbebauten dominieren, kann man bei einer Kanalfahrt durchaus auch venezianische Momente in diesen amphibischen Hamburg erleben. Gab es doch in früheren Zeiten Landhäuser und Barockgärten von Hamburgern, die hier den beengten Verhältnissen im alten Hamburg entfliehen wollten. Die Bille mündet bei der Brandthofer Schleuse in die Elbe. Hier ist der große Obst-und Gemüsemarkt Hamburgs und unweit ist ein großer LKW Parkplatz, wo nächtens die Fahrer nach der Entladung ihrer Fahrzeuge übernachten. Belastet wird dieses Gebiet mit ihrer Zwischenbegrünung zwischen Bahndamm und Amsinckstraße durch rumänische Wanderarbeiter, die hier ihre Zelte und Bretterbuden errichten und dadurch für die Vermüllung dieses Gebietes immer wieder sorgen. Auch Prostitution und Alltagskriminalität gedeihen neuerdings hier sehr, wie uns von Jan Pietsch vom Fachamt für Stadtentwicklung und Wohnen mitgeteilt wurde. Weiter östlich am ehemaligen Hannöverschen Bahnhof an der Billstraße ist die Erstaufnahmestation für Flüchtlinge und Asylsuchende. Rechts ist Rothenburgsort mit einem Gelände von Mercedes-Benz und links ist das Bille Ufer mit Kleingärten und Bootsanlegern. Öffentliche Wege zum Billeufer sind rar. Ein sehr durchsetzungsfähiger Hamburger Bausenator Wagner hatte vor Jahrzehnten versucht, die Kleingärten mit 6 stöckige Wohnhäusern zu ersetzen, ist aber am Widerstand der meist sozialdemokratischen Bewohner der KLG gescheitert. Jetzt hat die Umweltbehörde das Projekt Wohnungsbau an Bille und Kanälen den Bezirken Mitte und Bergedorf übergeben. Die sind nun dabei ihr Fachpersonal aufzustocken. In der Öffentlichkeit wird schon geworben für den Wohnungsbau am Wasser.. In Hamm – Süd wurde schon vor Jahren ein großes Wohnungsvorhaben am Wasser abgeschlossen. Das wurde von den Bewohnern positiv angenommen.Es gibt schlimmste Verunstaltung der Ufer der Kanäle und des Flussufers der Bille. Logistikhallen, Parkplätze, Schrottplätze, Müllkippen und dann Schrebergärten und Restgrün und Sportboothäfen sowie ein Verkehrsübungsplatz. Die Entwicklung der Hafen-City soll nicht an den Elbbrücken enden, sondern weiter in Richtung Osten nach Horn und Billstedt entwickelt werden. Im Kleingartengebiet „Horner Rampe“ gibt es 1000 Kleingärten. Nicht so qualitätsvoll wie auf der Billerhuder Insel. Die Bewohner dürfen eigentlich nicht durchgehend dort leben und sind auch nicht an der Kanalisation angeschlossen. Sickergruben sind ein Notbehelf. Eigentlich sind diese KLG nach dem Krieg zur Selbstversorgung der arbeitenden hungrigen Menschen gedacht worden. Jetzt liegen weiße Luxusjachten und großformatige Boliden parken auf den Parkplätzen und die kleinen Gartenhäuschen sind teilweise schmucke Häuser geworden. All dieses Land wird jetzt für Wohnungsbau beansprucht.Begehbare Uferzonen werden entstehen. Das große Billebecken wirkt wie die Außenalster. Hier lässt es sich gut wohnen. Leider fehlt die kritische Öffentlichkeit.Die positiven Stimmen sind zu wenig. Auch muss die Bille teilweise ausgebaggert und belasteter Schlick entsorgt werden.
Nach drei Stunden kamen wir wieder in Hammerbrrok an. Ein uns weitgehend unbekanntes Gebiet von Hamburg unweit der Mitte von Hamburg haben wir kennengelernt. Vielen Dank dem Verein „Grüne Metropole am Wasser e. V.“ für diese informative Fahrt durch die Wasserwelt von der Bille und ihren Kanälen.
 
Heiner Fosseck
 
 
 
 
 
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20.7.17 08:36


Auslaufparade der historischen Schiffe aus dem Hamburgeer Hafen 2017

Der 7. Mai 2017 war ein angenehmer Maientag. Westlicher kühler Wind und Sonne, machte Laune Der Blankeneser Bürger-Verein lud zur Auslaufparade auf die Barkasse „Viktoria“ ein. Wie schon der Name verrät, ist das Schiff wohl über 100 Jahre alt. 140 Passagiere gingen in Teufelsbrücke an Bord. Herr Helmut Wichmann vom Vorstand des BBV begrüßte die Fahrgäste und dann ging es in Richtung Landungsbrücken. Etwa 100 Schiffe in vier Startgruppen sollen an der Auslaufparade teilnehmen. Zuerst kam uns das große Hapag - Lloyd Containerschiff „Cartagena Expreß entgegen. Klaus Schade informierte uns, dass das Schiff 330 m lang und 48 m breit sei. Das muss nicht alles stimmen, aber man sei an der Wahrheit nah dran, meinte er. Auf dem Lotsenschoner Atalanta aus Wismar, war Klaus Schade mal Kaptein und Herr gewesen und der Traditionssegler wurde von uns deshalb mit einem dreifach „Hipp,Hipp Hurra“ begrüßt. Die Atalanta tutete dreimal zurück. Danach kam das älteste fahrbereite Feuerschiff Elbe 3, gebaut 1898 ,uns entgegen. Das Schiff kennt jeder richtige Hamburger, liegt es doch im Museumshafen Övelgönne. Die kaum jüngere Schaarhörn, ein Dampfer mit bewegter Vergangenheit, ist im Hafen bekannt wie ein bunter Hund. Fährt das schmucke Schiff für Geld als Ausflugsdampfer Passagiere auf der Elbe spazieren. Bei Blohm und Voss lag im Dock ein Containerfrachter mit abgebauten Propeller. „Einmal Rasieren und Haareschneiden“ nennt Klaus Schade das Auffrischen des Containerschiffes mit Farbe und Rost entfernen. Das Führungsschiff „Mir“ wurde vorne und hinten mit Schlepperhilfe bugsiert.. Die weiße Viermastbark mit der markanten blauen Bauchbinde am Rumpf ist die Krusenstern , die frühere „Padua“ der Reederei F. Laeisz. Nun wurde das Gedränge auf der Elbe immer enger und bunter. Hier die schöne Artemis, dort die Barkasse „Lüneburger Heide. Dann die winzige Dampfbarkasse Mathilda. Überall zwei- und dreimast - Segler, meist aus Holland. Drei Schiffe der Aidas Gruppe lagen an verschiedenen Stellen im Hamburger Hafen Die Nautikerin, Frau Masuch ,von der Hamburger Hafenleitung hatte das ganze Schiffsgewimmel im Griff.. Über UKW hörten wir, wie Frau Masuch anwies, dass alle kleineren Segler, die weniger als vier Knoten liefen an die Kannte fahren sollen. Beim Start wurde der Countdown runtergezählt. Dann sollen alle Schiffe dreimal Signale geben. Was eine Kakophonie von Tönen und Pfeifen auslöste. Der Versorger „Bonn“ der Bundesmarine lag groß und mächtig vor dem Magdeburger Hafen. Die haben alles am Bord, was die Marine im Einsatz benötigt. Von Nahrungsmittel und Toilettenpapier bis zum kompletten Lazarett ist alles an Bord. Auf der rechten Seite der Elbe standen Menschenmassen bis zum Stintfang hoch. Bei uns an Bord herrschte eine gelöste Stimmung. Man kannte sich und man hatte viel zu erzählen. Das Bedauern über die dicht gedrängten Menschenmassen auf den St. Pauli Landungsbrücken hielt sich in Grenzen. Die Kogge UBENA aus Bremen , ein Nachbau der vor Jahrzehnten in der Weser gefundenen Schiffwrack kam uns entgegen. Die Zeit verging im Fluge und um 19 Uhr kamen wir wieder in Teufelsbrücke an.Dank an Helmut Wichmann und den Blankeneser Bürger-Verein für die Organisation dieser dreistündigen Fahrt auf der Elbe am Hafengeburtstag.

Heiner Fosseck
12.7.17 08:46


Die „Kleine Freiheit“ auf großer Elbefahrt

Pünktlich um 16 Uhr am Freitag, den 28. April 2017 kam das neue Fährschiff „Kleine Freiheit“ der Förde Reederei Seetouristik am Blankeneser Bull`n an. Das Fährschiff fährt fünfmal am Tag seit Karfreitag die neue Fährlinie von den St. Pauli Landungsbrücken nach Blankenese. Pünktlich ergoss sich auch ein starker Regenschauer über die wartenden Gäste auf dem Bull`n . Darunter auch viele Mitglieder der Blankeneser Trachtengruppe in ihren bunten kleidsamen Trachten. Auch Männer im schwarzem Gehrock und steifen Hut stolzierten gemächlich durch die Menge. , die jetzt vor Wind und Wetter flüchtend, ins geheizte Innere der „Kleinen Freiheit“ strömten. Man saß dicht gedrängt auf den gepolsterten Sitzen und man hatte sich viel zu erzählen. Jemand ließ das Publikum unten im Schiff : “Viel Glück und viel Segen“ im Kanon singen. Nein, keiner hatte Geburtstag, das war das „Geburtstagständchen“ für die neue Fährlinie. Der Vorstandsvorsitzende des Blankeneser Bürger-Vereins, Herr Professor Dr. Jürgen Weber, hielt eine kurze Ansprache über den Ablauf der Feier der Einweihung, von der ich nur behalten habe, dass es auf der Geige von Ahrberg gesponsertes Freibier gibt. Im Fischclub gab es Proseco und im Kiosk des Bull,n krümeligen gut schmeckenden Kuchen. Das Fernsehen war da und wir mussten fünfmal „Guten Abend Hamburg“ aufsagen, bis es endlich klappte. Am Strand froren unter einem Zeltdach die Jazzmusiker, hatten sie doch die alten Stücke zu Gehör gebracht, wie “ Am Sonntag will mein Süßer mit mir Segeln geh`n“. u.s.w. Der Vorstandsvorsitzende des BBV hielt dann nocheine Rede über die lange historische Bedeutung der Fährlinie, die leider 2005 von der HADAG beendet wurde. Was in Blankenese und Schulau, sowie im alten Land sehr bedauert wurde. Ist doch die Fahrt am Hohen Elbufer ein touristisches Sahnestückchen in Hamburg. Die Leiterin Frau Dittmer der FRS freute sich über dem herzlichen Empfang in Blankenese und hofft , dass nach einer gewissen Durststrecke diese Fährlinie auch ein Erfolg werden würde und dann bis Schulau verlängert werden kann.. Die Preise sind für hin - und Rückfahrt 18 Euro. Eine Richtung die Hälfte und Kinder auch die Hälfte. Dass Rentner etwas weniger berappen müssen wurde wohlwollend vermerkt.

Jetzt kam der Hamburger Männerchor auch zum Vortragen seiner Gesangskunst und wir lauschten den alten Shantis von „ rolling home“ und das man „die Pest an Bord“ hatte. Nun war die Stimmung gut, Frau Dittmer bekam von Herrn Weber einen opulenten Blumenstrauß übereicht und auch das Wetter hatte sich beruhigt.

Heiner Fosseck
2.5.17 19:02


Die Smutjes im Blankeneser Fischerhaus sagen Tschüss

Die Smutjes im Blankeneser Fischerhaus sagen Tschüss

Seit 1998 besteht die Männerkochgruppe „die Smutjes“ im Blankeneser Fischerhaus. Geleitet wurde diese etwas aus 9 Männern bestehende Gruppe immer von Damen. Somit ist hoffentlich das Gleichstellungsmerkmal gegeben. Eine Dame die Kochen kann und die die Männer anleitet, wie man Sauce Hollandaise oder Coq au vin bereitet. Angefangen ist man mit Hausmannkost und einfachen Speisen. Einmal im Monat, meist der letzte Donnerstag im Monat beginnt man mit einen Glas Sekt oder Chablis in der Diele des alten Fischerhauses an der Elbterrasse. Dann wird eingeteilt, wer nun die Kartoffeln schält.und der über 80 jährige Willy Wüpper schält die Kartoffeln am besten. Der sitzt gemütlich auf der Diele und ist schon mal beschäftigt und aus dem Weg. In der kleinen Küche ist gar kein Platz für die Kochmänner.. Mehr als vier sind in der Küche nicht erwünscht. Wenn man der Meinung ist ein Mitglied passt nicht zu uns, wird knallhart die Konsequenz gezogen und ihm bedeutet, er soll sich eine andere Gruppe suchen.
Am 27 April 2017 war nun für die Kochgruppe Schluss. Das Fischerhaus soll von der Stadt saniert werden und das dauert nun etwa zwei Jahre. Man hatte erwogen in den Gemeindesaal umzuziehen, aber dort ist nicht der gemütliche Flair eines denkmalwürdigen Blankeneser Fischerhauses. Nein, man hat nun auch ein Alter erreicht, wo man aufhören sollte. So lud man auch die Damen und einen Herrn zum Abschiedsessen ein. Ursula Fosseck und ihre Kochmannen liefen zu Hochform auf. Professor Friedemann Hellwig war einige male in Israel und hat wahrscheinlich koschere Mezze als Vorspeise bereitet. Mit viel Knoblauch und Linsen, Kräutern und exotischen Gewürzen aus tausendundeiner Nacht. Das erinnerte die Gruppe, die vor etwa einen Jahrzehnt für die Kinder aus Blankenese, die nach dem sie den Holocaust 1945 entkommen sind und in Blankenese auf dem Kösterberg auf die Reise nach Israel vorbereitet wurden. Die damaligen Kinder kamen nun als alte Herrschaften auf Einladung von Blankeneser Vereinen und der Kirche zu Besuch nach Blankenese. Die Kochgruppe unter der Führung von Ursula Fosseck und auf Initiative von der Leitung des Fischerhauses, Ingrid Plank,übernahmen die Herkulesaufgabe 120 jüdische Damen und Herren zu verköstigen. Koscher war die wunderbare Kartoffelsuppe, aber für das umfangreiche kalte Büfett, wollte man nicht die Hand für ins Feuer legen.. „Das wäre auch nicht schlimm, auf Reisen nehmen wir das mit den koscheren Speisen nicht so genau“. Alles war gut und die vielen jüdischen Gäste waren des Lobes voll.
Frau Ingrid Plank hielte eine Rede, und teilte mit, dass der Umbau und die Restauration des Fischerhauses, dass ja auch ein kleines Museum ist, etwa zwei Jahre andauern wird. Das Altonaer Museum wird die Exponate in einem Sonderarchiv verwahren und Fotos und Papiere werden hier in Blankenese gelagert werden. Der Rest wir verhöckert. Man wird auch darauf dringen, dass die Küche vergrößert wird. Andere Gruppen lösen sich auch auf und wiederum andere Gruppen kommen im Pastorat von Herrn Pastor Poehls unter oder werden im Gemeindesaal residieren.
Zurück zum Abschiedsessen. Der Hauptgang war der Jahreszeit entsprechend. Weißer Spargel, Kartoffeln und flüssige Butter. Dazu Katenschinken und kleine Schnitzel. Zum Schluss wurde von Hans Lembke dann ein großer Glasbecher mit Rhabarber,Quark, Himbeeren, Heidelbeeren und oben wieder Quark mit kleinen Amaretti aufgetischt. Nun waren wir rundum satt und dann saßen wir, die Gäste ,gemütlich bei Weißwein, während die Köche abwuschen und die Küche wieder aufklarten. Herzlichen Dank den braven Kochmänner und bleibt gesund.
Heiner Fosseck
2.5.17 19:02


Eindrücke von der Jahreshauptversammlung des Blankeneser Bürger-Vereins

Eindrücke von der Jahreshauptversammlung des Blankeneser Bürger-Vereins

Am 25. April 2017 fand die Hauptversammlung des Blankeneser Bürger-Vereins statt. In der Aula der Gorch -Fock - Schule waren von den knapp 430 Mitglieder des Vereins etwa 40 Mitglieder anwesend. Darunter der gesamte Vorstand. Am Anfang gedachte man der im vorigen Jahr verstorbenen Mitglieder. Ein Versammlungsleiter wurde nicht gewählt. Der erste Vorsitzende Prof. Dr. Jürgen Weber übernahm die heikle Aufgabe, den Mitgliedern über die Aktivitäten des Vereins im letztem Jahr zu berichten. Herr Weber informierte über folgende TOP Gesellschafhtliches , Bauliches/Erbauliches, Nautisches, Grünliches, Kulturelles. Das Finanzielle wurde von Frau Marion Spiegelberg vorgetragen.

Unter dem Punkt Gesellschaftliches sind folgende Aktivitäten erwähnt worden: Unsere Zeitung „Blankenese“, Neumitgliedertreffen, Bürgertreffen in der Marthastiftung, Blankenese blitzblank. Bei Blankenese-blitzblank mussten einigen Schulklassen abgesagt werden, da die Verköstigung die Ressourcen des Vereins überfordert hätten. Der Bürgerverein hatte sich seit 12 Jahren für eine Fährverbindung von Hamburg nach Blankenese stark engagiert. Nun konnte im Mai das Fährschiff „Kleine Freiheit“ von der Förde -Reederei endlich am Karfreitag die Fahrt nach Blankenese aufnehmen. Die HADAG und die Finanzbehörde, sowie die Hamburg Port Authority benötigten über ein Jahr, um eine positive Entscheidung über diese Fährverbindung zu erteilen. Das Bohren dicker Bretter scheint im Vorstand des Bürgervereins tägliches Geschäft zu sein. Herr Heiner Krause , der den Kulturkreis verantwortet, plant eine Busreise ins Elsass. Herr Ronald Holst vom Verein „“Historisches Blankenese“ und der BBV beteiligen sich aktiv an dem Fest „150 Jahre Bahn nach Blankenese“ am 20. Mai 2017 im Blankeneser Bahnhof. Der Flohmarkt findet am 16. Juni auf dem Marktplatz vor der Kirche statt. Eine Erfolgsgeschichte wie Frau Silia Both und auch Frau Marion Spiegelberg erfreut mitteilten. Unter Grünliches wurde mitgeteilt, dass es gelungen ist, der Politik eine positive Entscheidung über den Ankauf der Streuobstwiesen am Wasserwerk abzuringen und damit den Elbpark bis zur Treppe zum Römischen Garten zu erweitern. Hier die Einladung : "Falkensteiner Uferpark" -O s t: Einweihung am 3. Mai 2017, 16.00 Uhr Bürgerverein und "Regionalpark Wedeler Au" feien den n e u e n von der Stadt erworbenen und gestalteten Parkteil (mit Besichtigung eines der Pumphäuser am Fuße des Kösterbergs/Bauersbergs. Selbstverständlich beteiligt sich der BBV am „Blankeneser Straßenfest“ am 23. September und die Weihnachtsfeier soll am 1. Dezember 2017 stattfinden. Die Blankeneser Bücherhalle, die auf Betreiben des Vorstandes des BBV vor Jahren wieder nach Blankenese kam, wird erweitert, und bekommt vom Verein eine neue Bank für die neue Terrasse am Gosslers Park. Bänke sollen auch gespendet und aufgestellt werden für Opn Kamp und Bornholdts Treppe. Wo viel Licht ist, ist auch mal Schatten. Eine Gruppe um Frau Jutta von Tagen, und Herrn Joachim Eggeling stellten rechtzeitig einen Antrag: Neu/Umgestaltung des Blankeneser Ortskerns mit Marktplatz und Markthaus“. Hierüber begannen erregte Debatten von den Antragssteller, die sich teilweise nicht genug informiert fühlten und mit dem Ergebnis der Entscheidungen der beratenden ARGE Ortskern Blankenese nicht einverstanden waren. Herr Weber hatte einen schweren Stand in der Debatte, wies aber darauf hin, dass der Bürgerverein in diesem beratenden Gremium nur zwei Stimmen habe. .Der Schwanz kann nicht mit den Hund wedeln. Es ist schon erstaunlich, dass der Blankeneser Bürger - Verein mit knapp 430 Mitgliedern in der Hamburger Politik und in der lokalen Presse so viel Aufmerksamkeit erregt. Nicht zuletzt ein Verdienst des Vorstandsvorsitzenden des BBV. Der Antrag der Gruppe wurde von der Versammlung mit deutlicher Mehrheit abgelehnt. Eine Pause war jetzt angebracht, auch für Herrn Weber der über 90 Minuten geredet hatte. Eine“ Einmannshow“, die wohl an die Substanz des 80 Jährigen ging. Weiter ging es mit den anstehenden Neuwahlen des Vorstandes. Vorher wurde der gesamte Vorstand entlastet.

Für die Schatzmeisterei:wird Frau Marion Spiegelberg wieder gewählt.

Herr Heiner Krause kandidiert für den II.Vorsitz . Er wird zum II. Vorsitzenden gewählt.

Die ehemalige II. Vorsitzende Frau Jutta von Tagen wird als Beisitzerin gewählt.

Frau Natascha P. Möller-Pannwitz stellt sich zur Wahl. Wird mit deutlicher Mehrheit gewählt. Sie verantwortet die Vereinszeitung „Blankenese“

Herr Fred Möller kandidiert neu und wird Beisitzer im Vorstand.

Herr Franz Vollmer bleibt im Amt

Herr Rolf Wietbrock bleibt im Amt

Herr Ingo Eggers bewirbt sich zum Beisitzer und wird gewählt.

Frau Ursula Fosseck wird zur Beisitzerin gewählt. Sie verantwortet mit Herrn Franz Vollmer das Soziale .

Herr Dieter Henning und Herr Fred Möller werden zum Beisitzer gewählt.

Frau Minette Marwedel wird als Kassenprüferin gewählt.

Frau Elke Wind wird in der gleichen Position wieder gewählt.

Nach über drei geschlagenen Stunden wurde die teilweise sehr kontrovers verlaufene Hauptversammlung schlussendlich doch in guter Stimmung beendet.

Heiner Fosseck
2.5.17 19:02


Blankeneser Ortskerngestaltung

Blankeneser Ortskerngestaltung
An einem schönen Apriltag lud das Zukunftsforum Blankenese zu einem Kreativ-Nachmittag in die Aula der Gorch-Fock-Schule ein. Neugestaltung des Blankeneser Ortskerns war das Thema. Der Arbeitskreis sollte die Neugestaltung des Ortskerns in der Planung begleiten und Ideen sammeln. Nun hatte man sich vor einigen Jahren auf eine behutsame Neugestaltung des Ortskerns geeinigt. Mühsam raufte man sich zusammen. Sämtliche Blankeneser Institutionen waren beteiligt. Aus gutem Grund und leidvollen Erfahrungen wurden keine Einzelpersonen geladen. Die Kirche, SPD und CDU sowie FDP waren vertreten, sowie Blankeneser Bürger-Verein und Historisches Blankenese. Die Marktbeschicker und die Kaufmannschaft und Business Improvement Districts (BID) waren auch dabei. Herr Köster vom Büro arbos Landschaftsarchitekten und Herr Grützmann vom Fachamt Management des öffentlichen Raumes des Bezirksamts Altona hatten einen schweren Stand. War man im Vorwege gewarnt, durch diverse Presseveröffentlichungen, dass mit zahlreichen Widerständen zu rechnen sei.
Die Umgestaltung des Blankeneser Marktes, das eigentliche Herz vom Ortskern Blankenese, wird in fünf Bauabschnitten umgestaltet.
1. Angefangen wird im Mai 2017 mit den Platz vor dem Mariniblock und der Propst-Paulsen-Straße.. Hier sind die Aufträge vergeben und können nicht mehr verändert werden.
2. Mühlenberger Weg
3. Marktplatz
4. Marktplatz
5. Blankeneser Bahnhofstraße
Die Abschnitte 2-5 können in der Planung noch geändert werden.
Herr Köster geht bei der Freiraumplanung des Marktplatzes von einer generationsübergreifenden Nutzung aus. Alte Bäume auf dem Markt mussten gefällt werden, damit man mit dem Bauarbeiten beginnen kann. Wird doch die Propst-Paulsen-Straße einige Meter in den Markt verlegt. Neuer Platz wird für die Marktbeschicker benötigt. Der Parkplatz auf dem Markt wird möglichst nach dem Umbau aufgegeben. Dafür werden an der Südseite des Marktes einige Stellplätze in Schrägaufstellung eingerichtet. Der Platz wird insgesamt nivelliert und damit barrierefrei erreichbar sein. Das gelbbraune Klinkerpflaster zu dem man sich entschlossen hat, ist für schwere LKW befahrbar .Es hat auf der Versammlung unterschiedliche Reaktionen ausgelöst und Missmut erregt. Jemand schlug roten Klinker vor, ein anderer wollte dunkle Steine. Granit wäre gut, aber nicht bezahlbar. Die Randbepflanzungen des Marktes wurden für den Umbau entfernt. Joachim Eggeling vermisst das Alleinstellungsmerkmal des großen leeren Platzes..Ein Brunnen oder Skulptur müsse in die Mitte des Platzes. Wenn das Geld fehlt, könnte man zumindest schon Wasser- und Elektroleitungen legen .Monika Lühmann meinte, da die Randbepflanzungen entfernt werden sollen, wird es freie Sicht auf den Fahrzeugverkehr geben. Dadurch wird die Aufenthaltsqualität eingeschränkt. Ein Vorschlag war, zwei Zonen Parkraumbewirtschaftung einzurichten. Kernzone bleibt wie bisher..,Das Parken in der erweiterten Zone wird mit Parkausweisen für die Anwohner frei bleiben.
Die Planung für das Markthäuschen ist noch nicht abgeschlossen. Man neigt wohl eher zu einem Neubau. Das Gründreieck mit dem Denkmal des Aufstandes von 1848 im Schleswig-Holsteiner Krieg mit der Doppeleiche, die leider jetzt nur noch einen Baum hat, wird nicht angetastet. Ein Marktplatz komplett „ blechfreier“, wäre aus Sicht vieler nicht sinnvoll.Die Beschlusslage ist, die Parkplatzentwicklung abzuwarten und – wenn möglich – den Markt damit für die marktfreien Tage frei zu kriegen. Ob das überhaupt geht, wird die Zukunft weisen. Warum nicht für bestimmte Anlässe den Marktplatz für die Kirchengänger zugängig zu machen.Die Kirchgänger wollen r ihr Auto abstellen, und die vielen Mütter, die ihre „Goren“ vom Kindergarten per PKW abholen sind auf die Parkplätze angewiesen. Da sollte man sich noch einmal zusammen setzen, ob es nicht eine andere Lösung gibt. Herrn Kaeser von der SPD platzte nun der Kragen. Er hat das „nörgelnde Gemecker“ satt. Der Arbeitskreis Ortskern Blankenese habe dem vorgelegten Ergebnis einvernehmlich zugestimmt. Der öffentliche Raum sei nicht für Autos da, sondern für Menschen.. Auch die Parteien haben das Konzept mitgetragen.. Hier in Blankenese war Bürgerbeteiligung vom Feinsten. Wenn dieses Projekt scheitern sollte, wird in den nächsten 15 Jahren in Blankenese nichts mehr passieren. Am Ende teilte Herr Köster mit, dass die Anregungen und Vorschläge in die weiteren Überlegungen einfließen werden. Nach geschlagenen drei Stunden wurde die Versammlung geschlossen. Während sich viele noch die Köpfe heiß redeten, war ein 80 jähriger Professor und eine ältere Dame dabei hundert Stühle und Tische wegzuräumen.
Heiner Fosseck
2.5.17 19:02


Unser Heft "Blankenese" 1993



Es ist bald 24 Jahre her, als im Heft des Blankeneser Bürger-Vereins von der Reise der Blankeneser Trachtengruppe zur Steubenparade in New York berichtet wurde. Damals hatte das Blatt die Größe von 17 x 24 cm. Heute ist das Format 21 x (knapp) 30 cm. Die Hälfte des Heftes war mit Anzeigen von Gewerbetreibenden belegt. Darunter vier in Blankenese tätige Bestatter. Das war wohl auch ein Grund, dass später die Anzeigen aus dem Blatt verbannt wurden.
1993 erschien die Monatszeitung des Blankeneser Bürger-Vereins 12 mal im Jahr. Die Redaktion hatte Claus Grotzschel inne. Später Frau Anneliese Kaufmann. Sie hatte weitgehend alleine die Verantwortung für das Blatt übernommen.
2005 übernahm der leider zu früh verstorbene Claus Eggers die Redaktion der Zeitschrift. Claus Eggers war für die Wochenzeitung "Die Zeit" tätig und ein ausgesprochener Zeitungsmensch, der schon in den 1970 Jahren eine ziemlich aufmüpfige Zeitung für Blankenese herausbrachte. Nach Claus Eggers übernahm Joachim Eggeling dankenswerterweise die Redaktion und führte die Zeitung erfolgreich weiter. War er doch auch ein ausgesprochener Blankenese-Kenner. Er betreut seit Jahren neben den Archiv des BBV auch sein privates Blankeneser Archiv. Vor einigen Jahren übernahm Natascha Patricia Möller-Pannwitz das Kommando in der Redaktion und brachte frischen Wind in das BBV Blatt. Ist sie doch eine Frau, die eine jüngere Generation repräsentiert, die noch mitten im Berufsleben steht.
Heiner Fosseck
2.5.17 19:02


Park am Wasserwerk



Benjamin Harders hat auf Twitter diesen Plan von der Vergrößerung des Parks am Falkensteiner Ufer getwittert. Durch eine wertvolle Streuobstwiese geht ein Weg direkt an der Wasserkante entlan. Er verbindet den bestehenden Park von den Rückhaltebecken mit den Aufgang zum Römischen Garten. Mindestens ein Weg scheint überflüssig zu sein, meint Benjamin Harders.
2.5.17 19:03


Radweg über den Elbestrand ?

Ein neuer Aufreger in Altona. Soll der Elbefernradweg zwischen Museumshafen Övelgönne und „Alter Schwede“ auch über den Elbestrand geführt werden? Vorbei an der größten Biertanke „Strandperle“ an der Elbe? Warum das denn? Jetzt läuft der Radweg offiziell durch den flutsicheren Fußweg Övelgönne als Schiebestrecke durch die Gärten der Anlieger. Der Begriff Övelgönne hat was mit gehen und oben zutun.
In Blankenese wurde ein 300 m langer Radweg schon ab Baur`s Park über den Elbestrand geführt Dann weiter durch die schmale Straße Strandweg. Hier müssen Fußgänger, Radfahrer, parkende PKWs , Linienbusse und Autos auf einander Rücksicht nehmen, sonst würde hier gar nichts mehr gehen oder fahren.
In Övelgönne ist die Schiebestrecke, die nicht von jedem Radfahrer als Schiebestrecke gesehen wird. Da wird auch mal kräftig in die Pedale getreten und Fußgänger beiseite gescheucht. Es ist eine 900 m lange Schiebestrecke und ein Teil des Elberadfernwegs.
Entweder es kommt der Elbefernradweg über den Övelgönner Elbestrand oder die Elbchaussee bekommt auf beiden Fahrbahnseiten einen ausreichenden Radweg, der nicht zugeparkt werden kann. Dann fallen auch die Parkplätze für die Strandperlenbesucher weg. Wäre es schön, wenn die Mutter mit Kinderkarre, sowie der Senior mit Rolator dann den Övelgönner Elbestrand über den zubauenden Elbfernradweg problemlos erreichen können.
Heiner Fosseck
2.5.17 19:03


Wenn man sich das heute überlegt...

Wenn man sich das heute überlegt,...
Wie gut es uns doch jetzt in Deutschland geht,
Was unsere Jahrgänge mitgemacht,
Alle die den Krieg und die Zeit danach erlebt.
Nach Höherem und Frieden haben wir gestrebt
Und zum Glück, bei uns in Deutschland,
Mehr oder weniger auch erlebt.
Nur zu schätzen wissen es leider nicht alle
Wenn man sich das heute überlegt...

Wenn man sich das heute überlegt...
Wie gut es uns doch jetzt in Deutschland geht,
Nach Höherem haben wir gestrebt!
Haben dabei oft vergessen zu leben.
Nur arbeiten und ackern, so viel wie es geht.
Unsere Kindheit war hart, aber wir waren Kinder!
Die jetzige Jugend hat es leider sehr oft nicht erlebt.
Die Eltern, wenn es welche gibt, sind gestreßt
Immer in Eile, kaum Gemeinsamkeit in den Familien!
Wenn man sich das heute überlegt...

Wenn man sich das heute überlegt...
Wie gut es uns doch jetzt in Deutschland geht,
Es ist eine Erscheinung der heutigen Zeit,
Und eine Herausforderung, das weiß ein Jeder,
Wenn wir alle würden wieder zusammen halten,
Die Jungen und auch die Alten.
Die Kinder wieder Kinder werden
Und auch das Miteinander wieder lernen!
Die Familien wieder wichtig sind!
Wenn man sich das heute überlegt...

Wenn man sich das heute überlegt...
Gemeinsam müssen wir es wieder packen,
Ob „Fremde“ oder deutsche Leute.
Packen wir`s an, möglichst noch heute,
Dann werden wir auch das wieder erreichen
Was uns so wichtig war in all den Jahren:
„Frieden, Freiheit auch in Wort und Schrift“!
Wenn wir endlich wieder Alle zusammen halten
die Kinder, die Jungen die Fremden und wir „Alten“!
Wenn man sich das heute überlegt...
Wie schön wäre es wenn man es noch erlebt!

Herzlichst,
Ihr Freddy Schnoor

Hamburg 2016/17
18.3.17 20:43


Eine alte Blankeneserin ist gestorben



Kürzlich ist unsere Nachbain mit 91 Jahren verstorben. Viele Male haben wir bei ihr Kaffee und Kuchen gegessen. Viele Male wurden die Nachbarn aktiv und haben geschaut, ob alles in Ordnung ist. Jetzt haben die Erben das Haus verkauft. Für so viel Geld , daß ich nicht glaube, daß unsere Nachbarin jemals so eine Menge Geld in ihren Leben besessen hatte. Jetzt wird das Haus geräumt. Die Mülle war da und hat Möbel weggeschafft.Gerade werden die Küche und das Bed abgerissen.Wie war sie immer so pingelig mit den Möbeln umgegangen. Alles kommt weg. Sperrmül und Unrat. Kaum jemand will etwas davon haben. Die neuen Besitzer sanieren das alte Haus, das wohl schon 170 Jahre alt ist. Der praktische gelbe Klinker an der Fassade wird abgeschlagen und die neuen Fenster und Türen kommen wohl auch weg. Dann wird im alten Stil das Haus wieder hergestellt und vermietet. Das Leben geht weiter. Nichts wird mehr an unsere Nachbarin erinnern. So wie sie immer es voraus geahnt hatte.

Heiner Fosseck
16.3.17 18:57


Treffen der Senioren


Schuld hatte eigentlich Peter Lührs. Man könnte, man sollte doch mal in Blankenese ein Treffen der alten Seniorennet-Garde veranstalten. Jetzt wo Heiner Fosseck uns den Mund schmackhaft gemacht hatte, dass es in Blankenese, nein in Dockenhuden, eine rustikale Gaststätte gibt, die bezahlbare Speisen und Getränke anbietet und zum Schluss noch ein Ouzo oder Grappa als Verteiler offeriert. Gemacht, getan und unter der bewährten Leitung von Margrit Hoffmann wurde ich beauftragt, einen Raum für 25 Gäste zu reservieren. Erstaunlicherweise waren im Nu 28 Anmeldungen zu verzeichnen. Sogar aus dem Landkreis Harburg und Großhansdorf wollten von den alten Herrschaften einige anreisen. Wie das in unserem Alter so ist, waren es dann doch nur 25 Leutchen.

Es war einer der schönsten Frühlingstage und wir versammelten uns pünktlich um 13 Uhr im Lokal Rio Grande an der Dockenhudener Straße in Blankenese. Das heißt, um halb eins waren die meisten schon da. Ich klemmte mich in eine Ecke und hoffte, dass ich nicht vorzeitig hier wieder raus müsste. Die Stimmung war heiter und die Gespräche angeregt. Die Getränke waren gut und da doch viele mit Pkw oder öffentlichen Verkehrsmitteln von weit her gekommen waren, wurden doch meist nur Säfte oder andere enthaltsame Getränke geordert. Die Speisen waren durchweg sehr üppig und kamen sehr flott auf die Tische. Die Gespräche handelten nicht nur von PC und Computer, Smartphone und Co , sondern auch von Reisen und Enkeln. Also, die üblichen Maleschen in unseren Alter wurden ausgeblendet. Wer will das auch immer wieder hören. Man freute sich, die alte Garde mal wieder zu sehen. Als wir das Nötigste besprochen hatten , wurde nach dem Bezahlen aufgebrochen. Voran Hans Kolb, der sicherlich noch einige andere Eisen im Feuer hatte. Alice Borkmann und einige Mitstreiterinnen wollten noch an der Elbe entlang wandern und in der Elb-Residenz Kaffee und Kuchen schnabulieren.

Ich kam erst abends um 18 Uhr nach Haus. Ich saß bei Rotwein und Käse bei einem Nachbarn im Garten und schaute in die abendliche Sonne.

Das Leben ist schön.

Heiner Fosseck
15.3.17 19:29


Blankenese first?


Mit Bismarck und den Preußen fing es an. Haben die Blankeneser doch jahrhundertelang gut und gerne unter dänischer Flagge und Oberhoheit gelebt. Dann kamen die Feldzüge der Preußen und Österreicher nach Schleswig und Holstein und so wurden die Blankeneser erst Österreicher und zwei Jahre später kamen sie unter Preußische Flagge und 1871 waren sie Untertanen im preußisch dominierten Deutschen Reich. Das war ein herber Eingriff in die Lebenswelt der Blankeneser
Knapp 150 Jahre später hat sich in Blankenese viel verändert. Nicht so viel, dass man Blankenese nicht wieder erkennen würde. Ja, konservativ und auf das Althergebrachte beharrend sind die Blankeneser immer noch. Doch viele sind von auswärts hier zugezogen. Stolz ist man auf die Vergangenheit. 170 Segelschiffe waren einst in Blankenese beheimatet. Heutzutage kann ein größerer Containerdampfer eines Reeders aus Blankenese mehr als das Doppelte der gesamten damaligen Blankeneser Segelflotte in einem Zehntel der Zeit transportiert werden. Missmut erregt auch heute noch, dass Blankenese mit dem benachbarten Bauerndorf Dockenhuden zusammengelegt wurde und nach weiteren eineinhalb Jahrzehnten, kam man zu Altona, das bald in das ungeliebte Hamburg eingemeindet wurde. Mit der Blankeneser Segelschifffahrt und der Fischerei ging es mehr oder weniger zu Ende. Aber Blankenese wurde trotzdem immer wohlhabender, denn es zog betuchte Hamburger auch in das kleine Bergdorf an der Elbe. Damit kamen auch manche Probleme. Nicht nur , dass in jedem erreichbaren Garten, ein SUV oder sonst ein Bolide steht, auch im Ortskern muss neuerdings Parkgeld für das Aufstellen der Fahrzeuge gelöhnt werden. Das Ortsamt befindet sich nicht mehr im Gossler Haus. Heiraten konnte man schon seit langer Zeit in Blankenese nicht mehr. Zum Heiraten ond entheiraten müsste man nach Altona. Gott sei Dank hat man die Blankeneser Kirche im Dorf belassen. Das Finanzamt wurde unweit des Affenhauses von Hagenbecks Tierpark nach Stellingen verlegt. Das stört die Blankeneser weniger. Mehr irritierten die Blankeneser die Umtriebe auf dem Krähenberg in den siebziger Jahren. Dort war eine junge Frau mit Mann und zwei Töchtern zu Hause, die in ihrem Haus auf der Ferdinand`s Höh fröhliche Versammlungen abhielt, zu dem linkes Volk aus Künstler-und Journalistenkreisen geladen wurden. Die wollten dort ihre revolutionären Ideen ausleben. Das endete nach Jahren mit Mord und Selbstmord. Aber damit hatten die Blankeneser nicht viel an Hut und außerdem war das auf Dockenhudener Gebiet. Blankenese hat immer noch einen Schiffsanleger, doch die Fährlinien nach Hamburg und Schulau sind eingestellt. Die Linie ins Alte Land fahren nur sporadisch und sind teuer. Kostet am Wochenende die Fahrt auf einer zugigen Barkasse mit Eisenlochsitzen von Cranz und zurück 8 Euro. Jetzt soll neuerdings auf privater Initiative hin, wieder eine Fährlinie nach Hamburg von Blankenese aus eingerichtet werden. Der Blankeneser Dorfkerm und der Marktplatz soll aufgehübscht werden. Die Kirche wird dann mehr ins Bewusstsein der Blankeneser gerückt. In Baur`s Park wird seit fast acht Jahren der Katharinenhof saniert und ein Ende ist nicht in Sicht. Dass der Vorstand desBlankeneser-Bürger-Vereins sich bei den zuständigen Behörden im Bezirksamt in Altona immer wieder ob der Missstände in Blankenese beklagt, ist oft wenig von Erfolg gekrönt. Eine Antwort war:“ Die in Blankenese können sich selber helfen.“
Heiner Fosseck
2.5.17 19:04


"Einmal hin,alles drin.".


Ihr kennt doch die Werbung für einen der größten Lebensmittelmärkte in Hamburger Raum. "Einmal hin,alles drin.". So einen großen Markt gibt es auch in Lurup. Jede Woche kommt freitags ein Haufen Werbung bei uns ins Haus. Da lesen wir, dass nun 100 Gramm grüne Heringe 0,69 Euro kosten. Das ist nun nicht sehr billig, aber wann kommt man schon an grüne Heringe. Uschi schickt mich am Montag hin, um 3 Kg grüne Heringe zu holen.Ich muß von Blankenese 3/4 Stunde mit Bussen fahren. Dann quer durch den Markt zum Fischstand. "Bitte 3 Kg Heringe"."Haben wir nicht". "Was?, heute fängt die Werbung an und sie haben keine Heringe?! " "Wir haben von der "Deutschen See" nur 10 Kg bekommen". "Für Morgen habe ich 30 Kg bestellt". "Ich möchte jetzt den Marktleiter sprechen". "Ja, da läuft er gerade". Wie ein Hündchen laufe ich hinter dem Mann in die dunklen Katakomben der Warenannahme hinterher. Ich teile dem Mann meine Entrüstung über die fehlenden Heringe mit. Auch, dass ich seit Stunden aus Blankenese gekommen und bitter enttäuscht bin. Er sagt:" Sie bekommen von mir die Heringe umsonst." "Ich will keine Heringe umsonst. Ich will nur nicht umsonst hier in ihren Laden kommen." Ich dampfe wutentbrannt wieder ab. Er hatte mich begöschert mit den kostenfreien Heringen und was soll ich sagen, am nächsten Tag bekomme ich meine drei Kg wunderschöne grüne Heringe umsonst. Nun bratet Uschi den halben Tag Heringe und legt sie in Branntweinessig und andere Gewürze ein und in unserer Küche riecht es strenge nach gebratenen Heringen. Das war das letzte Mal, dass wir uns wieder Heringe ins Haus holen.
Heiner Fosseck
10.3.17 13:48


Besuch des Blankeneser Bürger-Vereins bei der „Mülle“

Die Müllverwertung Borsigstraße liegt etwas abseitig in einem Industriegebiet zwischen Rothenburgsort und Billwerder Insel. Von Blankenese aus musste die 12 köpfige Gruppe des BBV unter der bewährten Leitung von Heiner Krause drei S-Bahnen und 1 Bus benutzen, um die riesige Müllverbrennungsanlage in der Borsigstraße zu erreichen. Der kompetente Herr Popp erwartete uns und dann wurde die Gruppe in einen Saal geführt. Herr Popp hielt uns einen Vortrag über die Funktionsweise der Anlagen. Draußen fuhren ununterbrochen riesige Laster raus und rein. Jedes Mal wurden die Laster gewogen, denn der abgelieferte Müll wird wohl nach Gewicht berechnet. Eine Tonne Müll kostet etwa 50 Euro. In zwei 30 m hohen Verbrennungsöfen wird der Müll der Stadt bei 850 Grad verbrannt und gleichzeitig Dampf für die Fernwärme erzeugt. Seit 1994 werden hier mittels der bewährten Technik der Rostfeuerung im Jahr mehr als 320.000 Tonnen Abfall aus den Hamburger Haushalten „rund um die Uhr“ verbrannt. Die Anlage hatte damals 160 000 000 DM gekostet. 10 % der Kosten des neuen Konzertsaales in der Hafencity. Die so gewonnene Energie wird in Form von Dampf zur Fernwärmeversorgung der Hamburger Haushalte genutzt. Eigentlich gab es in und um Hamburg drei große Müllverwertungen, da aber die Hamburger so gute „Mülltrenner“ sind, wurde mangels Müll die große Müllverwertung in der Schnackenburgsallee stillgelegt und zusätzlich Müll aus den Ausland zur Verbrennung importiert. Das war uns neu. Die verbliebenen Schlacken und der Gips von der Rauchgasentschwefelung werden gegen gutes Geld an die Industrie verkauft.
Eine dritte Linie der Müllverbrennung verbrennt belastete Biomasse wie Holz- und Baumschnitt, sowie imprägniertes Holz und gelacktes Holz. Jede Verbrennungslinie hat einen 50 m hohen Kamin. Hierwerden nur Wasserdampf und nur noch wenig Rauchgas in die Hamburger Umwelt entlassen. Das aufwändigste und teure an der Müllverbrennung sind die Rauchgasanlagen. Die eigentliche Verbrennung macht nur einen geringen Teil der Kosten aus. Die erzeugte Wärme wird in Dampf verwandelt und durch großformatige Rohre in das in Sichtweite liegende Kraftwerk Tiefstack transportiert, wo durch Wärmetauscher der Dampf in siedendes Wasser für die Fernwärmekunden der Hamburger Bevölkerung zugeleitet wird.
Das 2005 als dritte Linie errichtete Biomassekraftwerk verwertet jährlich mehr als 150.000 Tonnen Altholz der Klassen A1-A

Dank der aufwendigen Rauchgasreinigung ist es möglich, fast alle anfallenden Reststoffe zu verwerten und in den Stoffkreislauf zurückzuführen. Die hohe Effizienz der Reinigungstechnik zeigt sich auch bei den Emissionen. Die gesetzlichen Grenzwerte werden zum Teil bis zu 99% unterschritten.
Bei einen Rundgang durch die gewaltigen Anlagen der Müllverwertung kamen wir aus dem Staunen nicht heraus. Mal schauten wir in den 30 m tiefen Müllbunker hinab. Oben saß ein einsamer Kranführer und baggerte ununterbrochen Müll in die Verbrennungsöfen. Dann gingen wir die vielen Treppen hinauf und hinab. Vorbei an brüllenden Exhaustoren, sahen durch ein kleines Loch in die Höllenglut der Öfen. Überall Kabel, Röhren, Elektromotoren und noch vieles, was ich nicht verstanden habe. Mittendrin in der Höhe war die Leitwarte der Anlagen. Fünf, sechs Mann sitzen an 51 Monitoren und schauen etwas gelangweilt unsere Gruppe an. Fährt die Anlage doch weitgehend automatisch. Die Anlage ist mit der Behörde für Umwelt und Energie per Datenleitung verbunden. Sollten mehr Schadstoffe durch die Schornsteine gejagt werden, dann fragt gleich das Amt an, was hier los ist.
Schnurstracks eilten wir mit Bus und Bahn zurück nach Blankenese. Vielen Dank Heiner Krause für diese interessante Führung.
Heiner Fosseck
2.5.17 19:04


Buchvorsellung "Meine ungeschminkten Jahre" im Hamburger Ziviljustizgebäude



Besuch einer Lesung im Ziviljustitzgebäude
Gestern war ich bei einer Lesung im Ziviljustizgebäude am Sievekingsplatz 1. In diesen Riesengebäude, dass sich um einen großen Innenhof gruppiert, werden normalerweise Scheidungen verhandelt und sonstige zivile Sachen entschieden. Gestern fand die Lesung und Vorstellung des Buches „Meine ungeschminkten Jahre“ dort statt. Nachdem man einen pompösen Eingang durchschritten und sich einen Plan vorsorglich an der Rezeption abgeholt hatte, ging man durch lange Gänge mit vielen Türen bis zum Ende und dann wieder einen 50 m langen Gang links und nun nach oben oder unten die Treppen hoch? Ich bin nach unten gegangen. Dort war es düster und unheimlich. Ich glaube, dass sich hier schon etliche verirrt haben und man wohl schon vertrocknete Leichen in einigen Kammern aufgefunden hatte. Ich hörte oben Stimmen und dann ging es fix. In einem riesigen Treppenhaus standen Stühle und Bänke. Hier sollte die Lesung stattfinden. Drunten im Grundbucharchiv. Gottseidank fand ich schon zwei SnHH Mitglieder vor. In einer Hand ein Glas Weißwein. Das konnte ich jetzt auch gut ab. Die zwei Autoreninnen waren schon da. Stefanie Gieselbach in einen schneeweißen Kleid, wie die personifizierte Unschuld. Sie hatte mit den rüden Methoden der amerikanischen Justiz und dem brutalen Strafvollzug der US A unliebsame Erfahrungen gemacht und nun mit Hilfe einer Mitautorin ihr Buch „Meine ungeschminkten Jahre“ veröffentlicht. Es geht im Inhalt um ihre öffentliche Verhaftung auf dem Flughafen O`Hara und anschließende Untersuchungshaft. Nach einigen Jahren wurde sie auf Kaution freigelassen. Sie durfte jetzt nur mit elektronischen Fesseln herumlaufen. Sie arbeitete als Kellnerin und Sozialarbeiterin. Endlich kam ihre Sache zur Gerichtsverhandlung. Nach ihrer Verurteilung durch das zuständige Gericht, die ein Schock für ihre Familie und Freunde war, wurde sie für knapp ein Jahr in ein Frauengefängnis gebracht. Dort lebte sie mit Mörderinnen, „schwarzen Witwen“ und sonstigen Verbrecherinnen zusammen. Für eine junge Frau aus Hamburg war das eine grausame Erfahrung. Weswegen saß sie nun mit Anfang 30 im Gefängnis? Die bekannte Firma A.W. in Hamburg hatte im großen Stil Honig aus China über ihr Büro in Chicago in die USA importiert und die Zölle nicht abgeführt. Außerdem war ein Teil des Honigs mit Antibiotika verunreinigt. Da Frau Gieselbach davon wusste, wurde sie angeklagt und gesamtschuldnerisch auf 17 Millionen Dollar Entschädigung verklagt. Die Firma A. W. in Hamburg hat ihre Mitarbeiterin in der Misere hängen lassen. Ihr Chef in Chicago, eine bekannte Persönlichkeit in Hamburger gesellschaftlichen Kreisen, hatte einen Deal mit den US Ermittlungsbehörden gemacht und wurde nicht ins Gefängnis gesteckt. Jetzt ist Frau Gieselbach seit zwei Jahren wieder in Deutschland und darf als Vorbestrafte nicht mehr in die USA reisen. Da werde ich auf jedem Fall auch nicht mehr hin wollen.
Heiner Fosseck
2.3.17 13:45


Elbphilharmonie

800 000 000 Euro hat der neue Musiksaal an der Elbe gekostet. Ingke Tjebbe findet hinter der weißen Haut des Saales Musiknoten und als sie weiter sucht die verbratenen Geldnoten
Das Geld ist ja nicht weg. Es ist nur jetzt in anderen Händen

27.2.17 12:01


Ein Konzert in der Apostelkirche


Ich bin ja nicht gerade von der Kultur beleckt, aber wenn das Kammerorchester Eimsbüttel, ein Amateurorchester, jährlich einmal aufspielt, bin ich dabei. Zumal wenn unser Bernhard Kaiser bei den Streichern mitspielt. Das Konzert findet in der Winterkirche der Apostelkirche statt. Ein geglückter Einbau eines Mehrzwecksaales hoch über dem eigentlichen Altarraum. Das Orchester wagt sich sehr wohl an anspruchsvolle Musikstücke heran. Ich, der keine Noten lesen kann, höchstens Banknoten, bewundert dieses Orchester. Das Brandenburgische Konzert Nr. 3 von Johann Sebastian Bach ist uns bekannt. Die Reformationssinfonie von Felix Mendelsohn- Bartholdi schon weniger, aber das "Ein feste Burg ist unser Gott" konnte man gut ohne Chor erkennen. Wir feiern 500 Jahre Reformation und da paßt dieses Stück gut. Wer ist Edward Elgar ?Sein Konzert für Violoncello und Orchester war tief traurig und düster. Ich wusste gar nicht, daß man mit einem Violoncello so tiefe Töne erzeugen kann. Das übernahm der extra angeheuerte Solist Constantin Pritz, der auch mit Beifall überschüttet wurde.
Es war ein gutes Konzert, ein Erlebnis, und am Ausgang wurde ein Geigenkasten aufgestellt, in dem man seinen Obolus einwerfen konnte, denn das Konzert war kostenfrei.
Heiner Fosseck
27.2.17 11:12


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